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Unterstützung für Syrien und seine Nachbarn: London Follow-up

Die internationale Gemeinschaft hat am 4. Februar 2016 auf der Konferenz "Supporting Syria and the Region" in London rund 12 Milliarden USD an Unterstützungsleistungen bis 2020 für die Flüchtlingskrise in Syrien und den Nachbarländern zugesagt. Damit sollen die Lebensbedingungen der dort lebenden Menschen verbessert und Zukunftsperspektiven eröffnet werden.

Deutschland war neben Großbritannien, Norwegen, Kuwait und den Vereinten Nationen nicht nur einer der Gastgeber der Konferenz, sondern mit 2,3 Milliarden Euro von 2016 bis 2018 auch größter bilateraler Geber. Ein Großteil der deutschen Mittel für 2016 fließt dabei in die humanitären Hilfsprogramme der Vereinten Nationen, alleine 570 Millionen Euro an das Welternährungsprogramm. Die Umsetzung der deutschen und internationalen Zusagen von London steht derzeit im Mittelpunkt der Tätigkeit des Sonderbeauftragten für die Stabilitätspartnerschaft Mittlerer Osten.

Wir leisten in Syrien sofort wirksame Humanitäre Hilfe, planen aber auch schon jetzt stabilisierende und entwicklungsfördernde Programme für die Zeit nach einem Friedensabkommen. Gleichzeitig gilt es, die Erstaufnahmeländer Türkei, Libanon, Jordanien, Irak und Ägypten, die seit Ausbruch der Krise fast 5 Millionen syrische Flüchtlinge aufgenommen haben, zu unterstützen. Der Konferenz lag dabei der Ansatz zugrunde, nicht nur kurzfristig zu helfen, sondern Entwicklungschancen zu eröffnen.

Bildung und Beschäftigungsmöglichkeiten

Schülerinnen in einer Doppelschichtschule in Amman. Jordanische und syrische Kinder werden abwechselnd in zwei Schichten unterrichtet.

Schülerinnen in einer Doppelschichtschule in Amman. Jordanische und syrische Kinder werden abwechselnd in zwei Schichten unterrichtet.
© Thomas Imo/photothek.de

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Schülerinnen in einer Doppelschichtschule in Amman. Jordanische und syrische Kinder werden abwechselnd in zwei Schichten unterrichtet.

Schülerinnen in einer Doppelschichtschule in Amman. Jordanische und syrische Kinder werden abwechselnd in zwei Schichten unterrichtet.

Schülerinnen in einer Doppelschichtschule in Amman. Jordanische und syrische Kinder werden abwechselnd in zwei Schichten unterrichtet.

Das deutsche Engagement soll dazu beitragen, Bleibe- und Zukunftsperspektiven für syrische Flüchtlinge in der Region zu schaffen. Dabei geht es vor allem um Bildungs- und Beschäftigungsmöglichkeiten. So sollen alle Flüchtlingskinder in der Region Zugang zu Bildung erhalten. Hierfür unterstützt Deutschland z.B. das libanesische Bildungsprogramm "Reaching all Children with Education" – kurz RACE. Es gilt zu vermeiden, dass in der Konfliktregion eine verlorene Generation entsteht.

Bis Ende 2016 werden durch die Beschäftigungsinitiative Nahost des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung 50.000 Jobs in Irak, Jordanien, Libanon und der Türkei geschaffen. Dies sorgt für schnell verfügbares Einkommen und dient gleichzeitig der Instandsetzung von Straßen, Dächern und Abwasserkanälen.

Stärkung der Selbsthilfefähigkeit

Bei allen Maßnahmen ist es wichtig, nicht nur die Flüchtlinge sondern auch die einheimischen Bürger  im Blick zu haben. Deshalb zielen die Maßnahmen der Stabilitätspartnerschaft auch darauf ab, die Widerstands- und Selbsthilfefähigkeit der betroffenen Gemeinden zu stärken. Dabei können Partnerschaften auf kommunaler Ebene unterstützend wirken z.B. im Rahmen der Initiative "Kommunales Know-How für Nahost", die vorsieht, dass Städte und Gemeinden über eine Onlineplattform Partnerschaften mit Kommunen in Jordanien, im Libanon und in der Türkei übernehmen und im Rahmen ihrer Expertise gezielte Unterstützung anbieten können.

Zum Weiterlesen:

"Supporting Syria and the Region": 11 Milliarden Dollar für syrische Flüchtlinge

Flüchtlingskrise - das leistet die deutsche Außenpolitik

Humanitäre Hilfe

Krisenprävention

Engagement des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit


Stand 31.10.2016

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