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Libyen

Kultur und Bildung

Stand: Juni 2017

Bildungssystem

Durch den seit 2014 herrschenden Konflikt wurden die Aussichten des libyschen Schul- und Hochschulsektors, Anschluss an internationale Bildungskooperation zu finden, erneut zurückgeworfen. In einigen Städten, insb. Benghazi, mussten Schulen wegen des Konflikts vorübergehend schließen.

Das Goethe Sprachlernzentrum (SLZ) war, neben dem British Council, der einzige Anbieter von Sprachkursen in Libyen. Es musste im Sommer 2014 seine Sprachkurse (wichtig insbesondere für Libyer, die ein Studium in Deutschland anstreben) aufgrund der sicherheitspolitischen Lage vorerst einstellen.

In mehreren Städten, in denen religiöse Fundamentalisten Einfluss haben (Derna, Sirt, in jüngster Zeit auch Teile von Tripolis), herrscht in den Schulen Geschlechtertrennung.

Wissenschaft

Libyen strebte nach 2011 insbesondere den Aufbau internationaler Koopera­tionen für die größten seiner 13 landesweiten Universitäten an Die Wissenschaft in Libyen wurde jedoch durch die Krise erheblich in Mitleidenschaft gezogen. Einzelne Universitäten mussten schließen (Benghazi, Zerstörung der Gebäude) oder ihren Betrieb aus Sicher­heits- oder finanziellen Gründen verringern. Die Polarisierung der Gesellschaft erfasst auch die wis­senschaftlichen Einrichtungen.

Kultur

Eine staatliche Kulturpolitik im engeren Sinne gibt es bisher nicht. Zwar verfügt Libyen über archäolo­gische Stätten von Weltrang (z.B. römische Ruinenstadt Leptis Magna im Osten von Tripolis), allerdings werden diese nicht nach internationalen Standards gepflegt. Im Zuge der jüngsten Kämpfe wurden etliche Kulturdenkmäler mutwillig beschädigt bzw. zerstört.

Sowohl die Regierung (Beida) als auch die Gegenregierung (Tripolis) sind wegen ihrer Finanzknappheit und ihrer schwachen Verwaltungsapparate nicht in der Lage, Kulturpolitik zu gestalten.

Medien

Dominierende Medien sind vor allem ausländische (arabische) TV-Sender, daneben auch libysche TV-Sender, sowie soziale Netzwerke. Radio spielt eine untergeordnete, Zeitungen keine Rolle. Es besteht ein eklatanter Mangel an überparteilichen, einigermaßen objektiven Informationsquellen. Mehrere Projekte, insbesondere der EU, von Deutschland und Großbritannien gelten der Anhebung der journalistischen Standards.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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