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Turkmenistan

Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2016

Politik

Turkmenistan sieht in Deutschland - neben der Russischen Föderation, China, der Türkei und den USA - einen bevorzugten außenpolitischen Partner. Die politischen Beziehungen werden zunehmend ausgebaut.

Seit 2011 werden jährlich deutsch-turkmenische politische Konsultationen durchgeführt. Im August 2016 besuchte der turkmenische Präsident Berdimuhamedov Berlin.


Wirtschaft

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind gut, aber weiter ausbaufähig. Deutschland ist wichtigster Außenhandelspartner Turkmenistans innerhalb der Europäischen Union; insbesondere im Technologie- und Gesundheitssektor sind deutsche Produkte sehr geschätzt.

Der bilaterale Handel mit Turkmenistan belief sich 2015 auf 315,2 Mio. EUR. Die Zahlen im Einzelnen:

  • Einfuhr aus Turkmenistan im Jahr 2015: 9,5 Mio. EUR; (2014: 138,7 Mio. EUR)
  • Ausfuhr nach Turkmenistan 2015: 305,7 Mio. EUR (2014: 275,5 Mio. EUR)
  • 2015 lag Turkmenistan nach Kasachstan und Usbekistan an 3. Stelle im Umsatz der zentralasiatischen Staaten mit Deutschland.

Rund 100 Projekte mit deutschen Investitionen oder Partnern sind in Turkmenistan registriert.

Die deutsche Wirtschaft ist in Turkmenistan mit über 50 Firmen vertreten (davon 19 Firmen mit Niederlassungen oder deutschen Repräsentanten).

Es bestehen folgende bilaterale Abkommen:

  • Luftverkehrs-Abkommen vom 19.02.2001
  • Investitionsschutz- und -förderungsabkommen vom 28.08.1997, in Kraft seit 19.02.2001
  • Revidiertes Doppelbesteuerungsabkommen am 29.08.2016 unerzeichnet

Es gibt einen Delegierten der deutschen Wirtschaft für Zentralasien mit Sitz in Almaty (Kasachstan).

Deutschland unterhält mit Turkmenistan ein bilaterales Managerfortbildungs-Programm. In dessen Rahmen werden pro Jahr jeweils rund 25 Personen nach Deutschland eingeladen.


Kultur

Grundlage der deutsch-turkmenischen Kulturbeziehungen ist das Kulturabkommen, das 2002 in Kraft getreten ist. Seit dem Amtsantritt von Staatspräsident Berdymuchamedow öffnet sich Turkmenistan nach und nach für kulturellen Austausch.

An den Stipendienangeboten des DAAD besteht reges Interesse und jedes Jahr können junge Turmenen und Turk,eninnen von dem Angebot profitieren. In Turkmenistan arbeiten drei vom DAAD entsandte Lehrkräfte.

Jedes Jahr nehmen mehrere turkmenische Deutschlehrerinnen und Lehrer am Hospitations- und Fortbildungsprogramm des Pädagogischen Austauschdienstes (PAD) in Deutschland teil. Im Rahmen des Prämienprogramms des PAD reisen in jedem Jahr 2 turkmenische Schülerinnen und Schüler nach Deutschland.

2009 konnte die erste turkmenische Partnerschule für das weltweite Netzwerk 'Schulen: Partner der Zukunft' gewonnen werden, 2013 kam eine zweite Partnerschule hinzu. Seit 2015   arbeitet eine Fachschaftsberaterin der ZfA in Aschgabat.


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