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Liechtenstein

Wirtschaft

Stand: März 2017

Wirtschaftslage

Liechtenstein ist ein kleines Wirtschaftsgebiet (160 qkm), das seit 1923 in einer Währungs- und Zollunion eng mit der Schweiz verflochten ist. Im Gegensatz zur Schweiz ist das Land seit 1995 jedoch auch Mitglied im Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) und damit wirtschaftlich in die EU integriert.

2014 lag das Bruttoinlandsprodukt bei 6,1 Mrd. CHF (+3%% ggü. dem Vorjahr), das Bruttonationaleinkommen in 2014 (keine neueren Zahlen verfügbar) bei 5 Mrd. CHF (+4,8%),d.h. 133 000 CHF pro Kopf. Das Bruttonationaleinkommen stellt die Summe der innerhalb eines Jahres von allen Bewohnern eines Staates (Inländerkonzept)erwirtschafteten Einkommen, unabhängig davon, ob diese im Inland oder im Ausland erzielt wurden, dar. In Liechtenstein ist die Unterscheidung zwischen Bruttoinlandsprodukt (Einkommen, das auf dem Territorium eines Landes – Inlandskonzept - erwirtschaftet wurde) wichtig, da über die Hälfte aller in Liechtenstein Beschäftigten (53% in 2015) nicht dort wohnen. 2015 waren in Liechtenstein rund 36 755 Personen voll- oder teilzeitbeschäftigt. Die Arbeitslosenquote betrug in 2015 im Schnitti 2,4 %. Die monetären Rahmenbedingungen sind wegen der Währungsunion durch die Schweiz bestimmt. Die Exporte Liechtensteins (Werte ohne Schweiz, mit der Liechtenstein in einer Zollunion verbunden ist) sind in  2016  um 4% angestiegen. Wichtigste Exportgüter sind Maschinen und medizinische Geräte (39%), Metalle (20%) und Fahrzeuge (12,5%). Die Liechtensteinische Wirtschaft ist 2016 wieder auf Expansionskurs nach dem der Frankenaufwertung geschuldeten Einbruch in 2015. Die Verkaufserlöse größerer Unternehmen stiegen im 1. Halbjahr 2016 um 7 %. (Industrie +7% %, Finanzdienstleister +13 %, allgemeine Dienstleistungen - 3% im Vergleich zum 1. Hj 2015).


Wichtige Wirtschaftszweige

Liechtenstein ist nicht nur von seinen Finanzinstituten geprägt, sondern auch ein innovativer und exportorientierter Industriestandort. Im Jahr 2015 arbeiteten 38 %  der Beschäftigten in der Industrie, gut 60 % im Dienstleistungssektor (davon 16% Finanzdienstleistungen), nur 0,8 % (283) in der Landwirtschaft. Anteile an der Wertschöpfung (2014): Industrie 41 %, Finanzsektor 25 %, weiterer Dienstleistungssektor 27 % und Agrarsektor 7 %. Die 16 in Liechtenstein lizensierten Banken verwalten weltweit Vermögen im Wert von über 200 Mrd. CHF, sind aber damit im internationalen Vergleich eher ein Nischenplayer


Außenwirtschaft

Wichtigster Handelspartner nach der Schweiz (und vor Österreich) ist Deutschland. Der Liechtensteiner Entwicklungsdienst (LED) leistet Entwicklungshilfe, schwerpunktmäßig in Afrika und Zentralasien. Die Microfinance Initiative Liechtenstein (MIL) fördert daneben die Vergabe von Kleinkrediten in Entwicklungsländern.


Mitglied in Wirtschaftsgruppierungen

Liechtenstein ist Mitglied des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR), der Europäischen Freihandelsassoziation (EFTA) und der Welthandelsorganisation (WTO). Liechtenstein unterstützt daneben multilaterale Hilfsprojekte des Entwicklungsprogrammes der Vereinten Nationen (UNDP) sowie des Welternährungsprogramms (WFP). Das Land hat sich im März 2009 zum OECD-Standard in Steuersachen bekannt und schloss danach zahlreiche bilaterale Abkommen über den Informationsaustausch in Steuersachen ab, darunter auch mit Deutschland. Seit Oktober 2009 ist Liechtenstein Mitglied des Globalen Forums zur Transparenz und zum Informationsaustausch in Steuersachen. Liechtenstein gehört in Sachen  Automatisierter Informationsaustausch (AIA) zur Gruppe der „early Adopters“, die mit dem Austausch bereits 2017 beginnen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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