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Internationaler Militäreinsatz in Afghanistan (ISAF)
Ausbildung afghanischer Einsatzkräfte
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ISAF
Die ISAF (International Security Assistance Force) gibt es seit Dezember 2001. Die Mission ist vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen mandatiert und soll die afghanische Regierung unterstützen, ein sicheres und stabiles Umfeld herzustellen und aufrecht zu erhalten.
Deutschland beteiligt sich seit dem 22. Dezember 2001 (erster Beschluss des Deutschen Bundestags) an ISAF und gehört kontinuierlich zu den größten Truppenstellern. Die deutsche Beteiligung an ISAF wurde vom Bundestag zuletzt am 26. Januar 2012 bis zum 31. Januar 2013 verlängert. Zur Erreichung der von der Londoner Afghanistan-Konferenz am 28. Januar 2010 beschlossenen und vom NATO-Gipfel am 21. November 2010 bekräftigten "Übergabe in Verantwortung" legt Deutschland den Schwerpunkt seines militärischen Engagements auf die Ausbildung afghanischer Sicherheitskräfte sowie den Schutz der afghanischen Bevölkerung. Geographisch liegt der Schwerpunkt des deutschen ISAF-Beitrags im Norden des Landes.
Deutsche Führungsverantwortung im Norden im Rahmen von ISAF
Militärausbildung in Afghanistan
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Deutschland hat innerhalb von ISAF die Führungsverantwortung im Norden Afghanistans übernommen. Derzeit führt Generalmajor Kneip das Kommando für die gesamte Region. In den Provinzhauptstädten Kundus und Faisabad hat Deutschland zwei regionale Wiederaufbauteams mit einer zivilen und einer militärischen Komponente eingerichtet. Daneben hat Deutschland von Februar 2008 bis Februar 2012 ein dauerhaftes regionales Beraterteam (Provincial Advisory Team, PAT) in Taloqan geleitet, das ebenfalls aus zivilen und militärischen Komponenten besteht. Partnerstaaten wie Norwegen, Schweden, Ungarn und die Türkei führen weitere Wiederaufbauteams im Norden. Diese Wiederaufbauteams werden im Rahmen der Übergabe der Sicherheitsverantwortung nach und nach unter zivile Leitung gestellt und schließlich in ihren Funktionen an die afghanischen Behörden übergeben. Die Leitung des Aufbauteams in Faisabad wurde Ende Dezember 2011 in zivile Hände gelegt. Ab Oktober 2012 wird das PRT Kundus an eine zivile Leitung übergeben.
Grundsätzlich ist die Arbeit der deutschen Soldatinnen und Soldaten auf Kabul und Nordafghanistan beschränkt. Deutschland unterstützt ISAF zudem afghanistanweit durch Luftüberwachung sowie Lufttransport einschließlich Verwundetentransport. Weitere Unterstützungsleistungen in anderen Teilen Afghanistans sind möglich, wenn diese zeitlich und im Umfang begrenzt sind und dies für die Erfüllung des Gesamtauftrages "unabweisbar" ist.
Wichtiger Teil der ISAF-Operation ist der von Deutschland betriebene Lufttransportstützpunkt in Termez (Usbekistan) nahe der Nordgrenze Afghanistans. In Termez werden zum Beispiel Sanitätskräfte für die schnelle Evakuierung von Kranken und Verletzten aus Afghanistan (MEDEVAC) bereit gehalten.
Erste Mandatierung durch die Vereinten Nationen bereits 2001
Bis Mitte 2006 operierte ISAF ausschließlich in der Hauptstadt Kabul sowie im Norden und Westen des Landes. Seit dem 31. Juli 2006 hat ISAF auch die Verantwortung für die Südregion übernommen. Am 5. Oktober 2006 folgte die Ausdehnung auf den Osten, um die dort bis dahin von der US-geführten Operation Enduring Freedom (OEF) geleistete Stabilisierungs- und Aufbauarbeit fortzuführen und noch auszubauen. Insgesamt beteiligen sich zur Zeit 50 Nationen mit etwa 130.000 Soldatinnen und Soldaten an ISAF. Die NATO wird in Afghanistan neben dem ISAF-Kommandeur, US-General Allen, vom Hohen Zivilen Repräsentanten, Botschafter Sir Simon Gass, vertreten. ISAF kann zur eigenen Verteidigung wie auch zum Schutz der afghanischen Regierung und der Bevölkerung im Rahmen des Unterstützungsauftrags Waffengewalt anwenden. Das VN-Mandat autorisiert ISAF, "alle erforderlichen Maßnahmen einschließlich der Anwendung militärischer Gewalt zu ergreifen, um den Auftrag gemäß der Resolution des Sicherheitsrates durchzusetzen".
Mehr Informationen zum ISAF-Einsatz:
Externer Link, öffnet in neuem FensterWebsite der Bundeswehr
Stand 15.05.2012
