Hauptinhalt

Italien

Wirtschaft

Stand: August 2017

Allgemeine Wirtschaftslage

Italiens Volkswirtschaft erlebte  nach einem Einbruch der Wirtschaftsleistung um ca. 9 Prozent gegenüber dem Vorkrisenhoch (2008) im Kalenderjahr 2015 erstmals wieder ein Wachstum von 0,8 Prozent und 2016 in Höhe von 0,9 % [Quelle: Istat]. Im Außenhandel konnte 2016   ein Wachstum der Exporte um 1,1 Prozent erzielt werden bei zeitgleichem Verringerung der Importe um 1,4 Prozent. Der bereits bestehende Handelsbilanzüberschuss wurde weiterhin ausgebaut und lag 2016 t bei über 51 Mrd. Euro. Deutschland ist wichtigster Handelspartner Italiens mit einem Anteil von 12,3 Prozent an den italienischen Exporten und 15,5 Prozent an den italienischen Importen. Die Inflationsrate lag 2016 bei -0,1 Prozent (2015 0,1 Prozent).

Bedingt durch die krisenhafte Entwicklung ist die italienische Schuldenquote von 105,7 Prozent des BIP 2008 (nach alter Berechnungsmethode) auf 112,5 Prozent im Jahr 2009 (nach neuer Berechnungsmethode Sec 2010) und schließlich im Jahr 2016 auf 132,6 Prozent gestiegen. Das jährliche strukturelle Haushaltsdefizit hingegen sank von 0,7 Prozent im Jahr 2014 auf 0,5 Prozent im Jahr 2015. Der Rückgang des Haushaltsdefizits war das Ergebnis einer Reihe fiskalischer Konsolidierungsmaßnahmen, die unter der Regierung Monti begonnen und unter den Regierungen Letta und Renzi dann fortgesetzt wurden.

Der Arbeitsmarkt erfuhr im Jahr 2016 bei nach wie vor hohen Arbeitslosenquoten eine leichte Erholung. Die Arbeitslosenquote betrug im März 2017 11,7 gegenüber 11,7 Prozent im Jahresmittel 2016. Gleichzeitig bleibt auch die Beschäftigtenquote mit 57,2 Prozent 2016  weiterhin niedrig. Auf besorgniserregendem hohem Niveau verharrt auch die Jugendarbeitslosigkeit, wenngleich sie gegenüber 40,3Prozent im Jahresmittel 2015 im Jahr 2016 mit  37,8 Prozent etwas niedriger lag.  Zudem bestehen weiterhin starke regionale Ungleichgewichte, der Süden ist von der (Jugend-)Arbeitslosigkeit deutlich stärker betroffen als der Norden.

Die Energieversorgung Italiens ist durch eine sehr hohe Importabhängigkeit gekennzeichnet, ca. 79 Prozent des Energiebedarfs wird importiert. Mit dem Referendum vom 12./13. Juni 2011 hat sich Italien gegen die Wiedereinführung der Nuklearenergie ausgesprochen. Die Nachfrage nach Energie wird zu ca. 36 Prozent durch Erdöl, zu 35 Prozent durch Gas, zu 15 Prozent durch erneuerbare Energien, zu 9 Prozent durch feste Brennstoffe und zu 5 Prozent durch importierte Elektrizität gedeckt. Bei den erneuerbaren Energien ist in den nächsten Jahren bei Solar- und Windenergie weiterhin mit einem – wenn auch verlangsamten - Wachstum zu rechnen. Der Biomasse- und Biogas-Bereich gewinnt langsam an Bedeutung, jedoch auf niedrigem Niveau. Eine neue Gesetzgebung drosselt seit Juni 2014 die Subventionen für erneuerbare Energien.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere