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Slowenien

Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2014

Politische Beziehungen

Die diplomatischen Beziehungen zwischen Deutschland und Slowenien wurden am 15. Januar 1992 aufgenommen.

Die deutsch-slowenischen Beziehungen sind gut und harmonisch. Die deutsche Unterstützung bei der Verwirklichung des Selbstbestimmungsrechtes der Slowenen, ein umfangreiches Beratungs- und Unterstützungsprogramm zur Förderung der Demokratisierung und des marktwirtschaftlichen Reformprozesses, die deutsche Hilfe für Sloweniens Beitritt zu NATO und EU sowie der Handel zwischen beiden Staaten tragen dazu bei. Zahlreiche hochrangige Besuche haben die freundschaftlichen Beziehungen unterstrichen. Bundeskanzlerin Merkel besuchte Slowenien im August 2011. An diesem Tag wurde eine gemeinsame Erklärung der beiden Regierungschefs zur Intensivierung der bilateralen Beziehungen verabschiedet. Im Juni 2012 empfing der damalige Außenminister Westerwelle seinen Amtskollegen Erjavec in Berlin. Im April 2013 wurde der slowenische Staatspräsident Pahor von Bundespräsident Gauck in Berlin empfangen. Im Juli 2013 war Premierministerin Bratušek bei Bundeskanzlerin Merkel zu Gast.

Im ersten Halbjahr 2008 hatte Slowenien die EU-Ratspräsidentschaft inne. Dabei vollendete Slowenien das letzte Drittel der Trio-Präsidentschaft, die von Deutschland angefangen und von Portugal weitergeführt worden war.


Wirtschaftsbeziehungen

Die bilaterale Wirtschaftszusammenarbeit ist außerordentlich eng. Deutschland ist mit einem Anteil von rund 20 Prozent am Außenhandelsvolumen der mit Abstand wichtigste Handelspartner Sloweniens. Bei den ausländischen Investitionen in Slowenien und beim slowenischen Export rangiert Deutschland auf den ersten Plätzen. Etwa 570 deutsche Unternehmen und Unternehmen mit deutscher Beteiligung sind in Slowenien tätig. Mit umfassender Hilfe haben die Bundesregierung, die Bundesländer, mehrere Kommunen und zahlreiche öffentliche und private Träger den Reformprozess in Slowenien erfolgreich unterstützt.

Aus der seit März 2004 bestehenden Deutschen Kaufmannschaft in Slowenien ist Ende 2006 die Deutsch-Slowenische Industrie- und Handelskammer hervorgegangen, die am 16. Juli 2007 mit einem feierlichen Festakt von Bundeswirtschaftsminister Michael Glos und dem slowenischen Wirtschaftsminister Andrej Vizjak eröffnet wurde. Deutschland ist einer der Wunschpartner für die Privatisierungs-und Beteiligungsvorhaben in Slowenien.


Kulturelle Beziehungen

Zwischen Deutschland und Slowenien besteht seit Juni 1994 ein Kulturabkommen.

Im Juni 1995 wurde in den Räumen der Technischen Bibliothek der Universität Ljubljana ein Deutscher Lesesaal eröffnet, der am 6. Juli 2009 in "Deutsche Bibliothek" umbenannt und vom Goethe-Institut mittlerweile mit über 5.000 Medieneinheiten (Büchern, Zeitschriften- bzw. Zeitungsabonnements sowie CD-ROMs, CDs und Videos) ausgestattet wurde. Ein slowenischer Lesesaal wurde am 1. Juli 2009 an der Universität Regensburg eröffnet.

Das Goethe-Institut Ljubljana feiert 2014 sein 10-jähriges Bestehen.

Zu den Schwerpunkten der slowenischen Außenpolitik gehört die Unterstützung der Staaten des Westlichen Balkans bei ihrer Annäherung an die euroatlantischen Strukturen, hier vor allem die EU und die NATO. Besonderes Interesse gilt dabei den Beziehungen zu den übrigen Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Im März 2010 hatten die Regierung Sloweniens und Kroatiens ein Treffen der Westbalkan-Staaten organisiert(„Brdo-Prozess“). Im Juli 2013 wurde dieser informelle Dialogprozess im Rahmen eines Treffens im slowenischen Brdo neu belebt. Bei der Heranführung der westlichen Balkanstaaten an die EU und NATO sieht sich Slowenien in der Rolle des als neutral angesehenen Vermittlers. Die Treffen werden zusammen mit Kroatien im Wechsel ausgerichtet. 2014 fand das Treffen in Kroatien statt.

Zu den Schwerpunkten der slowenischen Außenpolitik gehört die Unterstützung der Staaten des Westlichen Balkans bei ihrer Annäherung an die euroatlantischen Strukturen, hier vor allem die EU und die NATO. Besonderes Interesse gilt dabei den Beziehungen zu den übrigen Nachfolgestaaten Jugoslawiens. Im März 2010 hatten die Regierung Sloweniens und Kroatiens ein Treffen der Westbalkan-Staaten organisiert(„Brdo-Prozess“). Im Juli 2013 wurde dieser informelle Dialogprozess im Rahmen eines Treffens im slowenischen Brdo neu belebt. Bei der Heranführung der westlichen Balkanstaaten an die EU und NATO sieht sich Slowenien in der Rolle des als neutral angesehenen Vermittlers. Die Treffen werden zusammen mit Kroatien im Wechsel ausgerichtet. 2014 fand das Treffen in Kroatien statt.

Am Lehrstuhl für Germanistik der Universität Laibach ist ein Lektor des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) tätig. Ergänzt wird diese Arbeit durch DAAD-Stipendien, die jährlich auf verschiedenen Wissenschaftsgebieten vergeben werden.

Die Bundesregierung unterstützt den Deutschunterricht an Schulen in Slowenien durch zahlreiche Fördermaßnahmen. An 16 Schulen besteht die Möglichkeit, das Deutsche Sprachdiplom der Kultusministerkonferenz der deutschen Bundesländer zu erwerben (Gymnasium Bezigrad, I. Gymnasium Maribor, II. Gymnasium Maribor, Gymnasium und Mittelschule Rudolf Maister Kamnik, Gymnasium France Prešeren Kranj, Schulzentrum Ptuj, Gymnasium Novo Mesto, Gymnasium Črnomelj, Wirtschaftsschule Celje, Gymnasium Ljutomer, Gymnasium Murska Sobota, Gymnasium Jože Plečnik in Ljubljana, Gymnasium Želimlje, Grundschule Kapela, sowie die zweisprachige Mittelschule und die Grundschule in Lendava). Davon sind fünf Schulen im Jahr 2013 neu hinzugekommen. Koordiniert wird die Förderung durch einen Fachberater der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA), der im Schulamt der Republik Slowenien tätig ist. Zudem gibt es in Slowenien eine Partnerschule des Goethe-Instituts (Grundschule Beltinci).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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