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Salomonen

Beziehungen zu Deutschland

Stand: September 2014

Diplomatische Beziehungen zwischen den Salomonen und Deutschland wurden am 11. Juli 1978 aufgenommen, wenige Tage nach der Unabhängigkeit der Salomonen von Großbritannien. Die politischen Beziehungen zwischen beiden Staaten sind freundschaftlich und problemlos. Der deutsche Botschafter in Canberra, Australien, ist auch auf den Salomonen akkreditiert. Seit 1986 ist Gerald Stenzel deutscher Honorarkonsul in Honiara.

Das bilaterale Handelsvolumen lag im Jahr 2013 bei etwa 14,9 Millionen EUR: Deutschland führte von den Salomonen Waren im Wert von 14,1 Millionen EUR ein, während die Ausfuhr auf die Salomonen 0,8 Millionen EUR betrug. In der Rangfolge der Handelspartner im Außenhandel der Bundesrepublik Deutschland liegen die Salomonen auf Platz 142 (Importe nach Deutschland) bzw. Rang 211 (Exporte auf die Salomonen).

Deutschland unterstützt vor allem über seine substantiellen Beiträge an die Europäische Union die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung der Salomonen. Die EU ist in der Region nach Australien der zweitwichtigste Geber von Entwicklungshilfe. Dabei werden den Partnerländern im Rahmen von Länderstrategiepapieren finanzielle Mittel für verschiedene Projekte und Programme zugewiesen. Für den Zeitraum von 2008 bis 2013 waren für die Salomonen im Rahmen des 10. EDF (European Development Fund) insgesamt 16,5 Millionen EUR vorgesehen. Schwerpunkt des 10. EDF auf den Salomonen ist die nachhaltige ländliche Entwicklung unter besonderer Berücksichtigung des Kapazitätsaufbaus.

Die Salomonen sind auch in die enge klimapolitische Zusammenarbeit Deutschlands mit den Staaten der Südpazifik-Region eingebunden. Bei dem Seminar „Seismologie und Tsunami-Frühwarnung“ des Geoforschungszentrums Potsdam im Juli 2010 waren auch Vertreter der Salomonen vertreten. Das von der GIZ (Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit) durchgeführte Regionalprojekt „Anpassung an den Klimawandel“ (2009-2015) wird unter anderem auch auf die Salomonen ausgeweitet. Im Rahmen der Klimaschutzinitiative „IKI“ des Bundesumweltministeriums (BMU) wurde außerdem in mehreren Staaten im Südpazifik, darunter den Salomonen, ein Projekt zur Erhaltung und Nutzung von Mangroven zum Küstenschutz mit 2,3 Millionen EUR gefördert (2009-2013). Von 2008 bis 2010 hat das Bundesumweltministerium die so genannte „Korallendreieck-Initiative“ in Indonesien und Papua-Neuguinea gefördert, die auch von den Salomonen unterstützt wurde. 2011 startete ein weiteres von der GIZ initiiertes und vom BMU gefördertes Regionalprojekt unter anderem auf den Salomonen. Dabei werden Aktivitäten zum Erhalt der tropischen Wälder als Beitrag zum Klimaschutz gefördert.

Daneben unterstützt die zuständige deutsche Botschaft in Canberra verschiedene kleinere Projekte auf den Salomonen, meist im Bildungsbereich. Im Jahr 2009 wurde eine Ausbildungsstätte für Sehbehinderte ausgestattet; 2010 wurde der Bau einer Gärtnerei in Honiara gefördert, in der Jugendliche eine Ausbildung erhalten. 

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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