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Internationale Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit

Mit der Strategie zur Internationalisierung von Wissenschaft und Forschung („Internationalisierungs­strategie“) von 2008, die zusammen mit der Hightech-Strategie, dem Pakt für Forschung und Innovation, dem Hochschulpakt und der Exzellenzinitiative ein wesentliches Element der deutschen Forschungspolitik ist, hat es sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt, die internationale Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands zu stärken und die Position Deutschlands in der globalen Wissensgesellschaft weiter zu verbessern. Der Zusammenarbeit und der Verschränkung zwischen der Forschungs- und Außenpolitik kommt hierbei besondere Bedeutung zu, um der deutschen Forschung den Zugang zur internationalen Forschung zu ermöglichen, sie in ihrem Bestreben um internationale Partner zu flankieren und wirksam für den Forschungs- und Innovationsstandorts Deutschland zu werben.

Das Auswärtige Amt stimmt sich mit dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das für die internationale Wissenschaftlich-Technologische Zusammenarbeit zuständig ist, eng über die Verschränkung der Außenpolitik mit der Wissenschaftlich-Technologischen Zusammenarbeit ab; kürzlich hat das BMBF eine Halbzeitbilanz vorgelegt. Für die Außenpolitik ist vor allem die bilaterale Kooperation mit wichtigen Partnerländern von Interesse. Die gilt insbesondere für Länder mit hoher Entwicklungsdynamik und bedeutenden Zukunftsmärkten und ist zudem im Hinblick auf attraktive Wissenschafts- und Technologieressourcen von strategischer Bedeutung.

Deutschland unterhält zu ca. 50 Staaten wissenschaftlich-technologische Kooperationsbeziehungen auf allen Ebenen (Regierung, Forschungseinrichtungen, Hochschulen, Privatwirtschaft, vgl. http://www.kooperation-international.de/countries/themes/wg/0/). Unser Netz von Wissenschaftsreferenten an ca. 30 Auslandsvertretungen und von Außenstellen der Forschungs- und Mittlerorganisationen leistet einen wichtigen Beitrag beim Ausbau der wissenschaftlich-technologischen Beziehungen. Wir wollen dieses Instrumentarium optimal einsetzen und ausbauen.

Deutschland gestaltet die Forschungs- und Technologiepolitik der Europäischen Union (EU) aktiv mit. Oberste Priorität genießt dabei die Schaffung des Europäischen Forschungsraums (EFR) bis 2020. Sein Ziel ist der freie Austausch von Forschern und Wissenschaftlern sowie der ungehinderte Wissens- und Technologietransfer. Eines der wichtigsten Instrumente zur Verwirklichung der Idee des EFR sind die seit dem Jahr 1984 von der Kommission durchgeführten mehrjährigen Rahmenprogramme für Forschung und technologische Entwicklung.

Das aktuelle 7. Forschungsrahmenprogramm, dotiert mit einem Gesamtbetrag von über 50 Mrd. Euro, hat eine Laufzeit von 2007 - 2013. Es soll dazu beitragen, zahlreiche Kooperationen im Rahmen konkreter und gezielter Projekte in Schlüsselbereichen der medizinischen, ökologischen, industriellen oder sozioökonomischen Forschung auszulösen. Auch für die Mobilität von Forschern, die Einbeziehung von KMU in die Projekte und die internationale wissenschaftliche Zusammenarbeit wurden erhebliche Fördermittel bereitgestellt. 


Stand 19.12.2011

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