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Großbritannien Vereinigtes Königreich

Beziehungen zu Deutschland

Stand: März 2012

Politische Beziehungen

Die deutsch-britischen Beziehungen sind eng, vertrauensvoll und vielfältig. Nennenswerte bilaterale Probleme gibt es kaum. Das Verhältnis der Regierungschefs, die sich eng abstimmen, ist sehr gut. Dies findet seine Entsprechung in einer Vielzahl von intensiven Kontakten zwischen britischen und deutschen Ministern und Abgeordneten, unterstützt auch von den in London vertretenen politischen Stiftungen (Friedrich Ebert Stiftung, Konrad Adenauer Stiftung). Seit 1950 stellen die jährlich stattfindenden Königswinter-Konferenzen ein zentrales Forum für den deutsch-britischen Politikdialog dar.

Königswinter-Konferenzen


Wirtschaftsbeziehungen

Für Großbritannien ist Deutschland vor den USA der wichtigste Handelspartner, für Deutschland liegt Großbritannien unter den Handelspartnern an sechster Stelle. Der bilaterale Warenhandel weist traditionell einen Überschuss zugunsten Deutschlands aus (2010 deutsche Exporte: 59 Milliarden Euro, deutsche Importe: 38 Milliarden Euro). Der Anteil des Exports nach Großbritannien beträgt 6,2 Prozent der gesamten deutschen Warenausfuhren und ist damit gegenüber dem Vorjahr (6,6 Prozent) leicht zurückgegangen, das Exportvolumen nahm um 11,7 Prozent zu. Im Zeitraum Januar bis Oktober 2011 nahmen die deutschen Ausfuhren nach Großbritannien gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 11,6 Prozent zu, die Einfuhren aus Großbritannien sogar um 19,9 Prozent.

Direktinvestitionen spielen bei den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen eine wichtige Rolle. Die deutschen mittelbaren und unmittelbaren Direktinvestitionen in Großbritannien (darunter Siemens, Bosch, BMW, Deutsche Telekom, Deutsche Post, Linde, Heidelberg Zement) lagen Ende 2009 bei 120 Milliarden Euro, die britischen mittelbaren und unmittelbaren Direktinvestitionen in Deutschland (wie BP, Shell, GKN, Terra Firma, Rolls Royce), bei 40 Milliarden Euro.


Kulturelle Beziehungen

Die kulturellen Beziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien sind eng und vielfältig. Sie umfassen sowohl den privat-kommerziellen als auch den öffentlichen Bereich.

In buchstäblich allen Kultursparten existiert eine dichte deutsche Präsenz sowie ein enger Austausch zwischen deutschen und britischen Künstlern, Kunstmanagern und Institutionen. Die deutsche Gegenwartskunst wird durch die in Großbritannien lebenden und arbeitenden deutschen Künstler geprägt. Im Gegenzug ist vor allem Berlin Magnet für britische Künstler und Kreative.

In den Bereichen Theater und Literatur ist aufgrund der Sprachbarriere der Austausch geringer, doch dank der halbjährlichen Publikation „New Books In German“ werden neue deutsche Veröffentlichungen regelmäßig Verlegern in Großbritannien und den USA nahe gebracht. In den letzten Jahren widmen sich auch mehr und mehr kleine Theater deutschen Theaterstücken in englischer Übersetzungen: von Klassikern wie Schiller bis hin zu aktuellen Positionen wie Dea Loher. Ebenso präsentieren deutsche Theater-Ensembles u. a. englische Klassiker in deutscher Sprache in namhaften Londoner Kultureinrichtungen. Deutsche Filme erzielen seit einigen Jahren große Erfolge. Auch deutsche Kreativindustrien (Design, Mode, Architektur) stoßen auf wachsendes Echo und Anklang.

New Books in German


Jugendaustausch

Das bilaterale Jugendbüro „UK-German Connection“, 2005 auf Initiative von Bundespräsident Köhler und Königin Elisabeth II. von den Außenministern Deutschlands und Großbritanniens ins Leben gerufen, hat sich als zentrale Anlaufstelle zu allen Fragen des Schüler- und Jugendaustauschs zwischen beiden Ländern etabliert. Ca. 300.000 Lehrer, Schüler und Kinder nutzen allein im Jahr 2011 die erfolgreiche Website:

Deutsch-Britisches Jugendaustauschbüro



Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.