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Mauritius

Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2012

Politische Beziehungen

Die Beziehungen sind freundschaftlich und im Ausbau befindlich. Der deutsche Botschafter in Antananarivo/Madagaskar ist auch in Mauritius akkreditiert. Mauritius hat neben seiner Botschaft drei Honorarkonsuln in Deutschland (Hamburg, Düsseldorf und München). In internationalen Gremien, insbesondere bei Abstimmungen über Kandidaturen, gibt es eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und wechselseitige Unterstützung.


Wirtschaftliche Beziehungen

Die Handelsbeziehungen mit Deutschland können ebenfalls ausgebaut werden. Im Jahr 2011 wurden Waren im Wert von 96 Mio. Euro nach Mauritius exportiert und für 35,5 Mio. Euro aus Mauritius importiert. Die wichtigsten Einfuhren aus Mauritius sind Textilien und Zucker. Deutschland exportierte vor allem chemische Erzeugnisse, Maschinen sowie Kfz und Kfz-Teile. Mauritius nahm im deutschen Außenhandel im Jahr 2011 bei Einfuhr/Ausfuhr Platz 128 ein. 2010 besuchten über 70.000 deutsche Touristen das Land. Seit 1973 ist ein Investitionsförderungsvertrag in Kraft, seit 1981 ein Doppelbesteuerungsabkommen, dessen revidierte Fassung am 06. Oktober 2011 in Port Louis unterzeichnet wurde und nach vollzogener Ratifizierung in Kraft treten kann.

Die entwicklungspolitische Zusammenarbeit wurde wegen des erfreulich hohen Entwicklungsstandes von Mauritius weitgehend eingestellt. Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und der Pädagogische Austauschdienst (PAD) vergeben in begrenztem Umfang Stipendien, ebenso der Deutsche Akademische Auslandsdienst (DAAD). Die Friedrich-Ebert-Stiftung arbeitet mit politischen Institutionen wie Parlament und Regierung, mit Gewerkschaften und der Zivilgesellschaft zusammen. Dabei stehen inhaltlich die Humanisierung der Globalisierungsthematik und die Einbettung von Mauritius in den regionalen Kontext des südlichen Afrika im Vordergrund. Der DAAD beabsichtigt, sein Engagement in Mauritius zu verstärken.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturelle Zusammenarbeit beschränkt sich auf die Vergabe von Stipendien.

Das Interesse an der deutschen Sprache wächst nicht zuletzt angesichts des deutschen Wirtschaftsengagements (Direktinvestitionen, Tourismus). Deutschunterricht wird derzeit an einer Tourismusschule sowie an vier mauritischen Gymnasien erteilt, ist aber in den Lehrplänen noch nicht verankert.

Das Deutschlandbild ist ausgesprochen positiv, deutsche Produkte aller Art (insbesondere PKW der Mittel- und Oberklasse) genießen hohes Ansehen; die Medien berichten über bedeutendere Vorgänge in Deutschland, auch über Sportereignisse.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.