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Palästinensische Gebiete

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: April 2017

Das palästinensische Bildungssystem führt über eine in der Regel zwölfjährige allgemeinbildende Ausbildung in einem stark ausdifferenzierten Schulsystem mit mehreren Dutzend Schultypen zur allgemeinen Hochschulreife ("Tawjihi"). Außer Englisch sind Fremdsprachen bisher nicht Teil des Prüfungskanons der palästinensischen Hochschulreife.

Für Akademiker schließt sich ein vier- bis fünfjähriges Bachelorstudium an einer Universität (z.B. in Birzeit, Ost-Jerusalem/Abu Dis, Nablus) oder einem Technical College (z.B. in Hebron, Bethlehem) an. In der Regel bieten Universitäten ergänzende Master-Studiengänge an. Die palästinensischen Universitäten sind nicht-staatlich, überwiegend privat finanziert und genießen große Eigenständigkeit. Die Wertschätzung für Bildung und Hochschulbildung ist hoch.

Das Bildungsministerium unternimmt große und weitreichende Reformen, um das Bildungssystem zu modernisieren. Im Fokus steht dabei neben der Einführung neuer Lehrmethoden und einem verschlankten Schulsystem auch die Stärkung der Zusammenarbeit von Forschung und Wirtschaft.

Besonders in Ramallah hat sich in den letzten Jahren ein reges Kulturleben etabliert. Das zeigt sich in vielen privaten oder von Stiftungen unterstützten Kulturinitiativen, aber auch in gut besuchten Festivals der darstellenden Künste wie der zweijährig stattfindenden Kunstmesse Qalandia International oder dem Dokumentarfilmfestival Ramallah-Doc. Kunst und Kultur speisen sich zu größeren Teilen auch aus Beiträgen palästinensischer Künstler im Ausland, die einen intensiven Austausch mit der lokalen Kulturszene pflegen. Künstlerischer Ausdruck und politische Positionierung sind in Palästina oft eng miteinander verbunden. Die Kontakte zur israelischen Kulturszene haben in den letzten Jahren stark abgenommen.

In der sehr internetaffinen palästinensischen Gesellschaft spielen Onlinemedien eine besonders wichtige Rolle –  online finden daher zahlreiche arabische und englischsprachige Nachrichtenportale, Kurzticker und soziale Netzwerke, v.a. Facebook, großen Anklang. Das gilt ebenso für die staatlichen oder lokalen Fernsehstationen und eine Vielzahl arabischer Satellitenkanäle. Mit unterschiedlich hohen Auflagenzahlen dominieren drei arabischsprachige Tageszeitungen die Printmedien im Westjordanland.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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