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Mali

Wirtschaftspolitik

Stand: April 2016

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Seit der Krise ist die wirtschaftliche Entwicklung Malis stabil, das hohe Bevölkerungswachstum stellt aber besonders für die mehrheitlich junge malische Bevölkerung ein hohes Armutsrisiko dar. Im Jahr 2014 belief sich das Wirtschaftswachstum auf knapp 6 Prozent geschätzt, was auf verbesserte Rahmenbedingungen wie einer Verbesserung der Sicherheitssituation in vielen Landesteilen, politischen Fortschritten und einer daraus resultierenden Wiederaufnahme der Geberunterstützung sowie auf günstige Wetterbedingungen zurückzuführen ist. Nach einer im langjährigen Vergleich hohen Inflation von 5,1 Prozent im Jahr 2012 und einer geringfügigen Deflation (-0,1 Prozent) 2013, rechnet der Internationale Währungsfonds (IWF) 2014 und 2015 mit einer stabileren Preisentwicklung.

Die Verringerung der Armut macht – u.a. wegen des hohen Bevölkerungswachstums und institutioneller Schwächen – nur langsam Fortschritte. Mali zählt zu den ärmsten Ländern der Erde; über 50 Prozent der Bevölkerung leben unter der Armutsgrenze. Kaufkraftbereinigt verdienen Malier etwa 1.500 USD pro Jahr. Im 2015 veröffentlichten Human Development Index wird Mali auf Rang 179 von 187 untersuchten Ländern geführt.

Die handelspolitischen Rahmenbedingungen mit einheitlichen Außenzöllen werden in der Währungsgemeinschaft UEMOA abgestimmt. Mali ist zudem Mitglied in allen wichtigen Wirtschaftsorganisationen, wie der Weltbank, der Welthandelsorganisation WTO, der regionalen Wirtschaftsgemeinschaft ECOWAS und der Gruppe der afrikanischen, karibischen und pazifischen Staaten AKP. Mali engagiert sich in den verschiedenen Gremien des NePAD (The New Partnership for Africa's Development).

Mali ist zunehmend marktwirtschaftlich orientiert. Die Privatisierung von Staatsunternehmen schreitet – wenn auch mit Schwierigkeiten - voran. Das Volumen ausländischer Direktinvestitionen in Mali liegt nach wie vor unter dem wirtschaftlichen Potential Malis. Im "Doing Business"-Report der Weltbank rangiert Mali 2015 auf Rang 146 von 189.

Zwischen der regionalen Währung der CFA-Franc Zone und dem Euro besteht ein fester Wechselkurs (1 Euro = 655,957 FCFA).

Außenhandel

Die malische Wirtschaft ist in hohem Maße von den Weltmarktpreisen der beiden wichtigsten Exportgüter Baumwolle und Gold abhängig. Von der malischen Regierung wird deshalb eine Armutsminderung durch Diversifizierung und Umstrukturierung der Wirtschaft, insbesondere des Rohstoffsektors angestrebt, um die Verwundbarkeit durch externe Faktoren zu verringern. Mali nimmt an der "Extractive Industries Transparency Initiative" (EITI) teil.

Weitere Rohstoffvorkommen im Land (neben Gold) - insbesondere Kalk, Phosphat, Diamanten und Marmor - werden derzeit noch kaum ausgebeutet. Einnahmeverbesserungen durch Exploration von im Norden erhofften Vorkommen von Erdöl und Phosphaten scheinen angesichts offener Fragen zur Förder- und Transportinfrastruktur und der derzeitigen Sicherheitslage erst mittelfristig denkbar.

China wird als Lieferant von preisgünstigen Konsumgütern ein immer wichtigerer Handelspartner.

Infrastruktur

Mali ist ein Binnenland. Neben Abidjan ist Dakar ein wichtiger Ein- und Ausfuhrhafen Malis. Der Ausbau der Straßenverbindung nach Dakar wurde in den letzten Jahren deutlich vorangetrieben.

Die Privatisierung der Eisenbahnlinie Bamako-Dakar führte zu Verbesserungen im Bereich der Frachtbeförderung. Allerdings befindet sich der Personenverkehr, für dessen Finanzierung der malische Staat die Verantwortung behalten hat, weiterhin in sehr schlechtem Zustand.

Umweltpolitik

Die malische Regierung hat das Kyoto-Protokoll ratifiziert und die internationalen Konventionen zum Kampf gegen die Wüstenbildung (CCD) und Schutz der Biodiversität unterzeichnet. Mit der Erarbeitung eines nationalen Umweltaktionsplans und eines nationalen Aktionsplans zur Anpassung an den Klimawandel wurden wichtige Voraussetzungen zur Umsetzung dieses Engagements geschaffen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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