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Kolumbien

Beziehungen zwischen Kolumbien und Deutschland

Stand: März 2012

Politische Beziehungen

Zwischen Deutschland und Kolumbien bestehen seit langem freundschaftliche und zunehmend enge Beziehungen, zu denen u.a. die Ansiedlung deutscher Unternehmen, der Wissenschaftsaustausch, kulturelle Einrichtungen und eine umfangreiche entwicklungspolitische Zusammenarbeit beigetragen haben.

Kolumbien weiß die zwar kritische, aber konstruktive Haltung Deutschlands in der für das Land schwierigen Menschenrechtsdiskussion zu schätzen.

Die deutliche Intensivierung des hochrangigen bilateralen Besuchsaustauschs seit 2007 zeigt die Dichte der Beziehungen zwischen beiden Ländern (u.a. Besuch des Bundespräsidenten in Kolumbien im März 2007, der Bundeskanzlerin im Mai 2008, von BM Schavan im März 2009, BM Niebel im November 2010, BM Westerwelle im Juli 2011, des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie im Februar 2012; von Präsident Uribe in Berlin im Januar 2009, von Präsident Santos noch vor Amtsantritt im August 2010 und im April 2011, Besuch des Bundestagsausschusses für Wirtschaft 16.-18.2.2012).

Wirtschaftliche Beziehungen / Entwicklungspolitische Zusammenarbeit

Deutschland ist größter Handelspartner Kolumbiens in der EU. Der bilaterale Handelsaustausch verzeichnete in den letzten Jahren deutliche Steigerungsraten.

Eine Reihe deutscher Großunternehmen ist mit eigenen Produktionsstätten in Kolumbien vertreten.

Die wichtigsten Wirtschafts- und entwicklungspolitischen Abkommen zwischen Kolumbien und Deutschland sind:

  • Handelsabkommen vom 9. November 1957
  • Rahmenabkommen über technische Zusammenarbeit vom 26.05.1998 (Aktualisierung des Abkommens von 1965)
  • Doppelbesteuerungsabkommen für Schifffahrts- und Luftfahrtunternehmen vom 10.09.1968
  • Verschiedene FZ-Abkommen seit 1965.

Die Bundesregierung verhandelt mit der kolumbianischen Regierung zur Zeit über ein Investitionsschutz- und ein Doppelbesteuerungsabkommen.

Bei den Regierungsverhandlungen über Entwicklungszusammenarbeit im Dezember 2010 wurde ein neuer Umweltschwerpunkt vereinbart, der neben die bisherigen Schwerpunkte Friedensentwicklung und Krisenprävention tritt. Die Entwicklungszusammenarbeit ist auf ein Volumen von 120 Mio Euro für 2011 und 2012  angehoben worden.

Außerdem fließen in großem Umfang deutsche öffentliche Leistungen über private Organisationen (Kirchen, andere Nichtregierungsorganisationen, politische Stiftungen, Stipendien, Expertenentsendung) sowie über multilaterale Institutionen (EU, Vereinte Nationen und ihre Unterorganisationen) nach Kolumbien.

Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen werden zum einen stark von Universitätspartnerschaften, dem Austausch von Wissenschaftlern und Dozenten und der Zusammenarbeit im Rahmen von Stipendienprogrammen bestimmt. Der DAAD ist mit einem Informationszentrum in Bogotá und zwei weiteren Lektoren in Cali und Medellín ein unersetzlicher Partner. Die Gruppe der in Deutschland studierenden Kolumbianer ist in den letzten Jahren stetig gewachsen; die kolumbianische Studentengemeinde in Deutschland ist die drittgrößte Lateinamerikas (ca. 1.600). Die Zahl der Geförderten konnte auf 634 gesteigert werden. Umgekehrt arbeitet in Kolumbien, das teilweise über teilweise sehr gute Universitäten und Forschungseinrichtungen verfügt, eine wachsende Zahl deutscher Akademiker und Forscher.

Leuchtturm der akademischen Beziehungen ist das im Oktober 2010 eingeweihte Exzellenzzentrum für Meereswissenschaften in Santa Marta.

Das Colegio Andino in Bogotá (ca. 1670 Schüler) und die anderen Deutschen Schulen in Cali (ca. 780 Schüler), Medellín (ca. 1125) und Barranquilla (ca. 875) genießen einen hervorragenden Ruf. Das Colegio Andino wurde 2009 als Exzellenzschule zertifiziert und im Rahmen der „Initiative Partnerschulen im Ausland (PASCH)“ als erste von mittlerweile vier PASCH-Schulen in Kolumbien ausgezeichnet.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Kolumbien ist ein Partnerland der deutschen Entwicklungs­zusammen­arbeit. Schwerpunkt der kolumbianisch-deutschen Zusammenarbeit ist die Friedensentwicklung und Krisenprävention. Mehr dazu beim Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.