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Irak

Irak

Stand: November 2016

Hinweis:. Aufgrund der aktuellen politischen Lage in Irak stehen derzeit nicht alle üblichen Daten der Länderinformation zur Verfügung. Bitte beachten Sie  zusätzlich zur Länderinformation die Links zu aktuellen Meldungen und Artikeln im Archiv in der rechten Randspalte dieser Webseite.

Ländername: Republik Irak (Jumhuriyyat al-Iraq)

Klima: Sehr heiße Sommer (bis über 50°C), feucht am Golf, trocken im Binnenland; milde Winter (Frost möglich, insbesondere im Bergland); Regenfälle nur im Winter, gelegentlich im Frühling; Sandstürme das ganze Jahr möglich.

Lage: Am nordöstlichen Rand der arabischen Halbinsel, nördlich des Persischen Golfes. Von Nord nach Süd beträgt die größte Ausdehnung des Territoriums fast 1.200 km und von West nach Ost etwa 500 km. Irak hat eine Seegrenze von nur 60 km, aber Landgrenzen von 3.719 km. Die Nachbarstaaten Iraks sind: im Norden die Türkei (305 km Grenze), im Osten Iran (1.515 km), im Westen Syrien (603 km) und Jordanien (147 km) und im Süden Kuwait (254 km) und Saudi-Arabien (895 km).

Landesfläche: Die Fläche Iraks beträgt 435.520 qkm.
Das von der Zentralregierung anerkannte Gebiet der Region Kurdistan-Irak umfasst im Wesentlichen die Provinzen Dohuk und Sulaimania, große Teile der Provinz Erbil sowie kleine Teile der Provinzen Ninawa und Diyala; die Grenzen sind umstritten.

Hauptstadt: Bagdad (ca. 7,6 Millionen Einwohner)

Bevölkerung: Schätzungen gehen von ca. 36 Millionen Einwohnern aus. Knapp 70% der Bevölkerung wohnt in Städten. Am dichtesten ist die Besiedlung in den zentralen Provinzen Bagdad und Babil. In den westlichen Wüstenprovinzen ist die Bevölkerungsdichte hingegen sehr niedrig (4 - 5 Einwohner pro qkm).

Ethnische Bevölkerungsgruppen: ca. 80% Araber, (offiziell) 17% Kurden. Ethnische Minderheiten: Turkmenen, Mandäer, Jesiden, sehr wenige Juden. 

(Anm.: Die letzte Volkszählung wurde 1997 durchgeführt, daher existieren keine verlässlichen aktuellen Zahlen.)

Mit Vormarsch der Terrororganisation „Islamischer Staat in Irak und Syrien“ (IS) ab Juni 2014 waren große Teile der sunnitischen Gebiete Iraks der Kontrolle der Zentralregierung entglitten. Irakische Sicherheitskräfte und kurdische Peschmerga konnten mittlerweile große Teile der vormals von IS besetzten Gebiete und wichtige Städte wie  Tikrit, Sindschar, Baiji und Ramadi zurückgewinnen. Das nächste große Ziel ist die Rückeroberung der Stadt Mosul von IS. Trotz der jüngsten Erfolge der irakischen Sicherheitskräfte befinden sich derzeit weiterhin Teile der nördlich bzw. westlich von Bagdad gelegenen Provinzen Anbar, Ninawa und Salah ad-Din einschließlich der Stadt  Mosul unter Kontrolle von IS. Obwohl inzwischen über 600.000 Binnenvertriebene an ihre angestammten Heimatorte zurückkehren konnten, zählen die Vereinten Nationen im Irak immer noch über 3,3 Millionen Binnenvertriebene. Die Region Kurdistan-Irak beherbergt knapp 1 Million Binnenvertriebene, rund 400.000 davon halten sich allein in der Provinz Dohuk auf. Hinzu kommen knapp 225.000 syrische Flüchtlinge. Betroffen sind ethnische und religiöse Minderheiten (Jesiden, Christen, Turkmenen, etc.), in erster Linie aber sunnitische Araber. Mit dem Fortschreiten der Militäroperationen zur Befreiung Mosuls rechnen die Vereinten Nationen mit einer neuen Vertreibungswelle von mehreren Hunderttausend Personen.

Landessprachen: Amtssprachen sind Arabisch und (Zentral-)Kurdisch (Sorani). Über eigene (Umgangs-) Sprachen verfügen die turkmenische und die assyrische Minderheit (Aramäisch), in Kurdistan werden auch Südkurdisch und Nordkurdisch (Kurmandschi) gesprochen.

Religion: Mehr als 95% der Iraker sind Muslime, davon ca. 60% Schiiten und ca. 35% Sunniten (davon ca. 20% Araber und ca. 15-17% Kurden). Weiterhin gibt es in Irak Angehörige verschiedener orientalisch-christlicher Kirchen (unter anderem Chaldäer, Nestorianer, Gregorianer, römische und syrische Katholiken, armenische Christen, Altsyrisch-Orthodoxe) und zahlreiche kleinere Religionsgruppen wie Jesiden, Mandäer, Shabak. Die Zahl der noch in Irak verbliebenen Juden ist verschwindend gering. Auch alle diese Angaben stellen nur grobe Schätzungen dar.

Nationalfeiertag: noch nicht vom Parlament festgelegt.

Unabhängigkeit: 3. Oktober 1932 (Aufnahme in den Völkerbund und Aufhebung des britischen Mandats)

Staats-/Regierungsform: Parlamentarische Republik. Die jüngsten Parlamentswahlen haben am 30. April 2014 stattgefunden.

Staatsoberhaupt: Staatspräsident Fouad Ma‘soum (PUK)

Regierungschef: Dr. Haidar Al-Abadi (Da’wa)

Parlamentspräsident: Salim Al-Jubouri (Allianz nationaler Kräfte)

Außenminister: Ibrahim Al-Jaafari (National Reform Trend)

Verwaltungsstruktur: Irak ist gegenwärtig in 18 Provinzen unterteilt, die sich zu Regionen zusammenschließen können (mind. drei Provinzen pro Region). Kurdistan-Irak ist bislang die einzige föderale Region und in der Verfassung als solche anerkannt.

Mitgliedschaft in intern. Organisationen: Vereinte Nationen, Arabische Liga, Islamische Konferenz, OPEC (Organisation Erdöl exportierender Staaten), OAPEC (Organisation der Arabischen Erdöl exportierenden Staaten)

Wichtige Medien: Ca. 60 Zeitungen, mehrere Fernsehsender. TV-Stationen Al-Iraqiya, die Zeitung Al-Sabah und mehrere Radiosender unterstehen direkt oder indirekt der Regierung. Von großer Bedeutung sind die überregionalen arabischen Satellitenfernsehsender Al-Jazeera und Al-Arabiya.

Bruttoinlandsprodukt 2015: ca. 153 Mrd. Euro (geschätzte Daten)

Bruttoinlandsprodukt pro Kopf: 2015: ca. 4355 Euro (geschätzte Daten)

Währung: Irakischer Dinar

Hinweis:

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

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