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Kenia

Kenia

Stand: September 2011

Ländername: Republik Kenia / Republic of Kenya

Klima: tropisch (Küste), semiarid und arid (Norden, Nordosten), sub-tropisch (Hochland/Zentrum)

Lage: 34 bis 42 Grad östlicher Länge, 5 Grad nördlicher bis 5 Grad südlicher Breite

Größe: 580.367 qkm

Hauptstadt (Einwohnerzahl): Nairobi (rd. 3 Millionen)

Bevölkerung: 41 Mio. (Stand Juli 2011, zum Vergleich 2007: 37,2 Millionen); ethnische Zusammensetzung: Bantu (65 Prozent, u.a. Kikuyu (20 Prozent), Luhya 14 Prozent, Kamba (11 Prozent)), Niloten (ca. 30 Prozent, u.a. Luo (12 Prozent), Kalenjin 12 Prozent)), Massai (1,6 Prozent), 80.000 asiatischer Abstammung, 60.000 europäischer Abstammung

Landessprachen: Englisch, Kiswahili und zahlreiche sog. „vernacular languages“ (Stammessprachen)

Religionen/Kirchen: 70 Prozent Christen (26,5 Prozent Anglikaner, 26,4 Prozent Katholiken, 2,5 Prozent Orthodoxe), viele Christen evangelikal engagiert, außerdem zahlreiche christliche Denominationen wie die Pfingstgemeinde (drittgrößte christliche Gemeinschaft); 20 Prozent Muslime, 10 Prozent Naturreligionen; ferner Hindus, Jainas, Sikhs

Nationaltag: 12. Dezember (Unabhängigkeitstag, "Jamhuri Day")

Unabhängigkeit: 12. Dezember 1963

Staatsform/Regierungsform: Präsidialrepublik;

Staatsoberhaupt: Staatspräsident (gleichzeitig Oberkommandierender der Streitkräfte) S.E. Honorable Mwai KIBAKI, C.G.H., M.P. (seit 20.12.2002)

Vertreter: Vizepräsident Honorable Stephen Kalonzo MUSYOKA (seit 10.01.2008)

Regierungschef: Seit August 2010 ist eine neue Verfassung in Kraft, die u.a. das durch eine Verfassungsänderung 2008 neu eingeführte Amt des Premierministers (aktueller mtsinhaber Honorable. Raila Amollo ODINGA M.P.) wieder abschafft.

Außenminister: Außenminister Honorable Moses WETANGULA

Parlament: Mit der neuen Verfassung von August 2010 wurde ein Zweikammersystem eingeführt, das mit den für 2012 geplanten Wahlen umgesetzt werden soll. Das Parlament besteht danach aus der "National Assembly", einem Abgeordnetenhaus mit 290 Sitzen und aus dem "Senate", einem Oberhaus, in dem die neu geschaffenen 47 Verwaltungsbezirke ("counties") vertreten sind. Aktueller Sprecher der "National Assembly" ist Honorable Kenneth Otiato MARENDE (seit 15.01.2008). Die letzten Parlamentswahlen, noch im Einkammersystem, fanden am 27.12.2007 statt.

Regierungsparteien: "Große Koalition",  im Wesentlichen bestehend  aus Partei der Nationalen Einheit (PNU), in der die Kenya African National Union (KANU) mit Sonderstatus fortbesteht, sowie dem Orange Democratic Movement (ODM) und dessen Absplitterung ODM-Kenya. Das politische System bleibt stark von einzelnen Persönlichkeiten und ethnischen Loyalitäten geprägt.

Opposition: Die Große Koalition bestimmt den politischen Alltag, eine wirkliche "Opposition" existiert nicht. Im Vorfeld der nächsten Wahlen in 2012 bilden sich derzeit neue Splitterparteien.

Gewerkschaften:Central Organization of Trade Unions COTU (Dachverband) mit traditionell engen Verbindungen zur KANU. Es sind jedoch nur 25% der Arbeitnehmerschaft organisiert, weshalb die Gewerkschaften wenig durchsetzungsfähig sind.

Organisationen der Wirtschaft, Arbeitgebervereinigungen: Der Dachverband Federation of Kenya Employers (FKE) ist die nationale Arbeitgebervereinigung Kenias und hat ca. 4.600 Mitglieder. Er wurde 1959 etabliert und ist der Internationalen Arbeitgeberorganisation (IOE) angegliedert. Die FKE ist ein aktiver und einflußreicher Teilnehmer am nationalen Dialog über Arbeitspolitik. Die größten angegliederten Unterverbände sind der Industrieverband Kenya Association of Manufactures (KAM) mit ca. 680 Mitgliedern, der Bankenverband Kenya Bankers Association (KBA) und der Tourismusverband Kenya Tourism Federation (KTF).

Verwaltungsstruktur des Landes:Seit Inkrafttreten der neuen Verfassung ist Kenia offiziell ein dezentral verwaltetes Land – mit der Einschränkung, dass die Dezentralisierung ("devolution") in der Praxis noch umgesetzt werden muss. Der Zeitrahmen für die Umsetzung der Verfassungsregelungen über die Dezentralisierung beträgt zwischen ein und drei Jahren ab Inkrafttreten der neuen Verfassung, d.h. ab dem 27.08.2010. Die wichtigsten Verwaltungsebenen neben der Zentralregierung bilden nunmehr die 47 Bezirke ("counties") mit ihren jeweiligen Vertretungen ("county assemblies") und Verwaltungen ("county governments").

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:Vereinte Nationen (VN, seit 1963), Afrikanische Union (AU), Ostafrikanische Gemeinschaft (EAC), Gemeinsamer Markt für das östliche und südliche Afrika (COMESA), Zwischenstaatliche Behörde für Entwicklung (IGAD)

Wichtigste Medien: Rundfunk, Zeitungen und (landesweit eingeschränkter) Fernsehen. Rundfunk: Kenya Broadcasting Corporation (KBC) als staatlicher Rundfunk- und Fernsehsender, Nation Media Group Broadcasting Division (Easy-FM und Q-FM) , Standard Group Radio (Radio Maisha), Royal Media Services Ltd. (Citizen Radio, Hot 96), diverse ethnische Sender (vernacular stations), Capital FM sowie weitere, kleinere Radiosender.

Zeitungen: Daily Nation (Tageszeitung, weitgehend unabhängig), The Standard (Tageszeitung,eher Anhänger der Opposition); The Star (Tageszeitung, unabhängiges Boulevardblatt) sowie weitere, weniger bekannte Zeitungen; Wochenzeitung "The East African" sowie täglich erscheinendes Wirtschaftsblatt "Business Daily" (beide der Nation Media Group zugehörig)

Fernsehsender: KBC als staatlicher Fernsehsender, Nation TV (Fernsehsender der Nation Media Group), KTN (Fernsehsender der Standard Group), Citizen TV (Fernsehsender der Royal Media Service Ltd.), K24, und weitere kleinere Sender.

Bruttoinlandsprodukt (BIP, 2010): ca. 32,16 Milliarden USD (2009: 30 Milliarden USD)

Pro-Kopf-BIP (2010) in Kaufkraftparitäten: ca.600 USD (2009: 1.586 USD)

Wechselkurs (September 2011): 1 EUR = ca. 130 Kenya Shilling (KSH)

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

Entwicklungs­zusammenarbeit

Kenia ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: