Hauptinhalt

Spanien

Wirtschaft

Stand: Februar 2016

Aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Lage

Die spanische Volkswirtschaft hat die Rezession im dritten Quartal 2013 mit +0,1 Prozent Wachstum nach neun rückläufigen Quartalen hinter sich gelassen; Wachstum entwickelt sich seitdem positiv und lag im  Jahr 2014 bei 1,4.  Die Regierung erwartet für das Jahr 2015 ein Wachstum von 3,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote betrug im 4. Quartal Jahr 2015 20,9 Prozent (4,8 Millionen Arbeitslose).

Die Staatsverschuldung stieg im Jahr 2014 auf 97,6 Prozent. Das Haushaltsdefizit belief sich 2014 auf 5,7 Prozent, unter Einrechnung der Bankenhilfe 5,8%. (2013 betrug es 6,62 Prozent; 7,1 Prozent, unter Einrechnung der Bankenhilfe).

Spanien wies 2014 einen Leistungsbilanzüberschuss von 0,1 Prozent des Bruttoinlandsprodukts aus (2013: 1,5 Prozent) aus.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Der bilaterale deutsch-spanische Handel lag im Jahr 2014 mit 59,9 Mrd. Euro um 8,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Wert der von Deutschland nach Spanien exportierten Waren belief sich im Jahr 2014 auf 34,9 Mrd. Euro (+11,4 Prozent ggü. Vorjahr). Der Wert der von Spanien nach Deutschland exportierten Waren betrug 25,0 Mrd. Euro (+5,8 Prozent ggü. Vorjahr). Deutschland ist zweitgrößter Handelspartner Spaniens nach Frankreich. Bei den Importen Spaniens liegt Deutschland auf Platz eins (vor Frankreich). Spanien steht an 13. Stelle der Handelspartner Deutschlands.

Den größten Anteil am deutschen Export nach Spanien hielten 2014 Autos und Kfz-Teile, Maschinen, Chemieprodukte und Elektrotechnik/Elektronik. Auch bei den deutschen Importen aus Spanien stehen Kfz und Kfz-Teile an erster Stelle, gefolgt von Nahrungsmitteln, chemischen Erzeugnissen, Maschinen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen.

Das Handelsbilanzdefizit Spaniens mit Deutschland wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Ausgaben der deutschen Touristen ausgeglichen, die sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlagen. Im Jahr 2015 besuchten 10,3 Mio deutsche Touristen Spanien (-1,2% im Vergleich zum Jahr 2014). Mit einem Anteil von 15,1% Prozent liegen die deutschen Touristen an  dritter Stelle nach Touristen aus Großbritannien (23%) und Frankreich (16,9%). Die Übernachtungen von Spaniern in Deutschland stiegen im Jahr 2014 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent auf 2,1 Mio.

Die rund 1.100 deutschen Firmen, die mit Tochtergesellschaften in Spanien präsent sind, bilden zusammen mit den Vertriebspartnern deutscher Firmen (Handelsvertretungen, Importeure) einen bedeutenden Faktor der spanischen Volkswirtschaft. Viele von ihnen sind in der 1917 gegründeten Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK) organisiert. Die Geschäftstätigkeit deutscher Niederlassungen in Spanien sichert Schätzungen der AHK zufolge direkt um die 300.000 Arbeitsplätze in Spanien. Rund 60 Prozent der spanischen Tochtergesellschaften haben zugleich die Funktion einer „Drehscheibe“ und sind für die deutschen Stammhäuser auch in Drittmärkten, insbesondere in Portugal, Lateinamerika und in Nordafrika tätig.

Deutsche Direktinvestitionen in Spanien beliefen sich im Jahr 2014 auf 391 Mio Euro und erreichten damit einen Anteil von 2,2 Prozent an den Gesamtinvestitionen. Der Anteil der spanischen Direktinvestitionen in Deutschland belief sich auf 25 Mio Euro, was einem Gesamtanteil von 0,1 Prozent entspricht.

(Stand der verfügbaren Daten vom 08.02.2015)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise & Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere