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Enge Partner in der humanitären Hilfe: Deutschland und das IKRK

Beim Jahrestreffen der Donor Support Group des IKRK in Bonn wurden Weichen für die Zukunft der Arbeit einer der wichtigsten humanitären Hilfsorganisationen gestellt. Nach einem erfolgreichen Jahr als Vorsitz der Donor Support Group übergibt Deutschland den Staffelstab an Kanada.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) ist eine der wichtigsten international tätigen humanitären Hilfsorganisationen – und wichtiger Partner Deutschlands beim Bemühen, Menschen in Not zu unterstützen. In den vergangenen zwölf Monaten hatte Deutschland den Vorsitz der IKRK Donor Support Group inne. Die Gruppe dient den wichtigsten Unterstützern des IKRK zum Austausch zur gemeinsamen Optimierung dessen Arbeit in humanitären Krisen. Beim Jahrestreffen der Donor Support Group am 08./09.06. in Bonn blickte Deutschland auf die Arbeit im Vorsitzjahr zurück.

Die Arbeit des IKRK

Logo Internationales Komitee vom Roten Kreuz

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© IKRK

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Zusammen mit der Internationalen Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften sowie den nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften bildet das 1863 gegründete IKRK die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung. Das IKRK (Sitz in Genf) setzt sich weltweit für den Schutz der Opfer von bewaffneten Konflikten ein und koordiniert internationale Hilfsaktionen. Besondere Bedeutung für die Arbeit des IKRK hat die Einhaltung des humanitären Völkerrechts. Dieser Tage jährt sich zum 40. Mal die Verabschiedung der Zusatzprotokolle zum Genfer Abkommen vom 8. Juni 1977, die den Schutz der Zivilbevölkerung in bewaffneten Konflikten weiter gefestigt haben.

Schwerpunkte der Zusammenarbeit Deutschlands mit dem IKRK

Langanhaltende Krisen prägen zunehmend das Bild der humanitären Hilfe. Auf diese Situation müssen sich Hilfsorganisationen und Geber einstellen. Als Vorsitzender der Donor Support Group hat Deutschland den Umgang mit langanhaltenden Krisen zum leitenden Thema des Vorsitzjahres erklärt. Klar ist: langfristige Unterstützungszusagen der Geber ermöglichen den Helfern eine bessere Planbarkeit ihrer Arbeit. Bereits seit mehreren Jahren realisiert das Auswärtige Amt daher mit dem IKRK mehrjährig angelegte humanitäre Hilfsprojekte. Gleichzeitig gilt es lokale Strukturen zu stärken – denn die Helfer vor Ort sind am schnellsten dort, wo humanitäre Hilfe notwendig wird. Viele Flüchtlinge sind weltweit auf humanitäre Hilfe angewiesen. Ein wichtiger Ansatz ist es, bereits in den Herkunftsgebieten der Flüchtlinge Hilfe zu leisten. Das IKRK leistet dort wichtige Arbeit.  

Schließlich erfordert der weiterhin ansteigende humanitäre Bedarf weltweit, dass neue Geber ihr Engagement für humanitäre Hilfe und insbesondere das IKRK verstärken. Deutschland ermutigt und unterstützt neue Geber und Partner für das IKRK.

Wie Deutschland das IKRK unterstützt

Das IKRK hat mit deutscher Hilfe für die Isolierung der Zelte in einem Flüchtlingslager in Libanon gesorgt.

Das IKRK hat mit deutscher Hilfe für die Isolierung der Zelte in einem Flüchtlingslager in Libanon gesorgt.
© Auswärtiges Amt

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Das IKRK hat mit deutscher Hilfe für die Isolierung der Zelte in einem Flüchtlingslager in Libanon gesorgt.

Das IKRK hat mit deutscher Hilfe für die thermische Isolierung aller Zelte gesorgt.

Das IKRK hat mit deutscher Hilfe für die Isolierung der Zelte in einem Flüchtlingslager in Libanon gesorgt.

Allein 2016 hat das Auswärtige Amt humanitäre Hilfsprojekte des IKRK im Umfang von mehr als 111 Millionen Euro unterstützt. Auch in diesem Jahr wird das IKRK mit mehr als 100 Millionen Euro gefördert, vor allem in Afrika und im Nahen Osten. Besonderes Augenmerk gilt den aktuellen Hungerkrisen in Nigeria, Jemen, Südsudan und Somalia – allein dort werden mehr als 35 Millionen Euro für Menschen in Not eingesetzt.

Zum zweiten Mal nach 2000/2001 hatte Deutschland im Juli 2016 den – einjährigen – Vorsitz der IKRK Donor Support Group übernommen. Kanada übernimmt im kommenden Monat den Vorsitz von Deutschland. Als Mitglied der IKRK Donor Support Group wird sich Deutschland auch weiterhin an der strategischen Ausrichtung und Zukunftsplanung des IKRK beteiligen.

Zum Weiterlesen:

Zusammenarbeit mit humanitären Hilforganisationen

Hintergrund: Koordnisierungsausschuss Humanitäre Hilfe


Stand 13.06.2017

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