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Georgien

Kultur und Bildung

Stand: März 2017

Kultur und Kulturerbe

Die georgische Kultur spiegelt sich in allen Gebieten künstlerischen Schaffens wider und ist darüber hinaus seit Jahrhunderten verbunden mit dem orthodoxen christlichen Glauben und der georgischen Sprache.

Die ältesten georgischen Kirchen stammen aus dem 5. Jahrhundert, seit dem 11. Jahrhundert entstanden dann die heute noch typischen Kreuzkuppelkirchen mit ihren teils noch erhaltenen Fresken. Glaube, Sprache und Kultur trugen über die wechselhafte Geschichte des Landes hinweg zur Festigung der nationalen Identität bei.

In Zeiten der russischen und später der sowjetischen Machtausübung bot die Kultur den Georgiern eine gewisse Entfaltungsmöglichkeit. Bedeutende Künstler brachte Georgien im 19. Jahrhundert und Anfang des 20. Jahrhunderts mit dem Schriftsteller Ilja Tschawtschawadse, dem Maler Niko Pirosmani und dem Komponisten Zacharia Paliaschwili hervor. Auch heute ist die Pflege dieses Kulturerbes für Georgier aller Generationen selbstverständlich.


Bildungssystem

Georgien hat traditionell einen sehr hohe akademischen Bildungsstand. Dagegen bestehen Schwächen bei der berufspraktischen Ausbildung.

Georgien hat sich den Vorgaben des Bologna-Prozesses verschrieben.

Wichtige Entwicklungsschritte im Hochschulbereich waren die Einführung einer landesweiten transparenten Hochschulzugangsprüfung, die Ausdünnung der vergleichsweise überdimensionierten Hochschul­landschaft durch ein nationales Zertifizierungsverfahren und die innere Umstrukturierung der Universitäten im Zuge der Bologna-Implementierung. Zu den Neuerungen im Schulbereich gehörten die Einführung eines Abiturs sowie die englische Sprache als Pflichtfach ab der ersten Grundschulklasse ab dem Schuljahr 2011/2012. Es besteht Schulpflicht bis zur 9. Klasse. 2007 wurde die Gesamtschulzeit von elf auf zwölf Jahre verlängert. Das Gymnasium führt nun in der 12. Klasse zur Hochschulreife.

Die wichtigsten staatlichen Universitäten befinden sich in Tiflis sowie in Kutaisi, Batume, Telawi und Gori.


Medien

In Georgien gibt es eine lebendige Medienlandschaft, die aktuell im Umbruch ist. Meinungsführer ist das Fernsehen, dessen wichtigste Stationen (unter anderem Rustawi 2, TV Imedi, Maestro) sich - mit Ausnahme des öffentlichen Rundfunks mit zwei Kanälen (Georgian Public Broadcaster/GPB) - in privaten Händen befinden und teilweise einzelnen politischen Akteuren nahestehen. Hinzu kommen zahlreiche lokale Sender. Im Bereich des Rundfunks gibt es den öffentlichen Rundfunk Georgiens mit zwei Radiosendern und zahlreiche Privatsender, darunter auch fremdsprachige Radiosender (unter anderem Radio France International/RFI und National Public Radio/NPR). Zu den wichtigsten georgischsprachigen Printmedien gehören "Resonansi", "Kwiris Palitra", "Sakartwelos Respublika", "Alia" und "Liberali". In englischer Sprache erscheinen unter anderem die Tageszeitung "The Messenger" und die Wochenzeitungen "GeorgiaToday" und "The Georgian Times". Das einzige deutschsprachige Medienprodukt ist die Monatszeitung "Kaukasische Post". Über den Satelliten Hotbird 13° können in Georgien ARD, ZDF und Deutsche Welle empfangen werden. Das Internet ist frei zugänglich. Facebook ist in Georgien sehr beliebt und ein wichtiges Medium für Austausch und Meinungsbildung. Internetnachrichten findet man unter anderem auf www.civil.gewww.interpressnews.ge und www.agenda.ge. Die englischsprachige Nachrichtenseite www.civil.ge basiert auf einer NGO-Initiative.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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