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Kamerun

Kultur und Bildung

Stand: März 2017

Kamerun gilt dank seiner landschaftlichen und klimatischen Diversität vom Regenwald im Süden bis hin zur Sahelzone im Norden als "Afrika in Miniatur".
Mit über 240 Ethnien ist die Kultur Kameruns sehr vielfältig und reichhaltig. Da fast alle Ethnien ihre eigenen Sprachen oder Dialekte pflegen, kommt den Amtssprachen Französisch (etwa 80 Prozent der Bevölkerung) und Englisch (etwa 20 Prozent der Bevölkerung) eine besondere Bedeutung zu: als Verkehrssprachen, in den Medien und allgemein im öffentlichen Leben. In den drei nördlichen Regionen Kameruns steigt die Bedeutung von Fulfulde als Verkehrs- und Handelssprache.
Deutsch wird an zahlreichen Schulen und auch an einigen Universitäten unterrichtet. Mit ca. 230.000 Deutschlernern ist Deutsch nach Spanisch die wichtigste Fremdsprache an kamerunischen Schulen.

Die kamerunische Kulturszene greift auf ein reiches kulturelles Erbe zurück. Inspiration kommt außerdem aus den Nachbarländern (etwa in der Musik aus Kongo und Nigeria) und aus Frankreich. Gerade im Bereich der Musik (Manu Dibango, Richard Bona, Charlotte Dipanda, Kayrece Fotso, André Manga u.a.), aber auch in moderner Malerei und Plastik (Emk'al, Pascal Marthine Tayou, Hervé und Emile Youmbi u.a.) sowie in der Literatur (Mongo Beti, Francis Bebey, Alain Patrice Nganang u.a.) sind kamerunische Künstler international bekannt. Bonaventure Ndikung, Curator at Large der Documenta14, stammt aus Kamerun.

Nach einer mehrjährigen Pause fand in Jaunde im November 2016 die achte Ausgabe des  Festival national des arts et de la culture (FENAC) statt. Die Kulturszene lebt ansonsten größtenteils von privaten Initiativen. Unter den wenigen Kulturzentren und Veranstaltungsorten in Jaunde nimmt das Goethe-Institut Kamerun einen wichtigen Platz ein. Von überregionalem Rang ist das Zentrum für zeitgenössische Kunst "Doual'Art" in der Wirtschaftsmetropole Duala, das alle drei Jahre ein Festival für Kunst im öffentlichem Raum veranstaltet ("Salon Urbain de Douala").

Neben sieben staatlichen Hochschulen sind private Universitäten und Kunsthochschulen für eine wachsende Zahl von Studentinnen und Studenten attraktiv.

Der staatliche Radio- und Fernsehsender "Cameroon Radio Television (CRTV)" erfährt starke Konkurrenz privater Sender. Der private Fernsehsender CANAL 2 verzeichnet die größten Einschaltquoten. Neben der staatlichen und auflagenstärksten Tageszeitung "Cameroon Tribune" existiert eine Reihe weiterer Zeitungen, darunter auch regierungskritische.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Entwicklungs­zusammenarbeit

Kamerun ist Kooperationsland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung:

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