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Mali

Mali

Stand: April 2012

Hinweis: Aufgrund der aktuellen politischen Lage in Mali stehen derzeit nicht alle üblichen Daten der Länderinformation zur Verfügung. Links zu aktuellen Meldungen und Artikeln finden Sie im Archiv in der rechten Randspalte dieser Webseite.

Am 22.03.2012 kam es in Mali zu einem Militärputsch. Am 07.04.2012 erklärte eine Rebellenbewegung den Norden Malis zum unabhängigen Staat "Azawad".

Übergangspräsident ist seit dem 12.04.2012 der ehemalige Parlamentspräsident Dioncounda Traoré.

Ländername: Republik Mali / République du Mali

Klima: Überwiegend feucht-heißes Klima im Süden, trockenes Wüstenklima im Norden
November - Februar: warm und trocken, Harmattan; März - Mai: heiß und trocken; Juni - Oktober: feuchtwarme Regenzeit

Lage: Binnenland zwischen 12° westlicher Länge bis 4° östlicher Länge und zwischen 10° und 25° nördlicher Breite; grenzt an Mauretanien, Algerien, Niger, Burkina Faso, Côte d'Ivoire, Guinea, Senegal

Größe: 1.240.000 qkm, davon 60% Wüste (Bundesrepublik Deutschland: 357.000 qkm)

Hauptstadt: Bamako - rund 1,8 Millionen Einwohner

Bevölkerung: ca. 13,95 Millionen Einwohner; Wachstumsrate: 3,6% (2009); zahlenmässig stärkste Volksgruppen: Bambara, Malinke, Peul (Fulbe), Sonrhai, Sarakollé, Tuareg, Bobo, Dogon, Senufo, Bozo

Amtssprache: Französisch; Nationalsprachen: Bambara (61%), Fulfulde (Fulbe), Sonrhai, Sarakollé, Tamaschek, Dogon, Senufo, Bobo, Maurisch-Arabisch

Religionen: Islam (über 85%), Christentum (ca. 5%), viele – auch zugleich - Animisten

Nationaltag: 22. September, Unabhängigkeitstag

Unabhängigkeit: 22.09.1960 (Auflösung der bereits im April 1960 unabhängig gewordenen Föderation mit Senegal)

Staats-/Regierungsform: Republik, Präsidialdemokratie nach französischem Vorbild

Staatsoberhaupt: Übergangspräsident Dioncounda Traoré seit 12.04.2012

Gewerkschaften: Union Nationale des Travailleurs du Mali (UNTM); Conféderation Syndicale des Travailleurs Maliens

Arbeitgeberverbände: Conseil National du Patronat du Mali 

Verwaltungsstruktur des Landes: Vierstufiger Verwaltungsaufbau mit Zentralregierung und Aufgliederung in acht Regionen, diese aufgeteilt in Landkreise („cercles“) und den Distrikt Bamako. Seit 1999 Einrichtung von 703 Kommunen mit gewählten Kommunalräten, dazwischen indirekt gewählte 8 Regionalparlamente und 49 Kreistage. Letzte Kommunalwahlen im April 2009

Mitgliedschaft in internationalen Organisationen:
a) Politik: Vereinte Nationen (1960), OAE (1963) bzw. AU (Afrikanische Union, Gründungsmitglied, seit 2000), CEDEAO-ECOWAS (Wirtschaftsgemeinschaft westafrikanischer Staaten; 1975), OIC (Islamische Konferenz, 1972), Gruppe der Blockfreien, Nichtangriffspakt ANAD, Gemeinschaft der Sahelisch-Saharischen Staaten CEN-SAD (1992).

b) Wirtschaft: IWF (1963), Weltbank (1963), AKP (Gruppe der afrikanisch-karibisch-pazifischen Staaten, 1963), Westafrikanische Wirtschafts- und Währungsunion UEMOA (1984), WTO, OMVS (Zusammenschluss mit Mauretanien und Senegal zur wirtschaftlichen Nutzung des Senegalflusses, 1972), IFAD (Internationaler Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung, 1977), IFC (Internationale Finanz-Corporation), IDA (Internationale Entwicklungsorganisation, 1963), UNCTAD (VN-Handels- und Entwicklungskonferenz), ECA (VN-Wirtschaftskommission für Afrika, 1991), CILSS (Sahel-Staatengemeinschaft, 1973)

Wichtigste Medien: staatlicher Rundfunk und Fernsehen ORTM, inzwischen fast im ganzen Land zu empfangen. Über 400 private Rundfunkstationen mit örtlicher Reichweite; Tageszeitungen: L'Essor, Les Echos, Nouvel Horizon, Le Républicain, L’Indépendant u.v.a.; Wochenzeitungen: L'Observateur, L'Aube, Le Malien, Le Tambour, Le Courrier u.a. (Insgesamt erscheinen in der Print-Presse mehr als 100 Titel mit meist sehr geringen Auflagen)

Bruttoinlandsprodukt: für 2011 geschätzt: 10,29 Mrd USD

BIP/Kopf (2009): ca. 691 USD

Hinweis

Dieser Text stellt eine Basisinformation dar. Er wird regelmäßig aktualisiert. Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der Angaben kann nicht übernommen werden.

Entwicklungs­zusammenarbeit

Mali ist Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. Nähere Informationen hierzu beim Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: