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Luxemburg

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2014

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen dem Großherzogtum Luxemburg und der Bundesrepublik Deutschland sind eng und vertrauensvoll, sowohl im politischen, wirtschaftlichen als auch im kulturellen Bereich. Auf Bundes- wie auf Landes-/Regionalebene stehen Regierungsmitglieder und Abgeordnete Luxemburgs und Deutschlands in engem Kontakt. Auch im EU-Rahmen sind beide Staaten füreinander wichtige Partner.

In Luxemburg leben ca. 12.000 bis 15.000 Deutsche. Zusätzlich kommen rund 40.000 deutsche Pendler täglich zur Arbeit in das Großherzogtum.

Grenzüberschreitende Zusammenarbeit

Luxemburg versteht sich als Gravitationszentrum der kulturell und wirtschaftlich florierenden Großregion (Saarland, Lothringen, Großherzogtum Luxemburg, Rheinland-Pfalz, Wallonien, französische Gemeinschaft Belgiens, deutsche Gemeinschaft Belgiens). Der auch Euroregion SaarLorLuxRhein genannte Kooperationsraum beruht auf einer Vereinbarung zwischen den Regierungen der Bundesrepublik Deutschland, der Französischen Republik und des Großherzogtums Luxemburg über die Zusammenarbeit in den Grenzgebieten vom 16. Oktober 1980 mit dem „Gipfel der Großregion“ als zentrales politisches Organ. Die wichtigsten Bereiche der grenzüberschreitenden Kooperation sind: Raumordnung, Arbeitnehmermobilität, Zivilschutz, Kultur, Tourismus und Verkehr.

Die Großregion ist Arbeitsplatz für ca. 200.000 Berufspendler. Allein drei Viertel von ihnen (156.800 Menschen) sind in Luxemburg beschäftigt. Das Großherzogtum ist aufgrund des hohen Lohnniveaus für Arbeitnehmer aus der gesamten Region überaus attraktiv.

Wirtschaftsbeziehungen

Deutschland ist der Hauptwirtschaftspartner Luxemburgs. 21,5 Prozent der luxemburgischen Exporte gehen nach Deutschland, 23,5 Prozent der Importe kommen aus Deutschland (vor Frankreich, nach Belgien). Die luxemburgischen Exporte (u.a. Stahlerzeugnisse) finden insbesondere im Automobilbereich Verwendung. Auch im Finanzbereich bestehen enge Beziehungen. Von den aktuell 147 Banken in Luxemburg sind 37 Niederlassungen deutscher Kreditinstitute.

Kulturelle Beziehungen

Deutschland und Luxemburg verbinden vielfältige Kulturbeziehungen. Durch die nachbarschaftliche Nähe ist man über Deutschland hervorragend informiert. Die deutsche Sprache ist neben dem Luxemburgischen und dem Französischen eine der drei Amtssprachen.

Ein bilaterales Kulturabkommen ist seit 1980 in Kraft.

Im Jahr 2003 wurde das trilaterale (Deutschland-Frankreich-Luxemburg) Kulturinstitut Pierre Werner (IPW) gegründet. Das IPW möchte durch Förderung des kulturellen und intellektuellen Dialoges zwischen den Gründungsländern einen Beitrag zur Entwicklung einer europäischen Staatsbürgerschaft im Sinne der Tradition der europäischen Aufklärung und der Erfahrungen der Nachkriegszeit des 20. Jahrhunderts leisten.

Am 8. Mai 2013 wurde in Luxemburg das Max-Planck-Institut (MPI) für europäisches und internationales Verfahrensrecht eingeweiht. Es ist das erste juristische MPI außerhalb Deutschlands; Luxemburg trägt zu seinem Unterhalt erheblich bei.

Am 27.08.2007 wurde das deutsch-luxemburgische Schulprojekt, „Schengen-Lyzeum“ im grenznahen, saarländischen Perl eröffnet. 782 Schülerinnen und Schüler erhalten in Deutsch, Französisch und Luxemburgisch Unterricht von Lehrkräften aus beiden Ländern. 2014/2015 wird der erste Jahrgang sein Abitur ablegen.

Die Universität Luxemburg bildet zusammen mit fünf anderen Universitäten aus Deutschland, Frankreich und Belgien den Verbund "Universität der Großregion“. Deutschland ist für viele luxemburgische Studenten ein attraktiver Hochschulstandort. Zwischen der Deutschen Forschungsgemeinschaft und dem Fond National de la Recherche gibt es seit 2009 ein Kooperationsabkommen.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.