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Hungerkrise in Jemen: Deutschland sagt mehr als 100 Millionen Euro zu

Die Lage im Jemen spitzt sich zu. Auf Einladung der Vereinten Nationen, der Schweiz und Schweden hat gestern in Genf eine Geberkonferenz stattgefunden.

Ziel der Konferenz war es, mehr internationale humanitäre Hilfe zu mobilisieren und Aufmerksamkeit auf die dramatische Lage im Jemen zu lenken. Zu Beginn sagte die Vertreterin Deutschlands bei der Konferenz, die Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, Bärbel Kofler: „Angesichts der drohenden Hungersnot im Jemen und der sich seit Beginn des Krieges vor zwei Jahren ohnehin schon rapide verschlechternden humanitären Lage findet diese Geberkonferenz zum richtigen Zeitpunkt statt!“

Hunderttausende Kinder mangelernährt

Deutschland hilft z.B. beim Bau von Trinkwasserstationen.

Deutschland hilft z.B. beim Bau von Trinkwasserstationen.
© Moayed Al-Dhaibani/Oxfam

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Deutschland hilft z.B. beim Bau von Trinkwasserstationen.

Deutschland hilft z.B. beim Bau von Trinkwasserstationen.

Deutschland hilft z.B. beim Bau von Trinkwasserstationen.

In dem Land herrscht aktuell eine der größten humanitären Krisen weltweit. Seit Beginn des Konflikts im März 2015 wurden knapp 2 Millionen Jemeniten vertrieben und leben unter prekären Bedingungen in Sammelunterkünften.  18,8 Millionen Menschen – davon 9,6 Millionen Kinder – sind auf humanitäre Hilfe angewiesen. Dem Land droht eine verheerende eine Hungersnot. Schon heute sind 460.000 Kinder akut mangelernährt, 17 Millionen Jemeniten sind von Nahrungsunsicherheit betroffen. 4,5 Millionen Menschen benötigen dringend Hilfe zur Vorbeugung oder Behandlung akuter Mangelernährung. Weil Nahrungsmittel und Medikamente kaum verfügbar oder extrem teuer sind, steigen die alarmierenden Raten der Mangelernährung weiter. Der humanitäre Hilfeaufruf der Vereinten Nationen für Jemen ist jedoch bislang nur zu 15 Prozent finanziert.

100 Millionen Euro aus Deutschland

Im Rahmen der Geberkonferenz kündigte Bärbel Kofler an, Deutschland werde sich mit einem substantiellen Beitrag an der dringend benötigten humanitären Hilfe sowie ‎mit Mitteln für eine kontinuierliche Entwicklungszusammenarbeit im Jemen beteiligen. Für 2017 werden für humanitäre Hilfe in Jemen 50 Millionen Euro angekündigt sowie 55 Millionen Euro für Entwicklungszusammenarbeit. Strategische Schwerpunkte der deutschen humanitären Hilfe in Jemen sind Ernährung, Gesundheitsversorgung, Wasser-, Sanitäre Versorgung und Hygiene, sowie Schutzmaßnahmen. Die Projektförderung verfolgt den „Whole-of-Yemen“-Ansatz und bezieht sich dabei vorrangig auf Regionen mit hohem Anteil von Binnenvertriebenen, sowie auf angrenzende Länder, die Flüchtlinge aus Jemen aufgenommen haben.


Stand 26.04.2017

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