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Spanien

Beziehungen zu Deutschland

Stand: Dezember 2016

Politische Beziehungen

Die deutsch-spanischen Beziehungen sind eng und freundschaftlich und werden von einer positiven Grundhaltung der Bevölkerung in beiden Ländern getragen. In Deutschland leben heute rund 130.000 Spanier, nach neueren Schätzungen leben weit über 500.000 deutsche Staatsangehörige dauerhaft, das heißt länger als drei Monate im Jahr in Spanien. Über elf Millionen deutsche Touristen besuchten Spanien im Jahr 2016.

Der bilaterale politische Austausch ist eng. Bundeskanzlerin Merkel war zuletzt am 25. August 2014 auf Einladung von Ministerpräsident Rajoy zu Gast in Spanien. Am 31. August 2015 empfing sie ihn zum Gegenbesuch in Meseberg. Der damalige Bundespräsident Gauck besuchte Spanien zuletzt auf Einladung des spanischen Königspaares am 1. Februar 2017.

Wirtschaftliche Beziehungen

Deutschland ist nach Frankreich der zweitgrößte Handelspartner Spaniens, bei den Importen Spaniens liegt Deutschland sogar auf Platz eins. Deutsche Anbieter konnten 2016 weiterhin von der kräftigen Nachfrage nach Investitionsgütern und langlebigen Konsumgütern profitieren.

Die Bundesrepublik nimmt bei den  Direktinvestitionen eine wichtige Position ein. In Spanien sind nach Angaben der Deutschen Bundesbank rund 1.313 deutsche Unternehmen (mit einer Bilanzsumme von mehr als 3 Mio. €; gemäß dem spanischen Statistikamt INE: 2022) mit Tochterfirmen oder Beteiligungen vertreten, viele davon mit eigener Produktion. Eine bedeutende Rolle in den Wirtschaftsbeziehungen spielt auch der Tourismus. Im Jahr 2016 stellten 11,2 Millionen Deutsche die drittgrößte Touristengruppe nach Besuchern aus Großbritannien und Frankreich.

Kulturelle Beziehungen

Zwischen Deutschland und Spanien herrscht ein reger und intensiver Kulturaustausch. Nach wie vor gibt es in Deutschland starkes Interesse  an der spanischen Sprache und Kultur (Literatur, Film). In Spanien hat die Wirtschaftskrise zu einem sprunghaften Anstieg des Interesses an Deutschland (Modell Duale Ausbildung zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit, Arbeitsmarkt) und der deutschen Sprache geführt.

Deutschland unterhält in Madrid und Barcelona Goethe-Institute mit Außenstellen in Granada und San Sebastián. Die Botschaft und die Konsulate ergänzen dieses Angebot durch eigene, öffentlichkeitswirksame Veranstaltungen und durch Initiativen, die dazu beitragen sollen, den Deutschunterricht an spanischen Schulen auszuweiten.

Das Deutsche Archäologische Institut ist mit einer Abteilung in Madrid vertreten, die für Spanien, Portugal und Nordafrika zuständig ist.

Zwischen den Hochschulen beider Länder bestehen über 1500 formelle Kooperationsvereinbarungen. Eine große Zahl von gemeinsamen Forschungsprojekten deutscher und spanischer Institutionen belegt die intensive Zusammenarbeit. Eine wichtige Säule ist dabei die Alexander von Humboldt Vereinigung Spaniens mit einem aktiven Netzwerk ehemaliger Stipendiaten der AvH-Stiftung.

Der Deutsche Akademische Austauschdienst unterhält seit November 2011 ein Informationszentrum in Madrid und ist mit neun Lektoren und sechs Sprachassistenten an spanischen Universitäten präsent.

Es gibt sieben deutsche Auslandsschulen in Madrid, Barcelona, Valencia, Bilbao, Málaga, Santa Cruz de Tenerife und Las Palmas, die das deutsche Abitur anbieten. Daneben bestehen zwei Deutsch-Profil-Schulen (DPS) in San Sebastian und Sevilla, sowie zwei deutsche Berufsschulen in Madrid und Barcelona (FEDA-Business School). Mit insgesamt über 8.000 Schülern (einschließlich Kindergarten) leisten sie einen Beitrag zur interkulturellen Begegnung. Die Schulen werden durch die Entsendung von Auslandslehrkräften und materielle Unterstützung nachhaltig gefördert. Das weltweite Netz von Partnerschulen (PASCH) umfasst neben den oben genannten 11 Schulen weitere 13 spanische Pasch-Schulen. Die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen hat einen Fachschaftsberater für die Iberische Halbinsel entsandt, der weitere Schulen für die Einführung des Deutschen Sprachdiploms (DSD) der KMK gewinnen soll.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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