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Kroatien

Kroatien

Stand: Januar 2012

Ländername: Republik Kroatien/Republika Hrvatska

Klima: Lange, warme (manchmal feucht-heiße) Sommer und (außer an der Küste) kalte Winter, Frühling und Herbst wenig ausgeprägt

Lage: Mediterraner, zugleich mitteleuropäischer Staat mit folgenden Nachbarn: Slowenien, Ungarn, Serbien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Italien (Seegrenze). Der größte Teil des Landes ist gebirgig oder hügelig. Vor der Küste liegen zahlreiche Inseln.

Größe: 56.538 Quadratkilometer

Hauptstadt: Zagreb, etwa 793.000 Einwohner (einschließlich Vororte circa 1 Million)

Bevölkerung: 2001: 4,38 Millionen, Tendenz abnehmend: circa 90% Kroaten; 4,5% Serben; 5% sonstige: Bosniaken, Italiener, Ungarn, Albaner, Slowenen, Tschechen, Roma, Montenegriner, Slowaken, Mazedonier. Die Bevölkerung konzentriert sich im Norden und entlang der Küste. Zahlreiche kroatische Staatsangehörige leben im Ausland; in Deutschland waren 2010  220 199 Kroaten gemeldet.

Landessprache: Kroatisch,in Gebieten mit starken ethnischen Minderheiten daneben im amtlichen Gebrauch Serbisch, Italienisch, Ungarisch

Religionen / Kirchen: 88% römisch-katholisch, 4% serbisch-orthodox, 1% muslimisch

Nationalfeiertag: 25. Juni, Tag der Unabhängigkeitserklärung 1991

Unabhängigkeit: Unabhängigkeitserklärung am 25.06.1991; Anerkennung durch Deutschland gemeinsam mit anderen Staaten der Europäischen Gemeinschaft am 23.12.1991 mit Wirkung zum 15.01.1992

Staats- und Regierungsform: Parlamentarische Demokratie

Staatsoberhaupt: Prof. Dr. Ivo Josipović, Präsident der Republik Kroatien (Amtsantritt: 18.02.2010)

Vertreter: Präsident des Parlaments (siehe unten)

Regierungschef: Zoran Milanović, SDP – Sozialdemokratische Partei (Amtsantritt: 23.12.2011)

Außenministerin: Vesna Pusić, HNS – Kroatische Volkspartei – Liberale Demokraten (Amtsantritt: 23.12.2011)

Parlament: "Hrvatski sabor", Präsident Boris Šprem (SDP); Einkammerparlament, Verhältniswahlrecht mit 5%-Klausel, letzte Wahl: 04.12.2011. 151 Abgeordnete, davon 8 für nationale Minderheiten und 3 für Auslandskroaten

Regierungsparteien (81 Sitze):  SDP - Sozialdemokratische Partei 60 Sitze; HNS- Kroatische Volkspartei – Liberale Demokraten 14 Sitze; Regionalpartei IDS-DDI - Istrischer Demokratischer Sabor 3 Sitze; Rentnerpartei HSU 3 Sitze; 1 Unabhängiger.

Regierungsmehrheit wird traditionell von den Abgeordneten der nationalen Minderheiten unterstützt (insg. 8, davon 3 der Selbständigen Demokratischen Serbischen Partei SDSS, 1 aus den Reihen der HNS, 1 der bosniakischen Partei BDSH und 3 Unabhängige).

Opposition (63 Sitze): HDZ – Kroatische Demokratische Gemeinschaft 45 Sitze (einschließlich 3 Sitze aus dem Auslandskroaten-Wahlbezirk); Arbeiterpartei HL-SR 6 Sitze; Regionalpartei HDSSB 6 Sitze; Bürgerpartei HGS 2 Sitze; HSP Dr. Ante Starcevic 1 Sitz; Bauernpartei HSS 1 Sitz; 2 Unabhängige.

Gewerkschaftsverbände: Bund der unabhängigen Gewerkschaften (SSSH); Kroatische Gewerkschaftsvereinigung (HUS); Konföderation unabhängiger Gewerkschaften (KNSH)

Verwaltungsstruktur: Zentralstaat, 20 Provinzen (kroatisch: županija, deutsch: "Gespanschaften" oder "Komitate") plus besonderer Verwaltungseinheit Zagreb, 543 teilweise sehr kleine Städte und Gemeinden; seit Juli 2001 Umsetzung der Verwaltungsreform mit dem Ziel einer Dezentralisierung und der Stärkung der lokalen Selbstverwaltung

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen seit 22.05.1992; 2008 und 2009 nichtständiges Mitglied im VN-Sicherheitsrat; Zentraleuropäische Initiative seit 18.07.1992; Internationaler Währungsfonds (IWF) seit 14.12.1992; Europarat seit 06.11.1996; WTO (Welthandelsorganisation) seit 2000; NATO-"Partnerschaft für den Frieden" seit 25.5.2000; Südosteuropäischer Kooperationsprozess (SEECP) seit 22.10.2004; Stabilisierungs- und Assoziierungsabkommen mit EU am 29.10.2001 unterzeichnet, seit 01.02.2005 in Kraft; seit 17./18.06.2004 Beitrittskandidat zur Europäischen Union, 3.10.2005 Beginn der Beitrittsverhandlungen, 01.07.2013 voraussichtlicher EU-Beitritt; 27.02.2008 Gründung des Regionalen Koperationsrats (RCC) als Nachfolgeorganisation des Stabilitätspaktes: Kroatien stellt den ersten Generalsekretär des RCC; NATO seit 01.04.2009.

Wichtigste Medien: Kroatisches Radio und Fernsehen (HRT - öffentlich-rechtlich), 2 überregionale private Fernsehsender (RTL Televizija, Nova TV), 13 regionale und lokale Fernsehsender. Wichtige überregionale Tageszeitungen: Večernji list, Jutarnji list, Vjesnik, Slobodna Dalmacija, Novi list. Wochenzeitungen: Globus, Nacional, Aktual

Bruttoinlandsprodukt: 2010: 45,4 Mrd. Euro (-1,2 Prozent gegenüber 2009)

pro-Kopf: 2010: 10.367 Euro

Wechselkurs: 1 Euro = 7,53 kroatische Kuna (HRK); 1 HRK = 0,133 Euro (Dezember 2011)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Stabilitätspakt für Südosteuropa

Informationen zum Stabilitätspakt für Südosteuropa und seine Nachfolgeorganisation, den Regionalen Kooperationsrat.