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Kroatien

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2017

Politische Beziehungen

Die Beziehungen zwischen Deutschland und Kroatien sind sehr eng. Ein wichtiges Element dieser Beziehungen ist die große Zahl an Kroaten, die in Deutschland leben (über 260.000 Personen) sowie früheren Gastarbeitern, die zwischenzeitlich nach Kroatien zurückgekehrt sind. Zudem besuchen jedes Jahr über zwei Millionen deutsche Touristen Kroatien. Auch in wirtschaftlicher, wissenschaftlicher und technischer Hinsicht bestehen enge Beziehungen zwischen beiden Ländern.

Wechselseitige Besuche auf politischer Ebene finden regelmäßig statt. Zuletzt war der kroatische Ministerpräsident Plenkovićam 12. Dezember 2016 zu einem Besuch in Deutschland, weiterhin der kroatische Außenminister Stier am 14. Dezember 2016. Bundesaußenminister Steinmeier hatte Kroatien am 30. April 2015 besucht. Im März 2015 erfolgte in Berlin ein offizieller Besuch der kroatischen Präsidentin Kolinda Grabar-Kitarović.

Die Gemischten Kommissionen Bayerns und Baden-Württembergs mit Kroatien treffen sich regelmäßig. Wechselseitige Besuche von Mitgliedern des Bundestags, von Ministerpräsidenten und Mitgliedern der Landtage bzw. von Angehörigen des kroatischen Parlaments sowie regelmäßige Kontakte von Fachbeamten, Unternehmensvertretern, Wissenschaftlern, Studenten und interessierten Bürgern führen zu einem regen Austausch auf allen Ebenen.Auch nach dem Beitritt zur Europäischen Union unterstützt Deutschland Kroatien in zahlreichen Projekten bei der Festigung marktwirtschaftlicher Strukturen, der Modernisierung der Verwaltung, der Reform der Justiz und dem Ausbau von Energieeffizienz und erneuerbaren Energien. Dies geschieht hauptsächlich durch Beratungs- und Ausbildungsmaßnahmen, die Ausarbeitung von Studien, Besuchsreisen und Hospitationen kroatischer Beamter, Unternehmensmitarbeiter und anderer Fachleute in Deutschland. Mit deutscher Hilfe wurden in der Vergangenheit auch humanitäre Maßnahmen durchgeführt: dazu zählen die Reparatur kriegszerstörter Häuser, der Wiederaufbau und die Modernisierung der Infrastruktur sowie die Räumung von Minen.

Wirtschaftsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen sind ausgesprochen eng: Deutschland ist Kroatiens größter Handelspartner, gefolgt von Italien, Slowenien und Österreich; bei den ausländischen Direktinvestitionen nimmt Deutschland nach den Niederlanden und Österreich den dritten Platz ein. Neben größeren deutschen Investitionen u.a. durch DAX-Konzerne haben zahlreiche mittelständische deutsche Unternehmen Tochterfirmen in Kroatien gegründet. Deutsche Urlauber stellen mit über zwei Millionen Touristen pro Jahr das zahlenmäßig größte Kontingent an Besuchern Kroatiens. Im Jahr 2016 ist die Zahl der deutschen Touristen um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen.

Ein Abkommen über den gegenseitigen Schutz von Investitionen trat im August 2000 in Kraft, ein Abkommen zur Vermeidung der Doppelbesteuerung im Dezember 2006.

Seit 2003 ist in Kroatien eine Deutsch-Kroatische Industrie- und Handelskammer mit über 380 registrierten Unternehmen tätig. Germany Trade and Invest ist mit einem Büro ebenfalls in Zagreb vertreten.

Kulturelle Beziehungen

Grundlage der bilateralen kulturellen Kooperation ist das deutsch-kroatische Kulturabkommen vom 26. August 1994, das seit dem 23. Januar 1998 in Kraft ist. Schwerpunkte der Zusammenarbeit sind die Mobilitätsförderung im Bereich der Wissenschaft und der Hochschulen sowie der Erhalt bzw. weitere Ausbau der starken Stellung der deutschen Sprache im kroatischen Bildungswesen (fast 30 Prozent aller kroatischen Schüler lernen Deutsch als erste oder zweite Fremdsprache). In Kroatien sind das Goethe-Institut, der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA-Koordinator für das Deutsche Sprachdiplom und acht weitere Programmlehrer an kroatischen Gymnasien) tätig.

Die Deutsche Internationale Schule in Zagreb (DISZ) besteht seit dem Jahr 2004. Sie führt vom Kindergarten bis zum Abitur und kooperiert eng mit der Französischen Schule Zagreb als Eurocampus.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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