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Frauen, Frieden und Sicherheit

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen (UN) befasst sich in regelmäßigen Abständen mit der Rolle von Frauen bei der Friedenssicherung und in Konflikten. Er bestätigt damit, dass Gleichstellung, Teilhabe und Schutz von Frauen zentrale Bestandteile von Außen- und Sicherheitspolitik sind. Die aktive Einbindung von Frauen in allen Phasen der Konfliktprävention und Konfliktbewältigung sowie der Schutz von Frauen und Mädchen vor sexueller Gewalt und Vergewaltigung in bewaffneten Konflikten sind die übergeordneten Ziele von Resolution 1325 (2000) des UN-Sicherheitsrats.

Die Bundesregierung unterstützt diese Arbeit und setzt sich in verschiedenen Bereichen dafür ein, die Rolle von Frauen bei Friedenssicherung und Konfliktprävention zu stärken. "Frauen haben bei Krisenprävention und Konfliktbewältigung eine aktive Rolle", so Außenminister Frank-Walter Steinmeier. "Frieden können wir nur gemeinsam sichern."

Nationaler Aktionsplan der Bundesregierung

Die Bundesrepublik trägt auf verschiedener Wegen zur Umsetzung der Resolution 1325 (2000) (PDF, 25 KB) bei. Am 19. Dezember 2012 verabschiedete die Bundesregierung einen nationalen Aktionsplan, der die Umsetzung der Resolution verbessern soll.  

Der Aktionsplan zur Umsetzung von Resolution 1325 bündelt die bisher bestehenden Aktivitäten Deutschlands in diesem Bereich. So wird beispielsweise deutsches ziviles und militärisches Personal geschult, das in von den UN geführte oder mandatierte Friedenseinsätze entsandt wird. Ebenfalls gibt es Projekte, bei denen es um die Beteiligung von Frauen an der Bewältigung konkreter Konflikte geht.

Aktionsplan der Bundesregierung zur Umsetzung von Resolution 1325 des VN-Sicherheitsrats für den Zeitraum 2013-2016 (PDF, 646 KB)

Der 4. Bericht der Bundesregierung über Maßnahmen zur Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1325 wurde im Mai 2014 dem Bundestag übermittelt. Der Bericht gibt einen Überblick über die Aktivitäten und Maßnahmen der Bundesregierung zur Umsetzung der Resolution 1325 für den Zeitraum August 2010 bis Dezember 2013 im internationalen aber auch nationalen Rahmen.

Vierter Bericht der Bundesregierung zur Umsetzung der Resolution 1325 (April 2014) (PDF, 634 KB)

Folgeresolutionen

Die Verabschiedung von insgesamt sechs Folgeresolutionen des Sicherheitsrats zeugt vom Willen der Staatengemeinschaft, die Ziele von Resolution 1325  konzeptionell weiter auszugestalten. Das Resolutionspaket zu „Frauen, Frieden und Sicherheit“ umfasst neben der Ursprungsresolution 1325 (2000) derzeit folgende Folgeresolutionen: http://www.un.org/en/peacekeeping/issues/women/wps.shtml

Querschnittsthema der Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik

Neben ihrem Engagement für die Ziele von Resolution 1325 in den Vereinten Nationen, in der Europäischen Union, NATO, OSZE und anderen internationalen Organisationen und Foren hat die Bundesregierung in den Jahren 2010 bis 2013 insgesamt 108 Projekte und Maßnahmen mit Relevanz für die Umsetzung von Resolution 1325 in Höhe von rund 240 Millionen Euro gefördert. Die Bundesregierung begreift die Umsetzung der Resolution 1325 als Querschnittsthema, das bei Entscheidungen, Aktivitäten und Projekten ihrer Außen-, Sicherheits- und Entwicklungspolitik berücksichtigt wird.

Auf Ebene der Vereinten Nationen gehört Deutschland der "Freundesgruppe der Resolution 1325" an, in der Informationen zur Umsetzung ausgetauscht und gemeinsame Positionen und Initiativen abgestimmt werden können. Deutschland nimmt an den offenen Debatten im Sicherheitsrat zur Umsetzung von Resolution 1325 teil und setzt sich für die Berücksichtigung der in der Resolution enthaltenen Forderungen in allen VN-Gremien ein.

EU Task Force zu Frauen, Frieden und Sicherheit

Auf europäischer Ebene findet die Resolution 1325 im Rahmen der Europäischen Sicherheits- und Verteidigungspolitik Anwendung. Die EU hat Richtlinien für die Umsetzung der Resolution in europäischen Friedenseinsätzen entwickelt und Ratsschlussfolgerungen zur Berücksichtigung von Gleichstellungsaspekten im Krisenmanagement erlassen.

Als regelmäßiger Teilnehmer der "EU Task Force zu Frauen, Frieden und Sicherheit" wirkt Deutschland an Entscheidungen und Aktivitäten der EU zur Umsetzung von Resolution 1325 mit. Die Task Force setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern der EU-Kommission, des Ratssekretariats und einiger Mitgliedstaaten. Eine EU-Webseite in englischer Sprache gibt einen Überblick über die Aktivitäten der Task Force und enthält relevante Dokumente.

Weitere Informationen

UN WomenWatch

Frauenrechte und deutsches Engagement

Deutsche Beteiligung an Friedensmissionen


Stand 18.09.2015

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