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Heiliger Stuhl Vatikan

Heiliger Stuhl / Vatikan

Stand: Juni 2017

Die Beziehungen zum Heiligen Stuhl stehen in einem einzigartigen völkerrechtlichen Kontext. Als Oberhaupt der katholischen Kirche kommt dem Papst eine im Völkerrecht traditionell anerkannte Völkerrechtssubjektivität zu. Zugleich haben die Lateranverträge von 1929 aus dem ca. 44 Hektar großen Areal, um Petersdom und Vatikanpalast gelegen, ein neues Völkerrechtssubjekt geschaffen, den „Stato della Città del Vaticano“. Heiliger Stuhl und der Staat der Vatikanstadt sind daher, trotz der landläufigen umgangssprachlichen Bezeichnung Vatikan, zwei unterschiedliche Völkerrechtssubjekte, an deren Spitze jeweils der Papst steht. Deutschland unterhält zum Heiligen Stuhl diplomatische Beziehungen.

Ländername: Staat der Vatikanstadt (Stato della Città del Vaticano)

Lage: Auf dem vatikanischen Hügel auf der rechten Tiberseite Roms

Landesfläche: 44 ha (mit etwa 1/4 der Fläche Monacos der kleinste Staat der Welt).

Exterritorialen Status haben außerdem der päpstliche Sommersitz in Castel Gandolfo (60 ha, ca. 25 km entfernt) sowie einige Kirchen und Paläste in Rom, letztere als Dienstsitz vieler Dikasterien oder sonstiger unmittelbar der Kurie untergeordneten Strukturen.

Bevölkerung: Etwa 300 Personen (Kardinäle und Prälaten, die im Staat der Vatikanstadt wohnen oder wichtige Funktionen bekleiden und 80 Laien). Staatsangehörige gibt es ca. 600. Etwa die Hälfte der Vatikanstaatsbürger wohnt somit nicht im Vatikan, sondern in anderen Ländern. Es handelt sich dabei vor allem um Personen im diplomatischen Dienst des Heiligen Stuhls. Die Mehrzahl der rund 3.000 Beschäftigten des Heiligen Stuhles und des Staates der Vatikanstadt wohnt nicht auf seinem Gebiet und besitzt auch nicht seine Staatsangehörigkeit.

Amtssprache: Italienisch, bei offiziellen Verlautbarungen Latein, im diplomatischen Schriftverkehr Französisch.

"Nationalfeiertag": Jahrestag der Papstwahl - unter Papst Franziskus 13. März

Unabhängigkeit / Souveränität: Die Lateranverträge (Staatsvertrag, Finanzabkommen und Konkordat) mit Italien vom 11.02.1929 begründeten den Staat der Vatikanstadt. Sein Zweck besteht darin, die Unabhängigkeit und Souveränität des Heiligen Stuhles sichtbar zu machen und im internationalen Bereich zu gewährleisten. Ein am 18. Februar 1984 mit Italien unterzeichnetes weiteres Konkordat revidierte einen Teil der Lateranverträge. Es legte u.a. den religiösen Pluralismus und die Neuordnung staatlicher Leistungen an kirchliche Einrichtungen fest.

Staatsoberhaupt: Papst Franziskus

"Regierungschef": Kardinalstaatssekretär Kardinal Pietro Parolin (Herkunftsland: Italien)

"Außenminister": Erzbischof Paul Richard Gallagher (Herkunftsland: Vereinigtes Königreich)

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden. 

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