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Uruguay

Außenpolitik

Stand: Februar 2017

Ziele

Die Außenpolitik Uruguays setzt grundsätzlich auf einen Ausbau der Handelsbeziehungen, eine Stärkung der regionalen Zusammenarbeit und des internationalen Rechts, sowie eine aktive Mitarbeit in den Vereinten Nationen. Die Beziehungen zu den Staaten der Europäischen Union einschließlich Deutschlands sind eng.


MERCOSUR

Uruguay ist neben Argentinien, Brasilien und Paraguay Gründungsmitglied des Mercado Común del Sur (MERCOSUR; "gemeinsamer Markt des Südens"; Vertrag von Asunción von 1991). Der Sitz des MERCOSUR-Sekretariats und seit 2007 auch des MERCOSUR-Parlaments befindet sich in Montevideo.

Uruguay setzt sich für eine verstärkte Zusammenarbeit innerhalb des MERCOSUR auf dem Weg hin zu einem gemeinsamen Markt ein. Die regionale Integration im MERCOSUR soll über die reinen Handelsaspekte hinaus ergänzt werden durch eine politische, soziale und kulturelle Integration zwischen den Ländern der Region.

Mit einem kleinen Binnenmarkt ist Uruguay in seiner wirtschaftlichen Entwicklung deutlich stärker als Argentinien und Brasilien vom Export abhängig. Konjunkturelle Schwankungen oder finanzielle Probleme wichtiger Handelspartner wie aktuell in Brasilien und Argentinien beeinflussen Uruguays Wirtschaft stark.

Zusätzlich zu ihrem Einsatz für verbesserte Absatzmöglichkeiten innerhalb des MERCOSUR strebt die uruguayische Regierung auch nach einem Ausbau der Handelsbeziehungen zu Ländern außerhalb des MERCOSUR. Reisen der Staatsführung u.a. nach China, Südkorea, Spanien, Deutschland, Frankreich, dienten deisem Ziel. Uruguay hat ein Freihandelsabkommen mit Mexiko abgeschlossen und Beobachterstatus bei der Pazifik-Allianz (Chile, Kolumbien, Mexiko, Peru) erlangt.

Im Juli 2012 wurde Venezuela als Mitglied in den MERCOSUR aufgenommen. Venezuela wird als eine komplementäre Wirtschaft gesehen, die Absatzmärkte für uruguayische Produkte bietet. Die aktuellen wirtschaftlichen und politischen Schwierigkeiten in Venezuela haben jedoch zu einem spürbaren Rückgang des bilateralen Handels geführt. Aufgrund mangelnder Übernahme der gemeinsamen MERCOSUR-Regeln in nationales Recht droht Venezuela aber derzeit ein Verlust der Mitgliedschaft. Uruguay sucht hier eine vermittelnde Haltung zwischen den übrigen MERCOSUR Mitgliedern und Venezuela einzunehmen.


EU-MERCOSUR-Verhandlungen

Die Beziehungen Uruguays zur EU sind gut. Uruguay setzt sich für einen zügigen Abschluss der Verhandlungen über ein Assoziierungsabkommen zwischen dem MERCOSUR und der EU ein. Die nächste Verhandlungsrunde findet im März 2017 statt.


Uruguay in internationalen Organisationen

Uruguay ist Mitglied in allen wichtigen internationalen Organisationen. Als kleines Land ohne großes politisches, wirtschaftliches oder militärisches Gewicht setzt das Land auf die strikte Einhaltung der VN-Charta (Nichteinmischung). Uruguay ist gemessen an seiner Einwohnerzahl einer der größten VN-Truppensteller ("Blauhelme"). Die Soldaten werden unter anderem in Haiti und im Kongo eingesetzt.

Uruguay gehört dem Sicherheitsrat der Vereinten Nationen 2016-17 als nichtständiges Mitglied an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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