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Lesotho

Beziehungen zu Deutschland

Stand: November 2015

Politische Beziehungen

Vertrauensvolle diplomatische Beziehungen zwischen Deutschland und Lesotho bestehen seit der Unabhängigkeit des Königreichs 1966. In internationalen Gremien, vor allem im Rahmen der Vereinten Nationen, findet eine enge Abstimmung statt. Lesotho hat auch nach der Schließung der Deutschen Botschaft in Maseru 1994 seine Vertretung in Bonn beziehungsweise Berlin beibehalten. Anfang 2005 eröffneten Deutschland und Frankreich im Gebäude der Alliance Française in Maseru eine gemeinsame konsularische Anlaufstelle. Seit Mitte 2014 sind keine EU-Mitgliedstaaten mehr mit einer bilateralen Botschaft in Maseru vertreten. Die Präsenz vor Ort wird seitdem ausschließlich durch die Delegation der Europäischen Union wahrgenommen.

Im April 2013 stattete König Letsie III. in Begleitung von Königin Masenate Mohato Seeiso der Bundesrepublik Deutschland einen offiziellen Besuch ab. In Berlin traf das Königspaar Bundespräsident Joachim Gauck sowie den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit. Anschließend standen Termine in Niedersachsen auf dem Programm. Die Königin hatte Deutschland bereits 2008 gemeinsam mit Außenminister Tsekoa besucht.

Entwicklungspolitische Beziehungen

Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit (EZ) konzentriert sich in Lesotho auf den Schwerpunkt dezentralisierte ländliche Entwicklung, der 2003 vereinbart wurde. Damit sollen effiziente dezentrale Institutionen geschaffen, zu denen neben Dienstleistern auf Bezirksebene vor allem die kommunalen Selbstverwaltungen gehören. Auf diese Weise sollen verbesserte öffentliche Dienstleistungen, insbesondere für die arme Bevölkerung, bereitgestellt und die politische Beteiligung gestärkt werden. Damit leistet Deutschland abgestimmt und komplementär zu Vorhaben anderer europäischer Geber und der EU einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der nationalen Entwicklungsstrategie der Regierung von Lesotho.

Die bilaterale Entwicklungszusammenarbeit mit Lesotho läuft mit der Beendigung dieses Vorhabens Ende 2015 aus. Die regionale Zusammenarbeit (vor allem SADC-Rahmen) wird fortgesetzt. Auch die Konrad-Adenauer-Stiftung beabsichtigt, sich im Bereich der politischen Bildung stärker in Lesotho zu engagieren.

Wirtschaftsbeziehungen

Der deutsche Handel mit Lesotho hat einen sehr geringen Umfang, so dass absolute Zahlen wenig aussagekräftig sind und von Jahr zu Jahr sehr sehr schwanken können. 2013 importierte Lesotho für rund 6,4 Millionen US-Dollar Waren aus Deutschland, wohingegen sich die Exporte nach Deutschland auf rund 1,7 Millionen Euro beliefen. Aus Deutschland bezieht Lesotho hauptsächlich Fahrzeuge, Maschinen sowie pharmazeutische und chemische Erzeugnisse. Deutschland führt insbesondere Rohstoffe, Textilien und Nahrungsmittel aus Lesotho ein.

Kulturbeziehungen

Deutsche Künstler haben in den vergangenen Jahren immer wieder Konzerte in Maseru gegeben, die sehr gut und hochrangig besucht waren. Zuletzt jazzte sich die deutsch-französische Band Cécile Verny in die Herzen der Basotho.

Vom regionalen Goethe-Institut Johannesburg wurde in der Bibliothek der Alliance Française eine "deutsche Ecke" eingerichtet mit Büchern, Zeitschriften und anderen deutschen Medien. Die Botschaft hat im letzten Jahr dieses Angebot erweitert, vor allem um einen Computer, der Zugriff auf die Online-Bibliothek des Goethe-Instituts ermöglicht.

Eine sportpolitische Zusammenarbeit gab es in den letzten Jahren vor allem im Bereich der Förderung von Trainern für Fußball, Volleyball und Leichtathletik. Auf hochschulpolitischem Gebiet gibt es eine Zusammenarbeit mit der einzigen Universität der Landes, der National University of Lesotho, mittels Stipendien des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD).

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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