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Niederlande

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Dezember 2016

Das Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft (Ministerie van Onderwijs, Cultuur en Wetenschap) verfügt über einen der größten Einzelposten im niederländischen Gesamthaushalt. Bestimmendes Merkmal des Bildungssystems ist die verfassungsrechtlich verankerte Bildungsfreiheit einerseits, die zentrale Steuerung durch das zuständige Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur andererseits. Es besteht das Recht, aufgrund religiöser, weltanschaulicher oder pädagogischer Überzeugungen Schulen einzurichten. Dementsprechend ist die Stellung von Schulen mit autonomer Trägerschaft sehr stark.

Die Studienabschlüsse (Bachelor, Master, PhD) orientieren sich seit 2002 an den im Bologna-Prozess vereinbarten neuen Strukturen für Studiengänge. Die Basisstudiengebühr an staatlichen Hoch- und Fachhochschulen beträgt z.Zt. 1.984 Euro pro Studienjahr.

Wissenschaft und Forschung

Bis 2020 sollen 2,5 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) für Forschung und Entwicklung ausgegeben werden – aktuell betragen die Ausgaben etwa 2 Prozent des BIP. Die niederländische Regierung bewertet das 2,5 Prozent-Ziel als „ehrgeizig angesichts der herrschenden Wirtschaftsstruktur“. Gemeint ist damit die starke Stellung von Dienstleistungs- und Finanzsektor in der niederländischen Wirtschaft.


Fremdsprachenunterricht

Durch mehrere Unterrichtsreformen seit den 60er Jahren ist Englisch zur vorherrschenden Fremdsprache geworden und sind die Sprachkenntnisse von Deutsch und Französisch stark zurückgegangen. Schüler lernen derzeit zwei Jahre eine zweite moderne Fremdsprache und können dann andere Fächer wählen.

Da aufgrund der engen Wirtschaftsbeziehungen Deutsch im Berufsleben weiterhin eine wichtige Rolle spielt, verzeichnen vor allem Sprachkurse in der Erwachsenenbildung einen stets wachsenden Zulauf.

Durch eine Vielzahl von Programmen und besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Zahl der Deutschlerner in den vergangenen Jahren stabilisiert und beginnt wieder leicht zu wachsen.


Kulturpolitik

Durch mehrere Unterrichtsreformen seit den 60er Jahren ist Englisch zur vorherrschenden Fremdsprache geworden und sind die Sprachkenntnisse von Deutsch und Französisch stark zurückgegangen. Schüler lernen derzeit zwei Jahre eine zweite moderne Fremdsprache und können dann andere Fächer wählen.

Da aufgrund der engen Wirtschaftsbeziehungen Deutsch im Berufsleben weiterhin eine wichtige Rolle spielt, verzeichnen vor allem Sprachkurse in der Erwachsenenbildung einen stets wachsenden Zulauf.

Durch eine Vielzahl von Programmen und besseren Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Zahl der Deutschlerner in den vergangenen Jahren stabilisiert und beginnt wieder leicht zu wachsen.


Kulturelles Leben

Das kulturelle Leben in den Niederlanden wird einerseits geprägt durch traditionelle Einrichtungen bildender und angewandter Kunst, andererseits durch die moderne Szene der Randstad und Migrantenkulturen (Ballungsgebiet aus ca. 20 Gemeinden, u.a. Amsterdam, Rotterdam, Den Haag und Utrecht).

Die Niederlande haben auf dem Gebiet von Kunst und Kultur viel zu bieten: Weltberühmte Museen, ein breites Musikspektrum, ein reges Theaterleben mit viel Raum für Experimente und neuen Stilrichtungen sowie zahlreiche internationale Festivals.

Mit fast 1.000 Museen haben die Niederlande die größte Museumsdichte der Welt. Es gibt eine Vielzahl international bekannter Museen und Sammlungen (Rijksmuseum, Stedelijk Museum, Van Gogh-Museum und Rembrandt-Haus in Amsterdam, Gemeentemuseum und Mauritshuis in Den Haag, Museum Boijmans van Beuningen in Rotterdam, Kröller-Müller-Museum in Otterlo, Cobra-Museum in Amstelveen, Bonnefantenmuseum in Maastricht). Groß angelegte thematische Veranstaltungen und Festivals ziehen viele ausländische Besucher an (International Film Festival Rotterdam, North Sea Jazz Festival, Pinkpop, Holland Festival, Amsterdam Gay Pride, Lowlands, Königstag).

Starkes, auch für Deutschland interessantes kulturelles Potential gibt es insbesondere in den Bereichen Architektur (progressive Architektenszene um Rem Koolhaas, Jo Coenen, Piet de Bruyn, Aldo van Eyck), Design (Niederländisches Designinstitut in Amsterdam), Tanz (Nederlands Dans Theater) und vor allem Literatur. Hier sind zu nennen Cees Noteboom, Leon de Winter, Margriet de Moor, Connie Palmen, Arnon Gunberg, Geert Mak u.v.a.  2016 präsentierten sich Flandern und die Niederlande als Ehrengast mit 100 Autoren und Autorinnen sowie mehr als 460 Übersetzungen auf der Frankfurter Buchmesse und die niederländische Boekenweek im März 2016 hatte Deutschland zum Thema.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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