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Uganda

Wirtschaftspolitik

Stand: Oktober 2015

Grundlinien der Wirtschaftspolitik

Seit Anfang der 1990er Jahre hat Uganda, dank enger Abstimmung mit der Weltbank und dem Internationalen Währungsfonds (IWF), durch eine solide gesamtwirtschaftliche Steuerung eine deutliche Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Lage erzielt. Die in Abstimmung mit den Gebern verfolgte Armutsbekämpfungsstrategie zeigt Erfolge; die Armutsrate wurde erheblich reduziert: Sie fiel von 56 Prozent (1992) auf circa 22 Prozent im Jahr 2013.

Im gleichen Zeitraum stieg allerdings die Ungleichverteilung von Vermögen innerhalb Ugandas an. Auch liegt die Armutsrate im Norden und Nordosten deutlich über jener des Südwestens und diese wiederum deutlich über jener der Hauptstadt.

IWF, Weltbank und bilaterale Geber honorieren die entwicklungspolitischen Bemühungen Ugandas durch umfangreiche Neuzusagen, um das Land bei der Armutsbekämpfung zu unterstützen. Korruption bleibt jedoch ein Hindernis auf dem Weg zu mehr Wohlstand. 

Wichtigste Geber sind die Weltbank, Europäische Union und Afrikanische Entwicklungsbank sowie bilateral USA, Großbritannien, Dänemark, Schweden, Niederlande, Norwegen, Irland, Japan und Deutschland.

Wirtschaftliche Lage

Uganda verzeichnete in den letzten 20 Jahren ein jährliches Wirtschaftswachstum zwischen 5 und 10 Prozent. Im Jahr 2014 betrug das Wachstum 4,5 Prozent. Die Wachstumsrate ist zudem vor dem Hintergrund eines anhaltend hohen Bevölkerungswachstums zu sehen, das sich wegen des Fehlens einer aktiven Bevölkerungspolitik auch in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Die Inflationsrate lag Ende 2014 bei 5 Prozent. Aufgrund einer 27-prozentigen Abwertung des ugandischen Schilling gegenüber dem US-Dollar in den letzten vier Monaten hat sich der Anstieg der Inflation auf zuletzt 6,7 Prozent (auf Jahresbasis, Stand September 2015) beschleunigt. Der Staatshaushalt ist zu rund 20 Prozent geberabhängig.

Wirtschaftssektoren

Rund 80 Prozent der Bevölkerung sind in der Landwirtschaft tätig. Da es sich vorwiegend um Subsistenzwirtschaft handelt, beträgt der Anteil der Landwirtschaft am Bruttoinlandsprodukt jedoch nur rund 22 Prozent.

Knapp über die Hälfte des Bruttoinlandsprodukts wird im Dienstleistungssektor erwirtschaftet. Zweitgrößter Sektor ist das verarbeitende Gewerbe mit gut 26 Prozent. Die Landwirtschaft ist der größte Devisenbringer des Landes. Die informelle Wirtschaft, die den größten Sektor darstellt, bleibt in dieser Statistik unberücksichtigt.

Besondere Bedeutung für die Wirtschaft haben Erdöl-Funde entlang des Albert-Grabens. Sofern sich diese wie prognostiziert wirtschaftlich fördern lassen, könnte sich dies positiv auf die Staatseinnahmen und die Binnenwirtschaft auswirken. Aufgrund des aktuellen niedrigen Weltmarktpreises für Öl und der noch nicht vorhandenen Infrastruktur (Pipeline) zur Weiterleitung des Öls an die Küste und damit auf den Weltmarkt ist mit dem Beginn der kommerziellen Förderung nicht vor 2020 zu rechnen.

Uganda ist zudem aktiv um Ausweitung des Außenhandels und die Einwerbung ausländischer Investitionen bemüht. Im Mittelpunkt steht dabei eine Verstärkung der Handelsbeziehungen innerhalb der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC). Uganda tritt in diesem Zusammenhang aktiv für die Abschaffung von Zollschranken ein.

Außenhandel

Bei den Ausfuhrprodukten steht Kaffee (überwiegend Robusta) an erster Stelle, gefolgt von Fisch/Fischprodukten und, in geringerem Umfang, von weiteren landwirtschaftlichen Produkten (Blumenstecklinge, Tabak, Tee, Baumwolle sowie Obst und Gemüse). 

2014 exportierte Uganda Waren im Wert von 2,8 Milliarden US-Dollar. Wichtigster Handelspartner mit einem Anteil von etwa 50Prozent sind die COMESA-Staaten, gefolgt von der EU mit ca. 20 Prozent.

Der Wert der Importe betrug im Jahr 2014 rund 5,2 Milliarden US-Dollar, davon über 40 Prozent aus Asien (vor allem China, Indien), 15 Prozent aus der EU und 14 Prozent aus COMESA-Staaten. Importe aus Asien, besonders aus der Volksrepublik China sind in den vergangenen Jahren besonders stark gestiegen.

Innerhalb der EU ist Deutschland ein bedeutender Handelspartner mit einem Volumen von über 188 Millionen Euro (2014).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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