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Uganda

Wirtschaftspolitik

Stand: Oktober 2011

Grundlinien der Wirtschaftspolitik

Seit Anfang der 1990er Jahre hat Uganda, dank enger Abstimmung mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), durch eine solide gesamtwirtschaftliche Steuerung eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage erzielt. Die seit Jahren in Abstimmung mit den Gebern verfolgte Armutsbekämpfungsstrategie zeigt Erfolge; die Armutsrate wurde erheblich reduziert: Sie fiel von 56 Prozent (1992) auf unter 30 Prozent im Jahr 2010.

IWF, Weltbank und bilaterale Geber honorieren die entwicklungspolitischen Bemühungen Ugandas durch umfangreiche Neuzusagen, um das Land bei der Armutsbekämpfung zu unterstützen. Korruption bleibt jedoch ein Hindernis auf dem Weg zu mehr Wohlstand. 

Wichtigste Geber sind die Weltbank, UNDP (United Nations Development Programme), Europäische Union und Afrikanische Entwicklungsbank sowie bilateral USA, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande, Norwegen, Irland, Japan und Deutschland.

Wirtschaftliche Lage

Uganda verzeichnete in den letzten 20 Jahren ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 10 Prozent (2010 ca. 7 Prozent). Die Inflationsrate konnte langfristig gesenkt werden (1990: 22 Prozent, 2010: rund 6 Prozent). Anziehende Preise für Öl und Lebensmittel haben die aktuelle Inflationsrate jedoch wieder auf über 20 Prozent steigen lassen. Das Land bemüht sich weiter um Konsolidierung des zu rund 30 Prozent geber-abhängigen Staatshaushalts. Mittelfristig dürfte dies angesichts der erwarteten Öleinnahmen voraussichtlich auch gelingen.

Wirtschaftssektoren

Der in Hinsicht auf die Beschäftigung dominierende Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, in der rund 85 Prozent der Bevölkerung beschäftigt sind. Da es sich vorwiegend um Subsistenzwirtschaft handelt, beträgt der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt jedoch nur circa 23 Prozent. Die Landwirtschaft ist dennoch mit Abstand größter Devisenbringer des Landes. Knapp über die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts (BIP) wird im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Erdölfunde entlang des Albert-Grabens lassen steigende Staatseinnahmen sowie einen allgemeinen Aufschwung für die Wirtschaft erwarten. Mit Beginn der kommerziellen Förderung ist nicht vor 2015 zu rechnen.

Auch der rege Wirtschaftsaustausch mit dem Südsudan sowie der Wiederaufbau des seit einigen Jahren befriedeten Nordens wirken sich stimulierend auf die Wirtschaft aus.

Außenhandel

Bei den Ausfuhrprodukten steht Kaffee (überwiegend Robusta) mit 17,5 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Fisch und Fischprodukten (7,9 Prozent) und in geringerem Umfang weiteren landwirtschaftlichen Produkten (Blumenstecklinge, Tabak, Tee, Baumwolle sowie Obst und Gemüse). 2010 exportierte Uganda Waren im Wert von 2,15 Milliarden US-Dollar, davon 42 Prozent in COMESA Staaten, 16,7 Prozent in die EU. Der Wert des Imports betrug 4,7 Milliarden US-Dollar, davon 41,8 Prozent aus Asien (vor allem aus China und Indien), 15,4 Prozent aus der EU, 14,2 Prozent aus COMESA-Staaten. Importe aus Asien, besonders aus der Volksrepublik China haben sich seit 2006 mehr als verdoppelt (Quelle: Uganda Bureau of Statistics).

Innerhalb der EU ist Deutschland größter Handelspartner mit einem Volumen von 180 Millionen Euro im Jahr 2010.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.