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Senegal
Stand: April 2012
Ländername: Republik Senegal/République du Sénégal
Klima: Halbjährlich wechselnde Trockenperiode (Dezember - Mai) und feuchtwarme Regenzeit (Juni bis November)
Lage: Übergang Sahelzone in feuchtheiße Tropen
Größe des Landes: 196.190 Quadratkilometer
Hauptstadt: Dakar; über 2,7 Millionen Einwohner im Großraum (2009)
Bevölkerung: circa 12,6 Millionen (geschätzt 2011), davon 43 Prozent unter 15 Jahren, jährlicher Bevölkerungszuwachs 2,5 Prozent (2011): Wichtigste der circa 20 ethnischen Gruppen: Wolof, Serer, Peul, Diola, Toucouleurs, Mandingue, Soninké
Landessprache: Offizielle Amtssprache Französisch, außerdem Nationalsprachen Wolof, Serer, Diola, Malinke, Pulaar, Soninké u.a.; circa 50 Prozent Analphabeten (bei Frauen: circa 60 Prozent)
Religionen / Kirchen: Moslems (circa 94 Prozent, organisiert in Bruderschaften), Christen (römisch-katholisch, circa 5 Prozent), Animisten (circa 1 Prozent)
Nationaltag: 4. April
Unabhängig seit: 20. August 1960
Staats-/Regierungsform: Präsidialdemokratie
Staatsoberhaupt: Staatspräsident Macky Sall (Président de la République), APR, gewählt in Direktwahl, Amtsantritt am 02.04.2012
Regierungschef: Premierminister (Premier Ministre) Abdoul Mbaye (parteilos) , Ernennung am 03.04.2012 durch den Staatspräsidenten
Außenminister: Alioune Badara Cissé (Ministre des Affaires Etrangères et des Sénégalais de l'extérieur), Amtsantritt April 2012, Ernennung durch den Staatspräsidenten
Parlament: Zweikammerparlament: Assemblée Nationale: 150 Sitze, 5-jährige Legislaturperiode, Direktwahl, letzte Wahl 03.06.2007. Präsident: Mamadou Seck (PDS). Neuwahlen am 01.07.2012
Senat: 100 Sitze, 5-jährige Legislaturperiode, indirekte Wahl von 35 der 100 Sitze am 19.08.07, Ernennung der übrigen 65 Senatoren durch Präsidenten am 20.09.07. Senatspräsident: Pape Diop (PDS)
Regierungsparteien: neben APR (Alliance pour la République): Parti socialiste (PS), Alliance des Forces du Progrès (AFP) und Vertreter weiterer kleinerer Parteien
Opposition: Parti démocratique sénégalais (PDS) unter dem früheren Präsidenten Abdoulaye Wade sowie einige kleinere Parteien
Parteien/Sitzverteilung: 1. Assemblée Nationale: Die ind er «Front Siggil Senegal» zugesammengeschlossenen großen Oppositionsparteien boykottierten die Parlamentswahl im Juni 2007. Die damalige Regierungskoalition SOPI gewann die überwältigende Mehrheit der Sitze (131 von 150), die übrigen 19 Sitze gingen an: Alliance Jef-Jel (1 Sitz); Rassemblement des écologistes du Sénégal «Les Verts» (1 Sitz); Mouvement de la réforme pour le développement social (1 Sitz); Front pour le socialisme et la démocratie/Benno Jubel (1 Sitz); Rassemblement pour le peuple (2 Sitze); Convergence pour le renouveau et la Citoyenneté (1 Sitz); Coalition And Defar Sénégal (3 Sitze); Coalition Takku Defaraat Sénégal (3 Sitze); Coalition Waar Wi (3 Sitze); Parti socialiste démocrate/Jant Bi (1 Sitz); Parti socialiste authentique (1 Sitz); Union nationale patriotique (1 Sitz).
2. Senat: Bei der indirekten Wahl der 35 von 100 Sitzen des Senats errang die Regierungspartei PDS 34 Sitze, ein Sitz ging an And Jef/PADS. Die Opposition ist im Senat nicht vertreten. Die 65 weiteren Senatssitze werden von Präsident Wade vergeben.
Gewerkschaften: es gibt eine ausgeprägte Gewerkschaftsstruktur unter dem Gewerkschaftsdachverband "Confédération Nationale des Travailleurs Sénégalais" (CNTS) und Abspaltung CNTS/FC von rund 60 Einzelgewerkschaften; Verbänden autonomer Gewerkschaften "Union Nationale des Syndicats Autonomes du Sénégal" (UNSAS) sowie "Confédération des Syndicats Autonomes" (CSA)
Organisationen der Wirtschaft: mehrere Wirtschaftsverbände, z. B. CNP, CNES, GES, und OCAIS
Verwaltungsstrukturen: zentralistischer Staatsaufbau mit 14 Regionen, die in Départements und Arrondissements aufgeteilt sind. 1996 Gesetze zur Regionalisierung und Dezentralisierung und erste Regionalwahlen im November 1996. (Einrichtung von Regionalparlamenten mit relativ weitreichenden Zuständigkeiten)
Mitgliedschaft in internationalen Organisationen: Vereinte Nationen, Islamische Konferenzorganisation (OCI), AU (Afrikanische Union), WTO, Weltbank, IWF, Union Economique et Monétaire Ouest-Africaine (UEMOA), Wirtschaftsgemeinschaft der westafrikanischen Staaten (CEDEAO/ECOWAS), Organisation pour la Mise en Valeur du Fleuve Sénégal (OMVS), Organisation pour la Mise en Valeur du Fleuve Gambie (OMVG), Comité Inter-Etat pour la lutte contre la Sécheresse dans le Sahel (CILSS), Westafrikanische Verteidigungsorganisation (ANAD), Welthandelsorganisation (WTO), Internationale Organisation der Frankophonie, G15-Gruppe.
Wichtigste Medien: Staatliche Rundfunk- und Fernsehanstalt RTS, Tageszeitung "Le Soleil" (regierungsnah), unabhängige Tageszeitungen, u.a. "Sud Quotidien", "Walfadjri", "L'Observateur" und "Le Quotidien"; mehrere private Radiosender, darunter vor allem "Sud FM" und "Walfadjri" und „RFM“. TV-Sender: neben RTS Walf TV, 2StV, RDV, Canalinfo, TFM. Rebroadcastingvereinbarung zwischen der Deutschen Welle und übers Land verteilten „radios communataires“ über UKW. Fast alle Medien sind auch im Internet vertreten, außerdem gibt es online-Angebote wie www.seneweb.com und www.pressafrik.com
Bruttoinlandsprodukt: 10,4 Milliarden Euro ( 2011; 9,6 Milliarden Euro 2010)
Reale Wachstumsrate: 4,0 Prozent (2011; 2010: 4,2 Prozent )
BIP/Kopf: 1.914 USD (2011; 1.900 USD 2010)
Hinweis
Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.
