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Mauritius

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: April 2012

Durch seine geographische Lage und die Zusammensetzung seiner Bevölkerung bildet Mauritius einen Schnittpunkt verschiedener Kulturen, Religionen und Sprachen. Traditionen der französischen und englischen Kolonialzeiten mischen sich mit starken indischen, kreolischen und chinesischen Kultureinflüssen. Mauritius verfügt über einen gut ausgebauten Bildungssektor und einen hohen Bildungsstand der Bevölkerung. Die Einschulungsquote im Grundschulbereich liegt bei etwa 95 Prozent. Mit einer Einschulungsrate von rund 69 Prozent für Schüler der Sekundarschulen liegt Mauritius mit an der Spitze in Afrika. Positive Folge ist eine der höchsten Alphabetisierungsraten in Subsahara-Afrika mit etwa 87% der Bevölkerung über 15 Jahren

An mauritischen Hochschulen sind rund 16.000 Studenten eingeschrieben, etwa 8.000 Mauritier studieren im Ausland, vor allem in Großbritannien und Frankreich, und rund 9.000 nehmen die Möglichkeit eines Fernstudiums oder weiterer Studienformen wahr.

Die Medienlandschaft ist vielfältig. Es herrscht volle Pressefreiheit.

Die auswärtigen Kulturbeziehungen sind wenig entwickelt. Kulturelle mauritische Veranstaltungen dienen vorwiegend der Tourismuswerbung. Eine aktive Kulturpolitik in Mauritius betreiben Frankreich und Indien, die aufgrund des kolonialen Erbes bzw. der großen indischen Bevölkerungsgruppe starke Resonanz finden. Mauritius hat Kulturabkommen mit Indien, Frankreich, Volksrepublik China, Mosambik, Seychellen, Russland, Ägypten und Madagaskar abgeschlossen. Es bestehen Kulturzentren Indiens, Chinas, Frankreichs und Großbritanniens sowie je ein afrikanisches und islamisches Kulturinstitut.

Der DAAD beabsichtigt eine Intensivierung seines Engagements in Mauritius.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.