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Kultur- und Bildungspolitik
Stand: Januar 2011
Bahrain erfreut sich einer lebendigen und bunten Kulturszene, angeführt durch eine beträchtliche Anzahl junger Künstler, insbesondere Maler und Bildhauer. Jährlich finden Kulturfestivals statt, z.B. „Spring of Culture“ und „Music Festival“, seit Sommer 2010 auch erstmals ein kulturelles Sommerprogramm, organisiert vom bahrainischen Kulturministerium. Auch die Bewahrung des kulturellen Erbes (Archäologie, Restaurierung traditioneller Stadtviertel) gewinnt weiterhin an Bedeutung. Die zwei Museen gelten als die schönsten und modernsten Nationalmuseen in der Region.
Das Bildungssystem ist nach britischem bzw. amerikanischem Vorbild gestaltet. Neben der staatlichen University of Bahrain gibt es zahlreiche kleinere Privatuniversitäten. Traditionell lassen gutsituierte Bahrainis ihre Kinder in Großbritannien oder in den USA studieren. Die Ereignisse des 11. September 2001, die Irak-Krise sowie verschärfte Einreisebestimmungen für Staatsangehörige arabischer Staaten in die USA wecken zunehmend Interesse für ein Studium anderswo, insbesondere in Süd- und Südostasien. Der regionale DAAD-Vertreter (Sitz: Abu Dhabi) registriert zunehmendes Interesse an Studienmöglichkeiten auch in Deutschland.
Der Fremdsprachenunterricht gewinnt immer mehr an Bedeutung. Englisch als Geschäftssprache ist die Fremdsprache, die am meisten erlernt wird. Deutsch wird aufgrund einer Vereinbarung der Universität von Bahrain und der Universität Leipzig im Bereich der hiesigen Universität einem begrenzten Kreis von Interessenten angeboten. Seit 2009 organisiert die Botschaft deutsche Sprachkurse, die gut nachgefragt werden. Mit Unterstützung des Goethe-Instituts konnte im Mai 2011 in einer bahrainischen Partnerorganisation eine Goethe-Bibliothek eröffnet werden.
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
