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Sicherheitsübergabe an Afghanistan in Faisabad

Erstmals hat die Bundeswehr mit Badakshan die Sicherheitsverantwortung für eine größere Region an die afghanischen Sicherheitskräfte übergeben. Der Deutsche Botschafter in Afghanistan, Rüdiger König, bezeichnete dies als Erfolg, betonte aber auch, dass Deutschland und die Staatengemeinschaft Afghanistan auch nach Abschluss der Transition 2014 nicht im Stich lassen werden.

Der zivile Leiter des Regionalen Wiederaufbauteams Faisabad, Helmut Landes, gab am 24. Januar den Startschuss für den Übergangsprozess in der entlegenen Provinz. Aber was bedeutet die Übergabe für die Afghanen, welche Emotionen verbindet die Bevölkerung damit? Freude, Stolz oder Angst? 

Die Übergabezeremonie hat einen Eindruck davon vermittelt. Alle Redner von afghanischer Seite waren überaus dankbar für das Engagement der Deutschen und nahmen die neue Verantwortung stolz und als Chance der eigenen Zukunftsgestaltung auf. 

Entsprechend ruhig und freundlich war die Stimmung in dem überfüllten Versammlungssaal. Die Realität hielt aber schon beim Verlassen des Gebäudes wieder Einzug. Die ganze Stadt war für den Normalbürger gesperrt, wurde mit viel Militär bewacht und hat vielen einen freien Tag beschert.

Transition und Transformation

Botschafter König  © AA

Botschafter König
© AA

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Botschafter König

Botschafter König

Botschafter König

Die Transition - die Übergabe der Sicherheitsverantwortung von den internationalen Truppen an die afghanische Seite - hat im Juli 2011 begonnen. Im Februar 2012 werden fast 50% der afghanischen Bevölkerung in Transitionsgebieten leben. Bis Ende 2014 soll die Transition abgeschlossen sein und alle internationalen Kampftruppen das Land verlassen haben.

Während der internationalen Afghanistan-Konferenz in Bonn im Dezember 2011 wurde ein strategischer Konsens zwischen Afghanistan über die Ausgestaltung der Übergabe, aber auch über die nachfolgende "Transformationsdekade" 2015-2024 geschlossen. Auch nach 2014 soll Afghanistan weiter unterstützt werden, insbesondere im Bereich der Entwicklungszusammenarbeit.


Stand 26.01.2012