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Komoren

Komoren

Stand: Juni 2016

Ländername: Union der Komoren, Union des Comores

Klima: tropisch, Regenzeit November bis März

Lage: Archipel im Kanal von Mosambik zwischen 11. und 13. Grad südlicher Breite, vom Kontinent und von der Nordspitze Madagaskars jeweils etwa 300 Kilometer entfernt, mit den Inseln Ngazidja (Grande Comore), Ndzuwani (Anjouan) und Mwali (Mohéli). Die geographisch, geschichtlich und kulturell zugehörige Insel Moare (Mayotte) ist seit dem 31.03.2011 ein integraler Teil Frankreichs (Département d'outre-mer). Sie hatte 1974 als einzige Insel des Archipels für einen Verbleib als französische Gebietskörperschaft und 2009 für die vollständige Integration in den französischen Staatsverband gestimmt; die Insel wird jedoch weiterhin von den Komoren beansprucht.

Größe: 1.861 Quadratkilometer

Hauptstadt: Moroni, circa 60.000 Einwohner

Bevölkerung: circa 770.000 Einwohner; Wachstum rund 2,4 Prozent pro Jahr

Landessprachen: Nationalsprache Komorisch (suaheli-/ arabischer Dialekt), weitere Amtssprachen: Französisch und Arabisch

Religionen: Sunnitischer Islam schafiitischer Rechtsschule (95 Prozent). Schiitische Minderheit sowie indische Minderheit (Ismailiten). Karitative Tätigkeit katholischer Missionare

Nationaltag: 6. Juli, Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeit: 6. Juli 1975 (von Frankreich)

Regierungsform: Föderale islamische Republik, Präsidialregime

Staatsoberhaupt und Regierungschef: Azali Assoumani (seit 26.05.2016 im Amt). Vizepräsidenten: Djaffar Ahmed Said Hassani, Moustadroine Abdou und Abdallah Said Sarouma

Außenminister: Mohamed Bacar Dossar (Minister für auswärtige Angelegenheiten, internationale Zusammenarbeit und Komorer im Ausland)

Parlament: mit Verfassungsänderung vom Mai 2009 und seit Wahlen im Dezember 2009 ein nationales Unionsparlament mit Quorum für die drei Inseln

Mitgliedschaften in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen, Afrikanische Union (AU), EU-AKP-Vertrag von Cotonou, Arabische Liga, Organisation für Islamische Zusammenarbeit, Indian Ocean Commission (IOC/COI), Indian Ocean Rim Association (IORA) Weltbank, Internationaler Währungsfonds, Freihandelszone Zone d’Echanges Préférentiels (ZEP), Gemeinsamer Markt für das südliche und östliche Afrika (COMESA), Internationale Organisation der Frankophonie, und Bewegung der Blockfreien Staaten

Regional fokussieren die Komoren ihre Zusammenarbeit auf Ostafrika und die Mitgliedsländer der Indian Ocean Commission (IOC): neben den Komoren auch Madagaskar, Mauritius, Seychellen und Frankreich. Mit Ex-Premierminister Hamadi Madi Boléro stellen die Komoren seit Februar 2016 den IOC-Generalsekretär mit Sitz in Port Louis, Mauritius. Eine überregionale Zusammenarbeit findet vor allem mit den Golfstaaten (Saudi-Arabien, Vereinigte Arabische Emirate, Iran) statt. Darüber hinaus unterhalten die Komoren vor allem entwicklungs- und handelspolitisch geprägte Beziehungen zur Europäischen Union. Besondere Beziehungen bestehen zu Frankreich: Hier lebt eine auf mehrere Hunderttausend Mitglieder geschätzte komorische Minderheit.

Medien: Staatsrundfunk (Radio Comores) und circa 60 private Radiostationen, fünf private und ein staatlicher Fernsehsender (Télévision nationale de Comores), drei Tageszeitungen (La Gazette, Al-watwan, Al-fajr), zwei Wochenzeitungen (Albilad, Le Kwezi) und zwei Monatszeitungen (La Tribune und L’Archipel, letztere z.T. noch unregelmäßiger). Komorer und die komorische Diaspora informieren sich vermehrt über Internetseiten und eine Vielzahl von Blogs.

Bruttoinlandsprodukt (BIP): 624 Millionen US-Dollar (2014)

Pro-Kopf-BIP/Jahr: circa 790 US-Dollar (2014)

Währung: Komorischer Franc (KMF), an den Euro gebunden, 1 EUR = etwa 490 KMF

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