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Schweden

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2017

Kultur

Kultur- und Demokratieministerin ist seit Oktober 2014 Alice Bah Kuhnke (Grüne). Öffentlichkeitswirksamste Maßnahme war ihre Ankündigung, den Zugangzu den meisten staatlichen Museen kostenfrei zu machen, die im Februar 2016 umgesetzt wurde.   Weitere  Prioritäten sind u.a. Kunst in sozialen Brennpunkten und antirassistische Aufklärung sowie die Reform der Filmförderung.

Seit 2011 werden die Planungen zu einer teilweisen Dezentralisierung der staatlichen Kulturförderung umgesetzt. Dadurch wirken die schwedischen Regionen stärker bei der Verteilung der entsprechenden Mittel mit.

Die Auslandskulturarbeit wird über das Schwedische Institut (Svenska Institutet, SI) in Stockholm gesteuert, welches dem Außenministerium unterstellt ist. SI setzt einen Schwerpunkt in der Pflege und Modernisierung des Schwedenbildes. Besonders hilfreich in diesem Zusammenhang sind internationale Erfolge im Bereich Literatur, Design, Mode, Popmusik und Gastronomie.

Bildung und Forschung

Bildungsminister ist Gustav Fridolin (Grüne), Ministerin für Gymnasien Aida Hadzialic (Sozialdemokraten) und Ministerin für Hochschulen und Forschung Helene Hellmark Knutsson (Sozialdemokraten).

Das schwedische Schulsystem ist zweistufig, mit einer neunjährigen Grundschule und einem dreijährigen Gymnasium. Grundgedanke ist , möglichst viele Schüler zum Gymnasialabschluss zu führen. Knapp 90 Prozent aller Schüler besuchen das Gymnasium.

In Schweden gibt es 53 Hochschulen, davon 14 staatliche Universitäten und 22 staatliche Hochschulen. Im Rahmen des Bologna-Prozesses wurden Zugangsregeln und Curricula zum 1. Juli 2007 angepasst. Das Studium an den staatlichen Hochschulen und Universitäten ist für Studierende aus dem EWR-Raum kostenfrei.

In den letzten Jahren sind sowohl im Schul- als auch im Hochschulbereich zahlreiche Reformen umgesetzt worden. Hauptziele waren die Verbesserung der Qualität der Bildungseinrichtungen und die Stärkung des Leistungsgedankens. Die schwedischen Resultate bei der letzten PISA-Studie lagen im  OECD-Durchschnitt. Politisch umstritten bleibt eine mögliche Begrenzung der Gewinne von Schulen in freier Trägerschaft und die Schulpflicht bis 18 Jahre.

Die neue Regierung strebt insbesondere eine Begrenzung der Gewinne von Schulen in freier Trägerschaft und die Schulpflicht bis 18 Jahre an.

Für Forschung und Entwicklung werden jährlich rund 3,5 Prozent des BIP ausgegeben – einer der weltweit höchsten Anteile.

Die schwedische Forschung hat beachtliche Erfolge vorzuweisen, vor allem auf den Gebieten der Technik und der Lebenswissenschaften. Einrichtungen wie das Karolinska Institutet und die Königlich-Technische Hochschule in Stockholm oder Chalmers in Göteborg sind weltweit renommiert.

Ein wichtiges aktuelles Projekt für den Forschungsstandort Schweden ist der Bau der Europäischen Neutronen-Spallationsquelle (ESS) in Lund.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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