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Sri Lanka

Wirtschaft

Stand: März 2017

Wirtschaftspolitik

Die nach der Parlamentswahl im August 2015 gebildete Koalitionsregierung zwischen SLFP und UNP verfügt im Parlament über eine eigene Mehrheit von Abgeordneten, die eine wirtschaftsfreundliche Gesetzgebung ermöglicht. Die wichtigsten wirtschaftspolitischen Ziele der Regierung sind: Schaffung neuer Arbeitsplätze, Verbesserung der Einkommensverhältnisse, Schaffung eines attraktiven Standorts für ausländische Investitionen. Die Regierung ist insbesondere auch an einem Ausbau der Handels- und Wirtschaftsbeziehungen zu westlichen Staaten interessiert.

Der Tourismus verbucht seit Jahren steigende Zahlen. Aus Deutschland kamen 2016 rund 133.000 Touristen nach Sri Lanka. Im Vergleich zum Vorjahr (116.000) bedeutet dies eine Steigerung um 14,7%. Neben der von der Regierung angekündigten Verbesserung der rechtlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen kann der Standort Sri Lanka mit einer liberalen Wirtschaftsverfassung, Investitionsanreizen, einer hohen Alphabetisierungsrate und einer modernen Infrastruktur punkten. „Economic Diplomacy“ soll zu einem wichtigen Eckpfeiler der sri-lankischen Außenpolitik werden.

Im „Doing Business Index“ der Weltbank erreichte Sri Lanka 2016 Rang 110 von 190. 80 Prozent des Bruttoinlandsproduktes werden von der privaten Wirtschaft erbracht. Allerdings stellen eine nach wie vor sozialistisch geprägte Arbeitsgesetzgebung, und unklare bürokratische Entscheidungsabläufe für ausländische Investoren ein Hindernis dar. 2015 sind über die Investitionsbehörde Board of Investment 970 Mio. USD an ausländischen Investitionen zugeflossen (Vorjahr 1,5 Mrd. USD), davon 14,5 Mio. USD (7,3 Mio. USD) aus Deutschland.).


Wirtschaftsdaten

Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) wuchs 2015 real um 4,8%; für 2016 wird mit einem Wachstum von 5% gerechnet. 2015 betrug es 81,1 Mrd. USD, das waren pro Kopf der Bevölkerung 3.920 USD.

Die Arbeitslosigkeit liegt bei ca. 4,2%. Problematisch ist die hohe Jugendarbeitslosigkeit von ca. 20%.

Die wirtschaftliche Entwicklung Sri Lankas weist große regionale Unterschiede auf. Wirtschaftliches Zentrum ist die Region um Colombo, die fast die Hälfte der gesamten Wirtschaftsleistung erbringt. Der Großraum Colombo soll zur "Western Region Megapolis" ausgebaut werden. Nach einer Inflationsrate von 0,9% in 2015 wird für 2016 mit 3,9% gerechnet.

Die öffentliche Verschuldung lag 2015 bei 76% des BIP; ein ähnlicher Wert wird für 2016 erwartet. Der IWF bewilligte Sri Lanka im Juni 2016 einen Kredit i.H.v. 1,5 Mrd. USD (Extended Fund Facility). Seit Längerem mahnt er Maßnahmen zur Erhöhung der Steuereinnahmen an. Der Staatshaushalt für 2017 lässt Ansätze zur Verbreiterung der Basis für Steuereinnahmen und eine Verschiebung von indirekten zu direkten Steuern erkennen. 

Nach Angaben der sri-lankischen Zentralbank lagen die Devisenreserven 2015 bei 7,3 Mrd. USD, was einer Deckung der Importe von etwa 3,8 Monaten entspricht.


Umweltpolitik

Bei der sri-lankischen Umweltpolitik spielt die Nutzung erneuerbarer Energien eine zunehmend wichtige Rolle. 2015 wurden 11,2% der Energie aus erneuerbaren Energien und 37,5% aus großen Wasserkraftwerken gewonnen. Der Anteil an Energieerzeugung aus Kohle- und Dieselkraftwerken machte mehr als 50% aus.


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