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Frieden braucht Frauen

Frauen spielen eine besondere Rolle bei Friedenssicherung und Konfliktprävention - daher fordert der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen seit langem, sie verstärkt einzubinden. Die Bundesregierung hat am 19. Dezember einen Nationalen Aktionsplan verabschiedet, der die Umsetzung der Sicherheitsratsresolution 1325 aus dem Jahr 2000 verbessern soll. Diese Resolution zu "Frauen, Frieden und Sicherheit" fordert, dass Frauen auf vielfältige Weise in die Ausgestaltung von Friedensprozessen eingebunden werden.

Deutschland gehörte von Beginn an zu den engagierten Förderern der Ziele dieser Resolution, die dazu aufruft, Frauen verstärkt in die Krisenprävention, Konfliktbewältigung und Friedenskonsolidierung einzubeziehen und sie vor geschlechtsspezifischer und insbesondere sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten zu schützen. 

"Konflikte lassen sich nur dauerhaft überwinden, wenn die Rechte und Bedürfnisse aller Bevölkerungsgruppen berücksichtigt werden", erklärte Außenminister Westerwelle zur Verabschiedung des Aktionsplans. "Wir wissen seit langem, dass Frauen eine herausragende Rolle bei der Lösung von Konflikten spielen." Gerade auch während seiner Mitgliedschaft im Sicherheitsrat in den Jahren 2011 und 2012 hat sich Deutschland nachdrücklich dafür eingesetzt, dass die Resolution international umgesetzt wird.

Aktivitäten werden gebündelt

Der Aktionsplan zur Umsetzung von Resolution 1325 bündelt die bisher bestehenden Aktivitäten Deutschlands in diesem Bereich. Außerdem nimmt er Anregungen aus dem Bundestag sowie von Nichtregierungsorganisationen und aus der Wissenschaft auf. Die Bundesregierung folgte mit der Erstellung des Aktionsplans einer Empfehlung des Generalsekretärs der Vereinten Nationen.

Die Bundesregierung setzt sich bisher in verschiedenen Bereichen dafür ein, die Rolle von Frauen bei Friedensssicherung und Konfliktprävention zu stärken. So wird beispielsweise deutsches ziviles und militärisches Personal geschult, das in von den Vereinten Nationen geführte oder mandatierte Friedenseinsätze entsandt wird. Ebenfalls gibt es Projekte, bei denen es um die Beteiligung von Frauen an der Bewältigung konkreter Konflikte geht. Außerdem fördert die Bundesregierung Aktivitäten der Vereinten Nationen, die die Beteiligung von Frauen an Friedensprozessen oder deren Schutz in Konflikten zum Ziel haben.


Stand 19.12.2012

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