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Kulturpolitik
Stand: März 2012
In Kolumbien gilt eine neunjährige Schulpflicht. Der Unterricht an den staatlichen Schulen ist kostenlos, Kindergärten sind hingegen meist kostenpflichtig. Die tatsächliche Dauer des Schulbesuchs weicht allerdings insbesondere für die unteren Einkommensschichten erheblich von der gesetzlichen Vorgabe ab – nach OECD-Angaben beträgt die durchschnittliche Schuldauer für die unteren Einkommensschichten lediglich 4,4 Jahre, für die mittleren sozialen Schichten 7,5 Schuljahre.
Der durch einen hohen Anteil von Privatuniversitäten gekennzeichnete akademische Sektor hat teilweise ein sehr gutes Niveau und geniesst in Lateinamerika eine Spitzenstellung. Der Zugang zu den staatlichen Universitäten ist auch für Angehörige der ärmeren Bevölkerungsteile möglich, wenngleich aus diversen Gründen tatsächlich eher schwierig. Das gilt im Rahmen der Begabtenförderung auf Basis von Stipendienprogrammen auch für die privaten Universitäten. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass die Angehörigen der Oberschicht in den Universitäten weit überdurchschnittlich vertreten sind. Unter der Regierung Santos soll das Angebot an Studienplätzen erheblich ausgeweitet sowie eine bessere Form der staatlichen Finanzierung gefunden werden.
Kulturförderung staatlicherseits wird außerhalb des Erziehungssektors durch das im Juli 1997 gegründete Kulturministerium und im Wissenschaftssektor durch die mit Kabinettsrang versehene Forschungsförderungsbehörde Colciencias wahrgenommen, in den Provinzen und größeren Städten durch die örtlichen Verwaltungen.
Hinweis
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