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Spanien

Wirtschaft

Stand: März 2017

Aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Lage

Spaniens Wirtschaft bleibt auf kräftigem Wachstumskurs und legte im Jahr 2016 um 3,2 Prozent zu. Die spanische Regierung erwartet für das Jahr 2017 ein Wachstum von 2,5 Prozent.

Die Arbeitslosenquote betrug im 4. Quartal 2016 18,63 Prozent, das sind ca. 4,24 Millionen Arbeitslose. Die Beschäftigung nahm zu, im Vergleich zu den beiden Vorjahren jedoch in einem etwas langsameren Rhythmus. Die Jugendarbeitslosigkeit belief sich auf ca. 680.000 Personen.

Nach letzten Einschätzungen der EU-Kommission wird das Haushaltsdefizit im Jahr 2016 voraussichtlich auf 4,7 Prozent des Bruttoinlandsprodukts sinken, die Staatsverschuldung unter der 100- Prozent-Grenze bleiben.

Der Tourismus erwirtschaftet elf Prozent des spanischen Bruttoinlandsprodukts. 2016 verzeichnete Spanien ein weiteres Rekord-Tourismusjahr mit über 75 Mio. ausländischen Besuchern.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist zweitgrößter Handelspartner Spaniens nach Frankreich. Bei den Importen Spaniens liegt Deutschland auf Platz eins vor Frankreich. Spanien steht an 11. Stelle der Handelspartner Deutschlands. Der bilaterale deutsch-spanische Handel lag im Jahr 2016 mit 68,4 Mrd. Euro um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Der Wert der von Deutschland nach Spanien exportierten Waren belief sich im auf 40,63 Mrd. Euro, ein Aufwuchs von 5,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Wert der von Spanien nach Deutschland exportierten Waren betrug 27,77 Mrd. Euro  und ist damit ebenfalls um 5,0 Prozent gegenüber 2015 angestiegen.

Den größten Anteil am deutschen Export nach Spanien hielten Autos und Kfz-Teile, Maschinen, Chemieprodukte und Elektrotechnik/Elektronik. Auch bei den deutschen Importen aus Spanien stehen Kfz und Kfz-Teile an erster Stelle, gefolgt von Nahrungsmitteln, chemischen Erzeugnissen, Maschinen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen.

Das Handelsbilanzdefizit Spaniens mit Deutschland wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Ausgaben der deutschen Touristen ausgeglichen, die sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlagen. Im Jahr 2016 besuchten 11,2 Mio deutsche Touristen Spanien, ein Plus von 6,4 Prozent im Vergleich zum Jahr 2015. Mit einem Anteil von fast 15 Prozent liegen die deutschen Touristen an dritter Stelle nach Touristen aus Großbritannien (24 Prozent) und Frankreich (15 Prozent). Die Übernachtungen von Spaniern in Deutschland stiegen im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5,8 Prozent auf 2,7 Mio.

Nach Angaben der Deutschen Bundesbank sind derzeit 1313 deutsche Unternehmen mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. (Laut Angaben des spanischen Statistikamts INE, das auch deutsche Tochtergesellschaften berücksichtigt, deren Bilanzsumme unter 3 Mio. Euro liegt, beläuft sich die Zahl auf 2.022 Unternehmen). Die Geschäftstätigkeit deutscher Niederlassungen in Spanien sichert laut Statistik der Deutschen Bundesbank zufolge 206.000 direkte Arbeitsplätze in Spanien. Rund 60 Prozent der spanischen Tochtergesellschaften haben zugleich die Funktion einer „Drehscheibe“ und sind für die deutschen Stammhäuser auch in Drittmärkten, insbesondere in Portugal, Lateinamerika und in Nordafrika tätig.

Die deutschen Investitionen in Spanien haben in den letzten Jahren wieder zugenommen, im 1. Halbjahr 2016 beliefen sich die Bruttodirektinvestitionen auf 1,1 Mrd. Euro und erreichten damit einen Anteil von 16 Prozent an den Gesamtinvestitionen in Spanien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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