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Spanien

Wirtschaft

Stand: Dezember 2016

Aktuelle wirtschaftliche und finanzielle Lage

Spaniens Wirtschaft bleibt auf kräftigem Wachstumskurs %und lag im  Jahr 2015 bei 3,2%.  Die Regierung erwartet für das Jahr 2016 ein Wachstum von 2,9%. Die Arbeitslosenquote betrug im 3. Quartal 2016 18,9% (4,3 Millionen Arbeitslose). Die Staatsverschuldung stieg im Jahr 2015 auf 99%. Das Haushaltsdefizit belief sich 2015 auf  5,0%, unter Einrechnung der Bankenhilfe 5,1%. (2014 betrug es 5,8%; 5,9%, unter Einrechnung der Bankenhilfe). Spanien wies 2015 einen Leistungsbilanzüberschuss von 1,3% des Bruttoinlandsprodukts aus (2014: 1,0%) aus.

Bilaterale Wirtschaftsbeziehungen

Der bilaterale deutsch-spanische Handel lag im Jahr 2015 mit 65,3 Mrd. Euro um 8,9% über dem Vorjahresniveau. Der Wert der von Deutschland nach Spanien exportierten Waren belief sich im Jahr 2015 auf 38,7 Mrd. Euro (+11,4% ggü. Vorjahr). Der Wert der von Spanien nach Deutschland exportierten Waren betrug 26,5 Mrd. Euro (+6,9% ggü. Vorjahr). Deutschland ist zweitgrößter Handelspartner Spaniens nach Frankreich. Bei den Importen Spaniens liegt Deutschland auf Platz eins (vor Frankreich). Spanien steht an 12. Stelle der Handelspartner Deutschlands.

Den größten Anteil am deutschen Export nach Spanien hielten 2015 Autos und Kfz-Teile, Maschinen, Chemieprodukte und Elektrotechnik/Elektronik. Auch bei den deutschen Importen aus Spanien stehen Kfz und Kfz-Teile an erster Stelle, gefolgt von Nahrungsmitteln, chemischen Erzeugnissen, Maschinen sowie elektrotechnischen Erzeugnissen.

Das Handelsbilanzdefizit Spaniens mit Deutschland wird zu einem beträchtlichen Teil durch die Ausgaben der deutschen Touristen ausgeglichen, die sich in der Dienstleistungsbilanz niederschlagen. Im Jahr 2015 besuchten 10,3 Mio deutsche Touristen Spanien (-1,2% im Vergleich zum Jahr 2014). Mit einem Anteil von 15,1%% liegen die deutschen Touristen an  dritter Stelle nach Touristen aus Großbritannien (23%) und Frankreich (16,9%). Die Übernachtungen von Spaniern in Deutschland stiegen im Jahr 2015 gegenüber dem Vorjahr um 5,8%  auf 2,7 Mio.

Die rund 1.313 deutschen Firmen, die mit Tochtergesellschaften in Spanien präsent sind, bilden zusammen mit den Vertriebspartnern deutscher Firmen (Handelsvertretungen, Importeure) einen bedeutenden Faktor der spanischen Volkswirtschaft. Viele von ihnen sind in der 1917 gegründeten Deutschen Handelskammer für Spanien (AHK) organisiert. Die Geschäftstätigkeit deutscher Niederlassungen in Spanien sichert laut Statistik der Deutschen Bundesbank zufolge direkt um die 206.000 Arbeitsplätze in Spanien. Rund 60% der spanischen Tochtergesellschaften haben zugleich die Funktion einer „Drehscheibe“ und sind für die deutschen Stammhäuser auch in Drittmärkten, insbesondere in Portugal, Lateinamerika und in Nordafrika tätig.

Deutsche Direktinvestitionen in Spanien beliefen sich im Jahr 2015 auf 781 Mio. Euro und erreichten damit einen Anteil von 3,1% an den Gesamtinvestitionen. Der Anteil der spanischen Direktinvestitionen in Deutschland belief sich auf 3,3 Mrd. Euro, was einem Gesamtanteil von 13,5% entspricht.

(Stand der verfügbaren Daten vom 01.11.2016)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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