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Tansania

Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2017

Wirtschaftliche Beziehungen

Im Gegensatz zum Handel mit Subsahara-Afrika insgesamt (einschließlich Sudan und Südsudan), der 2014 um 2,4 Prozent zurückging, entwickelte sich der Handel mit Tansania positiv. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Deutschland und Tansania war in der vergangenen Dekade dynamisch gewachsen und erreichte den zwischenzeitlich höchsten Stand im Jahr 2012. Das bilaterale Handelsvolumen stagniert seit 2010 und lag 2015 bei 286 Millionen Euro.

Die Importe aus Tansania lagen bei 166 Mio. Euro, Exporte aus Deutschland bei 120 Millionen Euro.

Die wichtigsten deutschen Exportgüter nach Tansania waren im Jahr 2016 Maschinen, Erzeugnisse der Landwirtschaft und Jagd, Chemische Erzeugnisse und Datenverarbeitungsgeräte. Deutschland importierte 2016 aus Tansania hauptsächlich Erzeugnisse der Landwirtschaft und Jagd, Erze, sonstige Waren, Nahrungsmittel und Futtermittel.

Entwicklungspolitische Beziehungen

Tansania ist seit langem eines der wichtigsten Partnerländer der deutschen Entwicklungszusammenarbeit in Subsahara-Afrika. Die Entwicklungszusammenarbeit beläuft sich von 2015 bis 2017 auf 158,5 Millionen Euro (BMZ).

Hinzu kommen staatliche Zuschüsse für entwicklungspolitische Maßnahmen der deutschen Kirchen, Nichtregierungsorganisationen und politischen Stiftungen. Gesundheit, Wasserver- und Abwasserentsorgung und Biodiversität sind die Schwerpunkte der bilateralen Zusammenarbeit. Ergänzt wird dies durch ein Programm zur Förderung erneuerbarer Energien und ein durch die EU und die Schweiz kofinanziertes Programm zur Stärkung guter Regierungsführung, mit dem Obersten Rechnungshof als Hauptpartner. Zudem unterstützt die deutsche Entwicklungszusammenarbeit die regionale Integration in der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) durch Beratung über die GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) sowie Maßnahmen der finanziellen Zusammenarbeit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) mit einem Schwerpunkt im Gesundheitssektor; außerdem finanzierte Deutschland das 2012 fertiggestellte neue Gebäude der EAC in Arusha/Tansania.

Seit 2011 ist Deutschland durch den bilateralen Botschafter auch bei der Ostafrikanischen Gemeinschaft (EAC) vertreten. Deutschland ist ältester und wichtiger Geber mit bisher insgesamt 213 Mio. Euro, der auch das EAC-Gebäude in Arusha finanzierte. Zur Stärkung dieser dynamischen afrikanischen Regionalorganisation unterstützt Deutschland das EAC-Sekretariat und leistet Beratung für die Schaffung des Gemeinsamen Marktes, der Zollunion und der Vorbereitung der Währungsunion (2015 mit Neuzusagen in Höhe von 67 Mio. Euro).

Kulturelle Beziehungen

Schwerpunkte der bilateralen Kulturbeziehungen sind der akademische Austausch sowie Projekte im Bereich des Kulturerhalts und der Förderung des Schul- und Breitensports in Tansania. Leuchtturmprojekt im Bereich der Hochschulzusammenarbeit ist das "Tansanisch-deutsche Fachzentrum für Rechtswissenschaften" an der Universität Daressalam in Zusammenarbeit mit der Universität Bayreuth. Das Goethe-Institut in Daressalam bietet Sprachkurse und kulturelle Programme an und wird daher sehr sichtbar wahrgenommen. Im Hinblick auf die Ausstellung zur deutschen Kolonialzeit 2016-2017 im Deutschen Historischen Museum bestand eine Zusammenarbeit mit dem Nationalmuseum und dem Nationalarchiv Daressalam. Es gibt zahlreiche Kirchen-, Schul-, Universitäts- sowie Städtepartnerschaften, darunter Eckernförde - Tanga, Hamburg - Daressalam, Tübingen – Moshi, Würzburg – Mwanza , Kiel – Moshi und seit 2017 Potsdam-Sansibar.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Tansania ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Mehr dazu:

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