Hauptinhalt

Honduras

Bildung und Kultur

Stand: Februar 2017

Bildung

Das Niveau des honduranischen Bildungswesens ist im internationalen Vergleich nach wie vor sehr gering. Die durchschnittliche Dauer des Schulbesuchs liegt bei 6,5 Jahren und damit unter dem Durchschnitt für Lateinamerika und die Karibik (7,8 Jahre).

Dennoch hat die honduranische Regierung in den letzten Jahren – auch mit deutscher Unterstützung – große Fortschritte erzielt. Zum vierten Mal in Folge wurden 2016 die vorgeschriebenen 200 Schultage tatsächlich erreicht und sogar übertroffen, grundlegende Informationen über Schulen, Lehrer und Schüler wurden in einem Masterplan systematisiert. Dieser dient nun als Grundlage für die Investitionen der honduranischen Regierung in die Schulinfrastruktur. Schüler werden systematischer getestet, womit auch ein Grundstein für die Vergleichbarkeit der Schülerleistungen gelegt wird. Auch die Lehrer wurden evaluiert und daraufhin gezielte Maßnahmen zu Weiterbildung vereinbart.

Es gelang eine Reduzierung der Analphabetenrate auf 12,1%. Mit dem über Auslandskredite finanzierten Sozialhilfeprogramm "Bono 10 mil" erhalten bedürftige Familien Barmittel, wenn sie ihre Kinder in die Schule schicken, auch Unterrichtsmaterial soll davon gekauft werden.

Die Bildungsindikatoren haben sich für Honduras im längerfristigen Trend verbessert: Die Einschulungsrate ist gestiegen, ebenso die Rate derjenigen, die den Grundschulabschluss absolvieren. Der Englischunterricht an den staatlichen Schulen wird ausgebaut.

Im Hochschulbereich gibt es mehrere staatliche Universitäten, so z.B. die "Nationale Autonome Universität von Honduras" (UNAH) in Tegucigalpa mit weiteren Studienzentren in San Pedro Sula, La Ceiba, Santa Rosa de Copán und Comayagua sowie die Lehrerhochschule "Nationale Pädagogische Universität Francisco Morazán" (UPNFM) in Tegucigalpa. Die Außenabteilung für internationale Kooperation der UNAH ist Partner bei der akademischen Zusammenarbeit. Die Lehrer ausbildende Pädagogische Universität kooperiert mit deutschen Universitäten.

Die wichtigsten Privatuniversitäten sind die Technischen Universitäten (UNITEC und UTH) sowie die von der katholischen Kirche getragene Universität (Universidad Católica). 

Zudem bestehen im Land drei agrar- und forstwissenschaftliche Hochschulen (Escuela Agrícola Panamericana in Zamorano mit Studenten aus ganz Lateinamerika, die Universidad Nacional de Agricultura (UNA) in Catacamas und die Escuela Nacional de Ciencias Forestales in Siguatepeque.


Kultur

Der Kulturetat in Honduras ist klein. Gefördert werden Musikensembles der Universitäten und einige Künstler wie das staatliche Symphonieorchester mit dem in Deutschland ausgebildeten Dirigenten Jorge Mejía. Im Sport erhält vor allem der Fußball als "Nationalsport" finanzielle Unterstützung des Ministeriums.

Das "Teatro Manuel Bonilla" in Tegucigalpa bietet Platz für Theateraufführungen und Musikveranstaltungen für circa 600 Zuschauer. Daneben spielt die Pflege des kulturellen Erbes – sowohl aus der vorkolumbianischen Zeit insbesondere in Gestalt der Maya-Kulturdenkmäler in Copán als auch aus der Zeit der hispanischen Kolonialepoche (alte Hauptstadt Comayagua) eine besondere Rolle für die kulturelle Identität von Honduras.

Das Goethe-Institut (GI) ist in Honduras nicht vertreten. Das Deutsche Kulturzentrum in Tegucigalpa (CCA) erhält für seine Sprach- und Kulturarbeit finanzielle Zuwendungen des Goethe-Institutes und führt Lizenzunterricht für das Goethe-Institut durch. Darüber hinaus besteht das private deutsche Kulturinstitut "Humboldt-Institut" in San Pedro Sula, das auch Partner bei der Organisation von Kulturveranstaltungen ist und auch Sprachprüfungen für die Zertifikate des Goethe-Institutes abnimmt.

Der DAAD ist über das Regionalbüro in Costa Rica in der Region Zentralamerika präsent und stützt sich in Honduras organisatorisch auf ehemalige Stipendiaten als örtliche Verbindungspersonen, die unter anderem Studienbewerber und Interessenten für Stipendien beraten.

Deutsch wird in den staatlichen Schulen nicht gelehrt. Außer bei den oben genannten deutschen Kulturinstituten erhalten in Tegucigalpa an einer Privatschule etwa 300 Schüler ein- bis zweimal die Woche Deutschunterricht.

Eine deutsche Schule gibt es in Honduras nicht.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


Seite teilen:

Einreise & Aufenthalt

Auswärtiges Amt

Reise und Sicherheit

Außen- und Europapolitik

Ausbildung & Karriere