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Kroatien

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: März 2017

Grundlinien der Kulturpolitik

Das Kulturleben in Kroatien ist lebendig und vielfältig. Film- und Musikfestivals und Theateraufführungen prägen das Leben nicht nur in Zagreb sondern überall im Lande. Kroatische Städte verfügen über ausgezeichnete Museen. Dabei gilt das Interesse auch zeitgenössischer Kultur. Es gibt eine eigenständige Pop- und Jazzszene. Kroaten sind ein musik- und lesefreudiges Volk. Das Kulturleben wird von staatlicher Seite unterstützt und gefördert. Daneben wird aber auch das kulturelle Erbe gepflegt: Kroatien vereinigt auf kleinem Raum eine Vielzahl von höchst unterschiedlichen traditionellen Kulturräumen: Istrien und Dalmatien sind norditalienisch geprägt; in Zagreb und anderen Städten Nordkroatiens ist das Erbe der Österreichisch-Ungarischen Monarchie noch deutlich sichtbar: Slawonien ist eine typisch ostmitteleuropäisch geprägte Kulturlandschaft mit einer kleinen deutschen Minderheit donauschwäbischen Ursprungs; im Nordosten sind ungarische, an der Grenze zu Bosnien und Herzegowina südslawische Einflüsse spürbar. Diesem kulturellen Reichtum entspricht eine Vielzahl von häufig lokalen Initiativen, die sich dem Erhalt und der Pflege der kulturellen Traditionen verschrieben haben. Das kroatische Kulturministerium unternimmt zahlreiche Anstrengungen, um die nationalen materiellen und immateriellen Kulturgüter im Rahmen des UNESCO-Welterbes zu schützen.

Bildungssystem

Die Schulpflicht beträgt acht Jahre. Danach kann der Schulbesuch (Jahrgangsstufen 9 bis 12) in Mittelschulen oder in Fachschulen fortgesetzt werden. Die kroatische Regierung hat zum Schuljahr 2009/10 ein Zentralabitur eingeführt. An mittlerweile 42 Schulen kann das Deutsche Sprachdiplom II erworben werden, an 18 das Deutsche Sprachdiplom I. Im Rahmen der Initiative „Schulen: Partner der Zukunft“ kooperiert das Goethe-Institut in Kroatien mit acht ausgewählten Mittelschulen. Insgesamt gibt es in Kroatien 50 Partnerschulen der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 2009 nimmt Kroatien am Studentenaustauschprogramm Erasmus als Entsendestaat teil; im Studienjahr 2010/2011 kamen erstmals Erasmus-Studierende nach Kroatien. Insgesamt war die Zahl der Deutschlernenden an Schulen und Hochschulen bis vor kurzem rückläufig, hat sich jedoch erholt und bleibt im zunehmenden Wettbewerb um die zweite Fremdsprache stabil (ca. 200.000).

Universitäten gibt es in Zagreb, Rijeka, Pula,Osijek, Zadar, Split und in Dubrovnik. Daneben gibt es zahlreiche Fachhochschulen, sowie private Universitäten und Colleges. Die Zahl der Studenten liegt bei circa 157.800 (2014). In vielen Bereichen existieren gute internationale wissenschaftliche Kontakte. Allerdings sind die Arbeits- und Forschungsbedingung sowie die Bezahlung in westeuropäischen Ländern für Akademiker besser als in Kroatien, so dass viele kroatische Wissenschaftler im Ausland leben und forschen.

Medien

Heute existieren jeweils fünf überregionale und regionale Tageszeitungen sowie 50 überregionale und regionale Wochenzeitschriften in Kroatien. Neben dem nationalen Institut für Radio und Fernsehen (HRT), das eine öffentlich-rechtliche Anstalt ist, existieren vier private überregionale und 21 regionale und lokale Fernsehsender sowie 3 überregionale und 139 regionale und lokale private Radiosender. Digitales Fernsehen und Radio mit in- und ausländischen Programmen gehört zum kroatischen Alltag, ebenso eine Vielzahl an Nachrichtenportalen.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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