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Montenegro
Mit der Unabhängigkeit am 3. Juni 2006 wurde die gemeinsame Staatenunion mit Serbien als Nachfolger der Bundesrepublik Jugoslawien beendet. Nachfolgestaat der Staatenunion ist die Republik Serbien. Inzwischen ist Montenegro völkerrechtlich weltweit anerkannt und wurde in zahlreiche internationale Organisationen aufgenommen. Als nächste Schritte strebt Montenegro eine Aufnahme in die NATO und in die EU an.
Im Dezember 2011 wurden die Verhandlungen über Montenegros Beitritt zur WTO erfolgreich abgeschlossen. Die Frist für die innerstaatliche Ratifikation des Beitrittspakets läuft bis zum 31.03.2012. 30 Tage nach Notifizierung der Ratifikation bei der WTO wird Montenegro offiziell WTO-Mitglied.
Stand: Januar 2012
Ländername: Montenegro (MNE), Crna Gora (CG)
Klima: An der adriatischen Küste mediterran, im Landesinneren gemäßigt kontinental, in den Bergen relativ lange Winter mit viel Schnee
Lage: Balkanischer Staat an der Adria; Nachbarn: Serbien, Albanien, Kosovo, Bosnien und Herzegowina, Kroatien, von Italien durch die Adria getrennt
Landesfläche: 13.812 Quadratkilometer
Hauptstadt: Podgorica, 140.000 (Stadt) bzw. 170.000 Einwohner (Gemeinde); Amtssitz des Präsidenten ist Cetinje (15.000 Einwohner, Stadt)
Bevölkerung (Volkszählung April 2011): 625.000 Einwohner.
Zusammensetzung in Kategorien der Volkszählung April 2011: 45 Prozent Montenegriner, 29 Prozent Serben, 8,6 Prozent Bosniaken, 3,3 Prozent Moslems, 5 Prozent Albaner, 1 Prozent Kroaten, 1 Prozent Roma
Bevölkerungswachstum: circa 0,4 Prozent (um Migrationssaldo bereinigt)
Landessprache: Montenegrinisch (überwiegend geschrieben in lateinischer Schrift, kyrillisch ist jedoch nach wie vor verbreitet). Albanisch ist im überwiegenden Siedlungsgebiet dieser Bevölkerungsgruppe (Städte Ulcinj und Tuzi) offizielle Unterrichtssprache in den Schulen. Schüler können dort zwischen Montenegrinisch und Albanisch wählen.
Religionen: 72 Prozent serbisch-orthodox, 3,5 Prozent römisch-katholisch, 16 Prozent muslimisch, Rest ohne Angaben (meist konfessionslos)
Nationalfeiertag: 21.Mai (Tag des Unabhängigkeits-Referendums 2006) und 13. Juli (Anerkennung der Unabhängigkeit des Landes auf dem Berliner Kongress 1878 bzw. Aufstand gegen die italienische, später deutsche Besatzung 1941)
Staats- und Regierungsform: Republik
Staatsoberhaupt: Präsident Filip Vujanović (DPS), bereits Staatspräsident der Teilrepublik Montenegro in der Staatenunion Serbien und Montenegro (2003-2006)
Regierungschef: Premierminister Dr.Igor Lukšić, Amtsantritt: 29.12.2010
Außenminister: Milan Roćen (DPS), Amtsantritt: 10.11.2006
Parlament: 81 Abgeordnete, letzte Wahl: 27.03.2009
Regierung und Opposition:
Von den 81 Abgeordneten des Parlaments gehören insgesamt 49 der Regierungskoalition und 32 den verschiedenen Oppositionsparteien an.
Regierung: Bündnis aus DPS (Demokratische Partei der Sozialisten), SDP (Sozialdemokratische Partei), Bosniakischer Partei (BS), der albanischen Partei DUA (Demokratische Union der Albaner) und der Kroatischen Bürgerinitiative (HGI)
Opposition: SNP (Sozialistische Volkspartei, Vorsitz: Srdjan Milić) 16 Sitze; „Nova“(Vorsitz: Andrija Mandić) (Teil der ehemaligen Serbischen Liste) 8 Sitze; PzP (Bewegung für Veränderung, Vorsitz: Nebojša Medojević) 5 Sitze; albanische Minderheitenparteien insgesamt 3 Sitze. Letztere haben 2011 eine albanische Fraktion gegründet, die DSCG/Forca/Perspektiva, Fraktionsvorsitzender: Vasel Sinistaj aus der Partei Perspektiva
Gewerkschaften: Überwiegend betriebsbezogene Gewerkschaften
Verwaltungsstruktur: Montenegro hat 21 Gemeinden.
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen u. a.: Montenegro ist seit Juni 2006 Mitglied der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen sowie Mitglied der OSZE und des Europarates.
Wichtigste Medien: Fernsehen: RTCG 1, RTCG 2 (beide staatlich); IN, MONTENA, ATLAS, PINK, ELMAG, VIJESTI (alle privat)
Radio: RTCG (staatlich) und zahlreiche Privatsender und lokale Sender
Tageszeitungen (alle in Podgorica ansässig): VIJESTI: regierungskritisch; POBJEDA: regierungsnah; DAN: proserbisch, regierungskritisch, DNEVNE NOVINE.
Wochenmagazin: MONITOR, regierungskritisch
Bruttoinlandsprodukt (BIP in €): 2,5 Milliarden (2007), 3,1 Milliarden (2008), 3,0 Milliarden (2009), 3.1 Milliarden (2010)
Hinweis
