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Guinea

Kultur- und Bildungspolitik

Stand: Oktober 2011

Bildung

Die guineische Schulpolitik ist angesichts der hohen Analphabetenrate vorrangig auf eine Erhöhung der Schülerzahlen ausgerichtet. Der Alphabetisierungsgrad der Erwachsenen beträgt 29,5 Prozent und der Jugendlichen 46,6 Prozent. Es konnten Erfolge bei der Erhöhung der Schülerzahlen festgestellt werden. Die Staatsausgaben für die Bildung liegen mit rund 1,7 Prozent des BIP (2010) unter dem durchschnittlichen Ausgaben für Bildung in anderen afrikanischen Staaten. An den öffentlichen Universitäten des Landes sind insgesamt etwa 30 000 Studenten eingeschrieben. Das Ausbildungsniveau ist niedrig. Während Studienabgänger früher quasi automatisch in den Staatsdienst übernommen wurden, sind heute viele arbeitslos.

Wichtigste kulturelle Exportprodukte Guineas sind Musik und Tanz (Ballets Africains, Merveilles de Guinée etc.). Die Werke des wichtigsten guineischen Schriftstellers Camara Laye liegen auch in deutscher Übersetzung vor. In Europa sind auch die Aufführungen des Circus Baobab bekannt ("Afrika, Afrika").

Medien

Der öffentliche Rundfunk, Fernsehen und die Tageszeitung "Horoya" sind staatlich kontrolliert. Private Rundfunkstationen sind seit 2006 zugelassen. Die auflagenschwache private Presse schreibt in gelegentlich scharfem Ton und ist regierungskritisch. Alle Presseorgane weisen mangelhafte finanzielle und technische Ausstattung auf. In den letzten Jahren sind Internet-Websites für die öffentliche Meinungsbildung wichtig geworden, sie können von der Regierung kaum kontrolliert werden, weil sie meistens im Ausland ansässig sind.



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.