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Mali

Beziehungen zu Deutschland

Stand: April 2017

Politische Beziehungen

Die deutsch-malischen Beziehungen sind eng und vielfältig. Malier erinnern immer wieder daran, dass bei Auflösung der kurzlebigen Föderation mit Senegal im September 1960 die Bundesrepublik Deutschland als erster Staat die unabhängige Republik Mali anerkannte.

Deutschland unterstützt die UN-Mission MINUSMA, die EU-Ausbildungsmission EUTM sowie die zivile Ausbildungsmission EUCAP Sahel in Mali. Bundestagspräsident Lammert besuchte Mali im Dezember 2011, Außenminister Westerwelle im November 2012 und Entwicklungsminister Niebel sowie Verteidigungsminister de Maizière im März 2013. 2014 reiste Entwicklungsminister Müller im März nach Mali. Verteidigungsministerin von der Leyen reiste im Februar 2014, Juli 2015, April und Dezember 2016 nach Mali. Bundespräsident a.D. Köhler nahm für Deutschland an der Feier zur Amtseinführung von Präsident Keita im September 2013 teil. Präsident Keita war im Dezember 2013 zu einem offiziellen Besuch in Berlin, Außenminister Diop im Oktober 2015. 2016 besuchte Bundespräsident Gauck Mali im Februar; Außenminister Steinmeier im Mai und im Oktober 2016 reiste Bundeskanzlerin Merkel nach Mali.

Wirtschaftliche und entwicklungspolitische Beziehungen

Der Handelsaustausch hat ein relativ geringes Volumen. 2016 importierte Deutschland Waren im Wert von 4,6 Millionen Euro aus Mali und exportierte nach Mali Waren für 134,9 Millionen Euro, hauptsächlich Textilien und Bekleidung, Kfz und Kfz-Teile, Maschinen und chemische Erzeugnisse (Quelle: Destatis). Ein Investitionsschutzabkommen datiert vom 28.06.1977. Wesentliche deutsche Investitionen in Mali gibt es jedoch nicht. Mali ist AKP-Staat und Unterzeichner des Cotonou-Abkommens mit der Europäischen Union.

Die deutsch-malische Entwicklungszusammenarbeit umfasst drei Schwerpunkte: Dezentralisierung, Landwirtschaft und Wasser-/Sanitärversorgung. Insgesamt belaufen sich die Zusagen für die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit in Mali seit 2013 auf über 241 Millionen Euro. Hinzu kommen Zusagen in Höhe von 14,6 Millionen Euro, die von Trägern der nicht-staatlichen Entwicklungszusammenarbeit umgesetzt werden. Deutschland ist damit viertgrößter bilateraler Geber in Mali. 

Kulturelle Beziehungen

Der deutsch-malische Kulturaustausch ist rege. Schwerpunkte der deutschen Kulturarbeit sind die Förderung der deutschen Sprache, die Weiterbildung malischer Studenten durch die Gewährung von Hochschul- und Fachausbildungsstipendien (ca. 660 seit 1974 durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) und durch die Internationale Weiterbildungs- und Entwicklungs GmbH (InWent), - seit 2011 Teil der Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit, GIZ. Knapp 1000 Malier studieren Deutsch als Hauptfach. Deutsch sprechende Malier der älteren Generation haben zumeist in der DDR studiert.

Das Original-Wohnhaus des Afrikaforschers Heinrich Barth in Timbuktu, in dem sich ein kleines Museum befindet, wurde mit deutschen Mitteln von Grund auf restauriert. Es gibt mehrere Partnerschaften zwischen deutschen und malischen Städten.

Das für Mali zuständige Goethe-Institut befindet sich in Abidjan (Côte d'Ivoire). In Mali wurde 2005 von ehemaligen DDR-Stipendiaten ein deutsch-malischer Kulturkreis (CCGM) gegründet, der seit Frühjahr 2008 mit Unterstützung der Botschaft regelmäßig Veranstaltungen abhält und Deutschkurse gibt.

Deutschland engagiert sich durch sein Kulturerhaltprogramm für den Erhalt der arabischen Manuskripte aus den Bibliotheken von Timbuktu, die 2012 vom Zugriff islamischer Rebellen bedroht waren. Die Restaurierungs-, Archivierungs- und Digitalisierungsarbeiten dauern derzeit an.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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