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Tschadsee-Region

Millionen Menschen sind im Nordosten Nigerias, in Kamerun, Niger und im Tschad von Ernährungsunsicherheit, Unterentwicklung und bewaffneten Auseinandersetzungen betroffen. Die Bundesregierung leistet humanitäre Hilfe für betroffene Menschen in der Region – allein im Jahr 2016 über 65 Millionen Euro.

Flucht vor dem Terror

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.
© HELP

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Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht.

Millionen Menschen sind durch die Übergriffe der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram in Nordost-Nigeria und den angrenzenden Staaten betroffen. 20.000 bis 30.000 Menschen sind der Gewalt der Gruppierung seit 2009 zum Opfer gefallen. Mehr als 2,6 Million Nigerianer wurden innerhalb des Landes vertrieben. Die Nachbarländer Nigerias haben bereits über 750.000 Flüchtlinge und Rückkehrer aus Nordnigeria aufgenommen und in den Grenzregionen Notstandsgebiete ausgerufen. Insgesamt benötigen mehr als 14 Millionen Menschen in der Region dringend humanitäre Hilfe.

Der größte humanitäre Bedarf besteht in den Bereichen Ernährung, Gesundheit, Wasser-, Sanitär- und Hygieneversorgung, Neuaufbau von Existenzgrundlagen sowie der Bereitstellung von Unterkünften. Hier liegen die Schwerpunkte der humanitären Hilfe des Auswärtigen Amts, die allein 2016 über 65 Millionen Euro betrug. Die Arbeit der Hilfsorganisationen gestaltet sich jedoch auf Grund der Sicherheitslage als schwierig, da immer wieder Angriffe auf humanitäre Helfer verübt werden und manche Gebiete gar nicht erreicht werden können.

Humanitäre Hilfe unterstützt bedürftige Menschen in Konflikten und Katastrophen, um ihr Überleben zu sichern und um ihnen eine Existenz nah ihrer ursprünglichen Heimat zu ermöglichen. Dabei koordiniert das Auswärtige Amt die humanitären Maßnahmen mit denen der Stabilisierung und Konfliktprävention, um so Anknüpfungspunkte für eine mittelfristige Entwicklung der Menschen zu bieten. Bei seinen humanitären Hilfsprojekten arbeitet das Auswärtige Amt eng mit Partnern aus dem Kreis der UN-Organisationen (z.B. Welternährungsprogramm, UN-Flüchtlingshilfswerk), mit der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und vielen Nichtregierungsorganisationen zusammen.

Hilfsgelder vervielfacht

Das Auswärtige Amt hat seine Mittel für humanitäre Hilfe in den letzten Jahren vervielfacht und dabei auch die finanzielle Unterstützung für Afrika erhöht. Allein 2016 konnte das Auswärtige Amt den Umfang der Hilfsmaßnahmen im Vergleich zum Vorjahr mehr als verdoppeln und so rund 270 Millionen Euro für Hilfsprojekte in Afrika einsetzen. Zur Bewältigung humanitärer Krisen weltweit stellte das Auswärtige Amt 2016 mehr als 1,3 Milliarden Euro zur Verfügung.

Das Auswärtige Amt wird auch in diesem Jahr sein humanitäres Engagement in den Krisenregionen Afrikas fortsetzen, um Menschen ein Überleben in Würde und Sicherheit zu ermöglichen. Als Mitgastgeber der "Humanitarian Conference on Nigeria and the Lake Chad Region" in Oslo am 24.02.2017 setzt sich Deutschland weiter dafür ein, politische und finanzielle Unterstützung für humanitäre Hilfe in der Krisenregion rund um den Tschadsee einzuwerben.

Zum Weiterlesen:

http://www.oslohumanitarianconference2017.org/


Stand 23.02.2017

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