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Turkmenistan

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Februar 2016

Politik

Turkmenistan sieht in Deutschland - neben der Russischen Föderation, China, der Türkei und den USA - einen bevorzugten außenpolitischen Partner. Die politischen Beziehungen werden zunehmend ausgebaut.

Seit 2011 werden jährlich deutsch-turkmenische politische Konsultationen durchgeführt.


Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber weiter ausbaufähig. Deutschland ist wichtigster Außenhandelspartner innerhalb der Europäischen Union; insbesondere im Technologie- und Gesundheitssektor sind deutsche Produkte sehr geschätzt.

Der bilaterale Handel mit Turkmenistan belief sich 2014 auf 414,3 Mio. EUR. Die Zahlen im Einzelnen:

  • Einfuhr aus Turkmenistan im Jahr 2014: 138,7 Mio. EUR; (2013: 9,7 Mio. EUR)
  • Ausfuhr nach Turkmenistan 2014: 275,5 Mio. EUR (2013: 388,4 Mio. EUR)
  • 2014 lag Turkmenistan nach Kasachstan und Usbekistan an 3. Stelle im Umsatz der zentralasiatischen Staaten mit Deutschland.

Rund 100 Projekte mit deutschen Investitionen oder Partnern sind in Turkmenistan registriert.

Die deutsche Wirtschaft ist in Turkmenistan mit über 50 Firmen vertreten (davon 19 Firmen mit Niederlassungen oder deutschen Repräsentanten); beispielsweise sind Wintershall/BASF und RWE vor Ort.

Es bestehen folgende bilaterale Abkommen:

  • Luftverkehrs-Abkommen vom 19.02.2001
  • Investitionsschutz- und -förderungsabkommen vom 28.08.1997, in Kraft seit 19.02.2001
  • Doppelbesteuerungsabkommen vom 24.11.1981 (Fortgeltung), zur Zeit unter Revision

Es gibt einen Delegierten der deutschen Wirtschaft für Zentralasien mit Sitz in Almaty (Kasachstan).

Deutschland unterhält mit Turkmenistan ein bilaterales Managerfortbildungs-Programm. Danach werden pro Jahr jeweils rund 25 Personen nach Deutschland eingeladen.


Kultur

Grundlage der deutsch-turkmenischen Kulturbeziehungen ist das Kulturabkommen, das 2002 in Kraft getreten ist. Seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Berdymuchamedow öffnet sich Turkmenistan nach und nach auch für kulturellen Austausch.

An Stipendienangeboten des DAAD besteht reges Interesse. In Turkmenistan arbeiten drei vom DAAD entsandte Lehrkräfte.

2009 konnte die erste turkmenische Partnerschule für das weltweite Netzwerk 'Schulen: Partner der Zukunft' gewonnen werden, 2013 kam eine zweite Partnerschule hinzu. Seit September 2013 arbeitet ein deutscher Programmlehrer in Aschgabat.


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