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Liechtenstein

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2017

Politische Beziehungen

Deutschland verbindet mit Liechtenstein traditionell eine enge Partnerschaft, die auf gemeinsamer Geschichte und Kultur sowie vielfältigen wirtschaftlichen, politischen und personellen Verflechtungen beruht. Seit 2002 ist Liechtenstein in Berlin mit einem residierenden Botschafter vertreten. Der deutsche Botschafter in Bern ist bereits seit 1992 auch in Vaduz akkreditiert. Ein Honorarkonsul amtiert seit 2005 für Deutschland in Liechtenstein. Liechtenstein hat seinerseits im Jahr 2008 Honorarkonsuln mit Sitz in Frankfurt am Main und München ernannt. Regelmäßige hochrangige Kontakte gewährleisten einen kontinuierlichen Meinungsaustausch zwischen beiden Regierungen. Besonders eng ist die Zusammenarbeit in den Vereinten Nationen und anderen internationalen Organisationen.


Wirtschaftsbeziehungen

Liechtenstein bildet seit 1923 eine Währungs- und Zollunion mit der Schweiz. Daneben ist Deutschland der wichtigste Handels- und Wirtschaftspartner: Die Exporte nach Deutschland machten 23% der Gesamtexporte von 3,3 Mrd. CHF (ohne Schweiz, die statistisch wegen der Währungsunion nicht erfasst wird) aus und stiegen in 2016 um 1%. 2016 kamen etwa 36% % Prozent aller Importe (ohne Schweiz) aus Deutschland. Ein Abkommen über die Amtshilfe in Steuersachen nach OECD-Standard trat am 01.11.2010 in Kraft. Ein umfassendes Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) trat am 19. Dezember 2012 in Kraft.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Liechtenstein sind eng und vielfältig. Liechtenstein versteht sich als Land, das traditionell zum deutschen Sprach- und Kulturraum gehört. Es ist seit 2000 regelmäßig bei der Frankfurter Buchmesse präsent. Sein kulturelles Engagement in Deutschland ist beachtlich. Ein intensiver Kulturaustausch besteht seit über 10 Jahren mit dem Berliner Stadtbezirk Treptow/Köpenick.

Auch im Bildungsbereich besteht eine enge Zusammenarbeit, beispielsweise der Deutschlehrerinnen und Deutschlehrer. Das Tätigkeitsprogramm 2015-2019 der Schweizerischen und der Deutschschweizerischen Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK und D-EDK sind vergleichbar der deutschen KMK) zeigt, dass Ziele und Aufgaben der EDK in vielerlei Hinsicht auch die liechtensteinische Bildungspolitik beeinflussen. In den Bereichen der Freizügigkeitsvereinbarungen, der Diplomanerkennung, der Sonderpädagogik und des Bildungsmonitorings bestehen weitgehend gleiche Interessen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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