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Bulgarien

Außenpolitik

Stand: August 2017

Seit dem NATO-Beitritt Bulgariens 2004 und dem Beitritt zur Europäischen Union am 1. Januar 2007 ist Bulgarien Partner der euro-atlantischen Zusammenarbeit.

In Südosteuropa tritt Bulgarien für friedlichen nachbarschaftlichen Interessenausgleich und verbesserte wirtschaftliche Zusammenarbeit ein. Besonders die Weiterentwicklung der Transportinfrastruktur ist dabei von Bedeutung, da wichtige Verkehrs- und Energietransitstrecken durch das Land führen. Auch der Ausbau der regionalen Energieinfrastruktur gerät zunehmend in den Vordergrund.

Bulgarien betreibt eine aktive Außenpolitik und versteht sich als ein Stabilitätsanker in der Region. Als einer der ersten Nachbarstaaten hatte Bulgarien im März 2008 die Unabhängigkeit des Kosovo anerkannt. Das Verhältnis zu den Nachbarstaaten ist durch historische Vorbehalte nicht immer einfach. Die Regierung in Sofia bemüht sich jedoch um Ausgleich, beispielweise durch unterschiedliche Kooperationserklärungen mit der Türkei. Zur weiteren Besserung der Beziehungen zur ehemaligen jugoslawischen Republik Mazedonien wurde im August 2017 ein Freundschaftsvertrag unterzeichnet. Diesen betrachtet Bulgarien als Voraussetzung für eine Unterstützung der EU- und NATO-Mitgliedschaft von Mazedonien. Bulgarien hält eine EU-Beitrittsperspektive für alle Staaten des westlichen Balkans für wichtig. Die Verleihung des Kandidatenstatus an Serbien wird stark befürwortet. Ebenso begrüßt  Bulgarien eine EU-Beitrittsperspektive für die Türkei, wenn alle Aufnahmekriterien erfüllt werden.

Auch die Intensivierung der Zusammenarbeit in Richtung Osten (Georgien, Republik Moldau, Aserbaidschan) ist ein weiteres Ziel der bulgarischen Außenpolitik. Hierfür engagiert sich Bulgarien im Rahmen der Schwarzmeer-Wirtschaftskooperation und unterstützte die EU-Verhandlungen über Assoziationsabkommen mit den Schwarzmeeranrainern. Die Lage in der Ukraine beobachtet die bulgarische Regierung aufmerksam. Mehr als 200.000 ethnische Bulgaren leben in der Ukraine. Das bulgarische Außenministerium bemüht sich auch um einen engen Austausch mit den Visegrad-4-Staaten.

Neben der Pflege der intensiven Beziehungen zu den EU-Mitgliedern, den Westbalkan-Staaten und dem Kaukasus sind der Ausbau der Beziehungen zu den USA und China sowie gute Beziehungen zu Russland und eine Intensivierung der Kontakte in den Mittleren Osten Schwerpunkt des bulgarischen Interesses.

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 


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